Gedanken zum Monatsspruch August 2018

Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm.
1 Joh 4,16

Liebe Gemeinde,

wie geht es Ihnen, wenn sie einen Vers oder ein Kapitel in der Bibel lesen? Ist das Ganze sofort verständlich oder tuen sich da zu Anfang erst einmal mehr Fragezeichen auf?

Als ich den Monatsspruch für den Monat August das erste Mal las, war bei mir die Frage:In welchem Zusammenhang steht dieser Vers?

Deshalb erst einmal etwas Theorie:

Der Monatsspruch für den Monat August steht im ersten Buch des Johannes. Dieser Brief soll die Leserinnen und Leser in ihrem Glauben stärken. Und so werden viele Ermahnungen und theologische Schlussfolgerungen aneinander gereiht.

Aber es stehen in diesem ersten Brief eben nicht nur Dinge, die man tun muss, sondern es geht auch um die Liebe. Und so findet man dort eben den Spruch: „Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm“.

Das klingt nun erstmal alles sehr theoretisch. Aber was bedeutet es nun für uns? Für jeden Einzelnen?

Eigentlich ist es ganz einfach erklärt: Wir sollen unseren Nächsten lieben. Eben nicht nur Gott, sondern auch unsere Mitmenschen.

So gesehen ist es schonmal etwas leichter verständlich. Aber geht das überhaupt so einfach? Woher weis ich, wie ich meinen Nächsten lieben soll? Denn es geht hier nicht nur um die Liebe zwischen Mann und Frau, sondern, das man liebevoll und eben auch respektvoll mit allen Menschen umgeht.

Auch da hilft uns Johannes, wenn er sagt: Und Gott bleibt in ihm.

Wir sind nicht allein. Gott legt immer wieder seine Liebe in uns. Wenn wir eben, und auch daran will uns der Text erinnern, offen für Gottes Liebe sind. Das ist manchmal gar nicht so leicht. Wenn die Alltagssorgen so groß sind, dass man gar keinen anderen Gedanken Raum schenken kann. Gott keinen Raum mehr einräumt im Alltag.

Aber, so Johannes, wenn wir uns wieder öffnen, eben wenn wir in Gottes Liebe bleiben, dann haben wir auch die Liebe für unseren Nächsten. Wissen aus unserem Herzen und Gottes Liebe heraus, wie gelebte Nächstenliebe funktioniert.

Und so wünsche ich uns allen, dass wir wieder mit offenen Augen und Herzen durch diesen so sommerlichen Monat August gehen. Mit Gott an unserer Seite und seiner Liebe.

Ihre Manuela Schmidt

Spechtsbrunner Konzert- und Theatersommer

Ein abwechslungsreiches Programm war am Wochenende des 23. und 24. Junis rund um die Spechtsbrunner Kirche geboten.

Bereits am Samstag, dem 23.06.2018, fand in der Matthäuskirche ein Konzert mit der Band A‘N‘T statt. Trotz Fußball-Weltmeisterschaft, Sonnenwendfeuer in den Orten der Umgebung und relativ kühlen Temperaturen fanden auch einige Gäste den Weg in die Kirche und wurden mit einem tollen Konzert belohnt.

A‘N‘T – das sind die beiden Musiker Ace Griffin und Torsten Bäring, die auch bei Cornamusa und den Rocktigers mitspielen. In dem anderthalbstündigen Programm konnten die Besucher ihr breites Spektrum erleben. Das Repertoire reichte vom Rennsteiglied über das bekannte Halleluja von Leonhard Cohen, schottischen und irischen Lieder bis hin zu Nothing else matters von Metallica. Auch an Musikinstrumenten kam Etliches zum Einsatz: Gitarre, irische Flöte, Dudelsack, Tamburin und auch die Spechtsbrunner Orgel. Alle Besucher fanden am Ausgang durchweg lobende Worte.

Einen Tag später, am 24.06.2018, gab es dann das nächste Highlight. Pünktlich um 14.00 Uhr ertönten die Glocken der Kirche und läuteten damit den Beginn des nächsten Theaterstücks aus der Feder von Günther Schmidt ein: „Wachtmeister Heinrich und die Martinsgans“. Wie schon zum Luther-Theater im vergangenen Jahr gestaltete Günther auch in diesem Jahr wieder die Kulissen.

Aufgeführt wurde das heitere Stück von der Neuen Tettauer Theatergruppe. Inhaltlich drehte sich alles um den Spechtsbrunner Wachtmeister Heinrich, der in der dörflichen Idylle von Spechtsbrunn zur Kaiserzeit geradezu sehnsüchtig auf einen neuen Fall wartet. Erst passierte nichts, doch dann überschlugen sich nahezu die Ereignisse und ein munteres Ermitteln um eine verschollene Schnupftabakdose und eine gestohlene Martinsgans begann.

Der ehemalige Tettauer Bürgermeister Hans Kaufmann schlüpfte dabei in die Rolle des Pfarrers und Ärztin Ines Pechtholds in die Rolle der Frau des Wachtsmeisters. Zwischen den drei einzelnen Akten sorgte die Bochbicher Gaudi-Musik für die musikalische Umrahmung.

Die zahlreichen Gäste konnten sich im Anschluss bei Bratwürsten stärken, die wie schon am Tag zuvor vom Heimat – und Tourismusverein Oberland e.V. verkauft wurden. Für Kaffee und Kuchen sorgte das Gasthaus Peterhänsel, in dem der neue Besitzer Björn Greiner mit seiner Familie und Angestellten für das leibliche Wohl sorgten.

Die Kirchgemeinde Spechtsbrunn / Hasenthal möchte sich an dieser Stelle stellvertretend bei allen bedanken, die das Theaterstück wieder zu einem gelungenen Ereignis in unserem Ort gemacht haben: Allen voran sei vor allem Günther Schmidt wieder für seine tolle Idee, die wunderbare Geschichte und die eindrucksvollen Kulissen von Herzen gedankt! Ein weiterer Dank gilt der Neuen Tettauer Theatergruppe um Ines Pechtold, die uns wieder in professioneller und ansprechender Weise unterhalten haben. Vielen Dank auch an die Musiker der Bochbicher Gaudimusik für die tolle musikalische Umrahmung! Daneben danken wir der Familie Björn Greiner, Volkmar Büttner und Birgit Kramer-Büttner, Maik Wagner sowie Peter Schneider für die Bewirtung der Gäste sowie die Unterstützung bei der Besorgung der Sitzgelegenheiten. Natürlich bedanken wir uns auch sehr herzlich bei allen Gästen aus nah und fern, die das Theaterstück besuchten und mit Applaus sowie einer kleinen Spende honorierten.

Dank der guten Zusammenarbeit konnten wir wieder ein tolles Ereignis auf die Beine stellen!

Gemeindekirchenrat Spechtsbrunn / Hasenthal

DSCF9114 DSCF9089 DSCF9083

Gedanken zum Monatsspruch Juli

 Säet Gerechtigkeit und erntet nach dem Maße der Liebe! Pflüget ein Neues, solange es Zeit ist, den HERRN zu suchen, bis er kommt und Gerechtigkeit über euch regnen lässt!
Hosea 10,12

Haben Sie im Frühjahr etwas in Ihren Gartenboden ausgesät? Dann ist es sicherlich längst aufgegangen. Sie sind sicher ein umsichtiger Gärtner. Der Trockenheit der letzten Wochen konnte man nur trotzen, wenn die jungen zarten Pflänzchen täglich bewässert wurden. Wer zählt da schon die Kannen, die tagtäglich zu schleppen sind. Aber wenn wir jetzt aus dem Fenster in unseren Garten schauen hat es sich doch gelohnt, denn aus den Minipflänzchen sind schon kräftige Gemüse- und Blumenpflanzen geworden. Ich freue mich immer über mein „Biogemüse“ und ich mag die bunte Blumenpracht und das Summen und Schwirren der Bienen, Hummeln und Schmetterlinge.

Säen und ernten und immer wieder von Neuem beginnen- seit Jahrtausenden ist das ein Symbol für den immerwährenden Kreislauf in unserer Welt. Und es ist nicht nur symbolisch gemeint, sondern spiegelt sich in unserer täglichen Arbeit. Ohne die Mühe des Beginnens, ohne den Mut, immer wieder neu anzufangen, wird am Ende nichts herauskommen.

In der Bibel wird das Gleichnis vom Sämann erzählt. Jesus erzählt den Menschen, die sich um ihn versammelt haben, wie sich Gottes Wege mit uns gestalten. Da geht einer auf seine  Acker und streut das kostbare Korn, das die Familie sich vom Mund abgespart hat, großzügig und mit vollen Händen aus. Er streut und streut und er hat keinen Einfluss darauf, wohin das Korn fällt. Dann pflügt er das Ganze ein, denn das war die übliche Vorgehensweise. Später muss er feststellen, dass nur ein kleiner Teil des Samens aufgegangen ist, Wurzeln fasst, gedeiht und Frucht bringt. Ein großer Teil seiner Mühe war vergeblich, denn es fiel ein Teil des Samens auf steinigen Boden. Die Pflanzen fanden keinen Halt. Ein Teil fiel auf Boden, auf dem schon Dornenbüsche und Unkraut zu wachsen angefangen haben. Schnell erstickten die jungen Pflänzchen. Ein anderer Teil landete auf der Straße, wo  es zur leichten Beute der hungrigen Vögel wurde.

Jesus sagt, so wie der Samen des Sämanns, so ist es mit Gottes Wort. Dort, wo Gottes Wort angenommen wird und nach Gottes Willen gefragt wird, da wird das Leben ein gutes Ziel finden.

Auch wir sollen guten Samen säen. Dazu zählt auch die Gerechtigkeit, von der der Prophet Hosea im Monatsspruch redet. Jeder Mensch, jedes Geschöpf hat ein Recht auf Leben. Lassen wir das noch gelten? Oder stimmen wir dem Ellenbogenprinzip in unserer Gesellschaft zu. Sichern wir unseren eigenen Vorteil, geben wir unseren Karrierechancen ein Übermaß an Aufmerksamkeit, greifen wir zu wenn Macht und Ruhm sich für uns anbieten, oder verzichten wir zugunsten des Menschen neben uns. Können wir stattdessen vielleicht die guten Gaben, die wir täglich ohne unser Zutun bekommen sehen und dankbar sein? Können wir jubeln und uns freuen und dankbar sein gegenüber dem Schöpfer dieser Welt und können wir das weiter geben an die Menschen, die uns im Alltag begegnen?

Manchmal im Leben gibt es Tage, da wird etwas „Neues“ beackert. Da geschieht etwas, da wird mit Hoffnung gesät. Wir haben das am 10. Juni 2018 in unserer Matthäuskirche erlebt, als zwei Kinder getauft wurden – Yuna Mittmann aus Spechtsbrunn und Finn Baumfelder aus Steinach. Ein vertrauensvoller Anfang, eine grenzenlose Hoffnung, ein Weg der alles überwinden kann.

Das möge Gott den beiden Kindern und uns allen schenken.

Es grüßt Sie herzlich und wünscht eine schöne Sommerzeit

Ihre Uta Baumfelder

Gedanken zum Sonntag

Liebe Gemeinde,

der erste Sonntag des Jahres 2015 ist zugleich der zweite Sonntag nach dem Christfest. Dieser Tag beleuchtet die Jugend Jesu. Im Evangelium (Lukas 2, 41-52) heißt es, dass der 12-jährige Jesus im Tempel nicht nur seine Eltern erschreckt , sondern auch Bewunderung unter den Gelehrten des Volkes Israel hervorruft, als er Gott seinen Vater nennt. Jesus zeigt damit deutlich, dass er Gottes Sohn ist, der Vollmacht hat, den Willen Gottes zu verkünden. Es fällt nicht leicht, sich vorzustellen, dass der alles umfassende Gott zu uns als einer von uns kommt.  Aber durch Jesus Christus zeigt uns Gott, wie nahe er uns kommt und wie er uns im Leben begleitet. Darüber dürfen wir uns in den weinachtlichen Freundenszeit glücklich wissen und daran dürfen uns an diesem Sonntag erinnern.

„Guter Gott,

nach den vielen Festtagen geht es wieder auf den Alltag zu. Hilf uns, Deine Nähe zu uns im Herzen zu bewahren. Lass uns mit neuem Schwung alle Aufgaben wieder anpacken. Und öffne uns die Augen, wann es Zeit ist, nicht wie gewohnt weiter zu machen, sondern unseren eigenen, vielleicht auch ungewöhnlichen Weg zu suchen,umso unserer Sehnsucht nach Leben zu folgen. Zeige uns, was uns möglich ist, als Deine Töchter und Söhne. Bestärke unsere Liebe zu dir, zu den Menschen, mit denen wir leben und zu uns selbst. Bestärke unseren Mut, Herausforderungen anzunehmen, Auseinandersetzungen zu riskieren für das, was uns wichtig ist. Gib uns offene Augen für die Menschen um uns und das, was wir tun und leisten können, dass auch andere gut leben können. Belebe unsere Kirchengemeinden und Kirchen, dass wir den frischen Wind zulassen können, den die Jungen durch ihre Fragen mitbringen. Belebe deine Kirche weltweit, dass sie sich klar und entschieden für das Leben einsetzt, auch wenn sie damit anecken könnte. Belebe und ermutige die Verantwortlichen in politischen Ämtern weltweit, dass sie auch unbequeme Entscheidungen wagen, die die Schwachen stützen und Leben bewahren helfen! Amen“

von Pfarrerin Eva-Maria Bachteler

Kommen Sie, kommt gut in das neue Jahr!

The track phone number phonetrackingapps.com/ game goes up to the ten times table and has a final level called mix that has a combination of multiplication problems

Einladung

Wachtmeister Heinrich und die Martinsgans - Plakat-page0001

The college also ranked for veterans online bachelor’s programs, as well as multiple https://writemyessay4me.org/ other non-usnwr rankings for online degree programs

Gedanken zum Monatsspruch Juni 2018

Vergesst die Gastfreundschaft nicht; denn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, Engel beherbergt.
Hebräer 13,2

Liebe Schwestern und Brüder,

sind wir eigentlich noch gastfreundlich in unseren Orten hier oben am Rennsteig? Diese Frage kam mir in den Sinn, als ich die Aufforderung des Apostel Paulus an die Hebräer las, die uns als Monatsspruch für den Juni mitgegeben ist. Ich denke, viele würden jetzt durchaus selbstbewusst mit einem Ja antworten. Besuch empfängt man schließlich gern, man zeigt, was man hat und freut sich über die Abwechslung. Jahrelang kann man oft von solchen Erinnerungen zehren. Die Vereine in unseren Orten organisieren auch jede Menge Feste und Veranstaltungen, zu denen immer wieder gern Besucher aus umliegenden Orten und von weiter entfernt kommen. Erst kürzlich konnten wir Schülerinnen und Schüler aus der Musikschule Sonneberg in unserer Kirche begrüßen, die uns ein buntes Musikprogramm boten und sich sehr freuten, einmal in unsere wunderschöne Matthäuskirche zu kommen. Vor und nach dem Konzert boten wir allen Gästen Kaffee und Kuchen an, den fleißige Bäckerinnen aus unserem Ort gebacken hatten. Herzlichen Dank an dieser Stelle für diesen Dienst! Auch zu Himmelfahrt besuchten zahlreiche Geschwister aus unseren fränkischen Nachbarorten den gemeinsamen Gottesdienst und aßen anschließend leckeren Kuchen und belegte Brötchen von Dolores. In Spechtsbrunn und Hasenthal zeigt man sich also bisweilen gern gastfreundlich.

Aber ist das wirklich so? Besuch macht schließlich auch viel Mühe. Ist er angekündigt, hat man Tage vorher Stress mit den Vorbereitungen – Putzen, Backen oder Kochen. Kommt er hingegen überraschend, so ist es bisweilen unangenehm, nichts Richtiges anbieten zu können oder nicht aufgeräumt zu haben. Größere Feste müssen sogar aufwendig vorbereitet werden. Umso ärgerlich ist dann manchmal, wenn nur wenige Besucher vor allem aus unseren eigenen Orten kommen. Viel Mühe geben sich die Veranstalter, um Gastfreundlichkeit zu beweisen und bereiten liebevoll alles vor. Sie zeigen, dass Spechtsbrunn und Hasenthal durchaus gastfreundlich sein können – nur die eigenen Dorfbewohner verweigern sich dann dem offenen Austausch mit den meist von außerhalb kommenden Gästen. Vielleicht ist ihnen der Tumult zu viel, vielleicht das Gebotene bei der Fülle an Möglichkeiten zu wenig? Vielleicht ist es auch eine Thüringer Eigenheit und gerade von den Menschen dieser Region, recht sparsam mit Freundlichkeit und gar Gastfreundlichkeit umzugehen.

Dabei haben wir eigentlich allen Grund zur Freude und Dankbarkeit. Wir haben wieder und immer noch zwei Gasthäuser in unserer Nähe und auch Privatpersonen vermieten an Gäste. Das lockt durchaus zahlreiche Besucher in unsere Orte. Menschen aus aller Welt, die in unsere kleinen Orte kommen und uns kennen lernen wollen. Oftmals wissen sie eher zu schätzen, was wir hier immer noch haben- trotz mancher immer noch ärgerlichen Entwicklung.

Unsere vielen Veranstaltungen bieten uns immer wieder die Möglichkeit, mit anderen Menschen ins Gespräch zu kommen, mal etwas anderes zu sehen, zu hören, sich einfach auszutauschen. Wenn man dann die Freude mancher Besucher, ob Wanderer auf dem Rennsteig oder Pilger auf der Via Porta, über ein freundliches Gespräch oder einen Moment Zeit erlebt, kann man durchaus den Eindruck bekommen, dass Gastfreundschaft viel zurück gibt und einen beschenkt. Manche Begegnung wirkt dann durchaus wie eine Begegnung mit einem Engel, wie es Paulus schreibt. Da wäre es doch fatal, sich dieser Möglichkeit zu berauben und sich der Gastfreundschaft zu verweigern. Was, wenn z.B. eine große Persönlichkeit mal Halt bei uns macht oder sogar Jesus selbst und wir ihn dann die Türen nicht öffnen? Hören wir lieber auf Paulus und seien wir weiterhin gastfreundlich!

Auch im Juni haben wir dazu vielfach Gelegenheit. So startet der Monat mit einem Gottesdienst zur Jubelkonfirmation. Ein freudiges Ereignis, bei denen alle an der Freude der Jubilare teilhaben können und herzlich zum Gottesdienst eingeladen sind – wie übrigens immer alle Interessierten zu den Gottesdiensten und Bibelabenden eingeladen sind. Mitte des Monats (16.06.) können wir dann eine Künstlerin aus Berlin zu einem Abendkonzert in unserer Matthäuskirche begrüßen, die uns die Musik ihrer hebräisch-spanischen Heimat vorstellt. Eine Woche später wird schließlich zum Backhausfest mit einem neuen Theaterstück aus der Feder unseres Günthers eingeladen. Nach dem Erfolg im vergangenen Jahr wieder eine wunderbare Sache!

Helfen kann man dabei immer gern. Wenn mehr Personen an der Gastfreundschaft unserer Orte mitwirken, wird es für alle leichter und die Freude vervielfacht sich.

In diesem Sinne fühlt Euch bitte zu allen Terminen herzlich eingeladen, gern auch zum Helfen und kommt gut durch den Sommer!

Chris Schönefeld

These online programs serve students in https://pro-essay-writer.com/ 20+ countries, including the u

Predigt zu Trinitatis 2018 in Haselbach

Epheser1,3-14

Gnade sei mit euch und Friede von Gott unserem Vater und unserem Herrn Jesus Christus. Amen

Liebe Gemeinde!

Heute am Trinitatissonntag haben wir einen Predigttext, der es im wahrsten Sinn des Wortes in sich hat. Da schreibt einer ein Grußwort an liebe Freunde in der Ferne, aber es wird mehr daraus, als man für gewöhnlich scheibt, um sich in Erinnerung zu halten und ein Lebenszeichen zu senden.

Da schreibt einer sein Vermächtnis an diejenigen, die er einst für das Evangelium Jesu Christi begeistern konnte.

Da scheibt einer mit glühenden Herzen und man spürt, es muss ihm unendlich wichtig gewesen sein.

Dem Apostel Paulus überlassen wir jetzt das Handlungsfeld:

Rom im Jahre 55 nach Christus. Es ist kalt und dunkel im Verlies. Der Tag ist wie die Nacht und die Nacht ist wie der Tag. Paulus fühlt es, dass ihm nicht mehr viel Zeit bleibt. Er spürt seine körperliche Schwäche jeden Tag und jede Nacht. Sein ganzer Körper zittert vor Entbehrung und Schmerzen. Aber sein Wille ist ungebrochen. Sein ganzes Leben zieht an ihm vorbei. Seit Damaskus damals lebt er anders. Damals als Christus ihm erschien: „Saulus, Saulus, warum verfolgst du mich?“ Als er krank und blind darnieder lag bei den Brüdern in der Stadt. Als der Heilige Geist über ihn kam. Zu den Heiden in Kleinasien, in Griechenland und nach Rom ist er gekommen. Nie hat er sich geschont. Der auferstandene Christus stand ihm immer vor Augen. „Christus ist mein Leben und Sterben mein Gewinn“, so bekennt Paulus.

Paulus ringt mit sich. Er ist gefangen und trotzdem fühlt er eine grenzenlose Freiheit.

Freunde haben ihm Pergament und Schreibzeug verschafft. Den Brüdern und Schwestern in Ephesus gilt seine Sorge. Er hat sie für den Glauben an Jesus Christus begeistern können und hat sie getauft. Regelrecht nachgelaufen sind sie ihm. Alles war neu für sie und großartig. Nun aber muss sich ihr Glauben im Alltag bewähren.

Aber können sie seine Worte im Herzen bewahren und danach leben? Paulus weiß, dass die Bewährung eine harte Probe ist. Nicht jeder wird da bestehen.

Er muss ihnen unbedingt von Gottes großem Plan berichten. Gottes Heilsplan, so scheint ihm, muss festgehalten und an alle weiter gegeben werde. Es ist so wichtig für das Evangelium von Jesus Christus.

Paulus schwirren immer wieder die gleichen Worte durch den Kopf. Immer wieder hämmerte es in ihm:

Gesegnet– Erwählt – Erlöst –  Erfüllt

Und er spürt den Drang, das Vermächtnis seines Lebens in einem Brief an die Epheser zu senden. Und mit zitternder Hand beginnt er zu predigen.

Hören wir noch einmal auf seine Worte, die eine Lektorin aus Halle bei unserem Predigtkurs im April in gereimte Verse gebracht hat:

Gelobt sei Gott, er gab uns seinen Segen durch Christus all auf unserm Wegen.

Durch seine Liebe sind wir neu geboren, als seine Kinder Nachfolger Christi geworden.

Begnadigt durch seine Vergebung, erfuhren wir durch Christi Blut Erlösung.

Liebe, Weisheit, Klugheit sind Gottes Gaben, die wir durch sein göttliches Geheimnis erfahren haben.

Wir sind Nachfolger und Erben des Herrn, und wollen allein auf seinen Ratschluss hörn.

Was wir in seiner guten Nachricht finden, darauf wollen wir unser Leben gründen.

Der Geist des Herrn wird uns begleiten hier, damit wir auf ewig immer Lob singen dir.

Liebe Gemeinde!

Gott schenkt uns seinen Segen durch Jesus Christus. Das sagt sich leicht dahin. Aber wir sollten sehen, dass Gottes Segen etwas ganz Entscheidendes in unserem Leben ist. In unserer Taufe haben wir Gottes Zusage erhalten, dass er uns als seine Kinder annimmt und unsere Wege begleitet. Gesegnete Wege gewissermaßen, auch wenn wir das nicht immer so sehen können.

Gesegnete Wege führen zum Ziel, auch über steinige Wegstrecken, über schier unüberwindbare Gipfel und durch dunkle, furchterregende Täler.

Ihr seid die Gesegneten Gottes, sagt Paulus. Ihr habt durch Christus, den ihr als euren Herrn bekennt, Anrecht an Gottes Gaben.

Gott ist grenzenlose Liebe. Und warum hat es seine Liebe zu unendlich schwer? So müssten wir uns fragen. Unsere Gesellschaft möchte sich nur allzu gern das Leben ohhne Gott gestalten. Tendenz steigend!

Gott ist unbequem geworden. Es geht ohne ihn – so hat es meine Generation gelernt. Schließlich wird Gott vergessen, weil keiner mehr den Glauben der Väter und Mütter erlebt. Das ist unser Problem und es scheint mir auch das Problem in unserer Gemeinde zu sein, wenn ich in unsere kleine Runde schaue. Wer Gott nicht mehr sucht und ihm begegnen möchte, kann die tiefen Erfahrungen eines gesegneten Lebens nicht mehr machen.

Andererseits sollten wir doch jedem zurufen: Du bist auch ein Erwählter Gottes. Gott hat einen Plan mit dir. Klingt das nicht spannend? Wenn der allmächtige Gott, der Himmel und Erde und alle Geschöpfe dieser Erde geschaffen hat, für mich einen Lebensplan entworfen hat!

Ich bin kein Zufallsprodukt, das im Augenblick der Zeugung durch meine Eltern entstanden ist. Gott hat mich so gewollt, so wie ich bin. Das ist manchmal nur schwer auszuhalten. Denn wer akzeptiert sich schon voll und ganz. Meine Schwächen und meine Unvollkommenheit möchte ich schon manchmal gern loswerden. Meine Lebenssituation belastet mich eher, als das ich sie annehmen kann. Klagen und jammern helfen da oft nicht.

Für Paulus ist die Tatsache erwählt zu sein, sein größter Trost und seine große Gewissheit. Für ihn ist das Grund, Gott zu loben und zu preisen. Paulus geht sogar noch einen Schritt weiter und sagt: Gott hat uns erwählt, noch bevor er der Erde Grund gelegt hat. Das heißt ja, Gott hat dich und mich geplant, viel eher als ich überhaupt gezeugt wurde. Du und ich, wir sind etwas Besonderes. Etwas Großartiges. Etwas aus Gottes Plan. Wow!

Dann sollten wir aber auch nicht gering von uns denken oder von dem Menschen neben dir. Gott liebt dich und den anderen ebenso. Dabei Er schenkt sich uns und er will uns Anteil haben lassen an der himmlischen Welt. Das gilt für das Heute hier auf Erden und für die Ewigkeit. Gottes großer Plan besteht darin, dass am Ende Himmel und Erde zusammen kommen und zu Christus gehören.

Diejenigen aber die schon jetzt zu Christus gehören, können glücklich sein. Denn sie sind Gottes besondere Geschöpfe. Das dürfen wir ruhig auch mal durchbuchstabieren. Etwas Besonderes zu sein, behagt ja nun nicht immer. Und meist erleben wir das Gegenteil, dass Christen sind unbeliebt sind. Anderswo verfolgt und geächtet werden.

Wir erleben uns als Minderheit. Wir haben unsere eigenen Ansichten und Lebensstile. Wir können mit dem allgemeinen Strom nicht mitschwimmen.

Aber wer zu Christus gehört, sollte mit erhobenen Haupt durch  das Leben gehen und mit großer Gelassenheit. Denn wir leben in der geheimnisvollen Gegenwart unseres Gottes. Ich kann meine Sorgen und Ängste Gott anvertrauen, nicht nur klagen, sondern darauf vertrauen, dass er sich meiner Probleme annimmt. Ich kann Gottes Gegenwart erleben! In Gottes Gegenwart werden meine Sorgen und Ängste vielleicht nicht mehr ganz so wichtig. Mit dem Trost, den ich erfahre, dass ich aufgehoben bin und bewahrt werde, kann ich gelöster, lockerer und vor allem fröhlicher leben.

Und solche Fröhlichkeit sollte durchaus andere anstecken. Das sollten alle, denen ich täglich begegne, an mir auch sehen können. Denn wenn ich mich in dem Kraftfeld Christi bewege, werde ich verändert. Gott spiegelt sich in meinem Leben und ich selbst kann Gott vor den Menschen, die mir begegnen, bezeugen. Einfach so mit meinem Leben. Der Heilige Geist wirkt durch mich hindurch. Ich selbst werde in den Heilsplan Gottes mit hinein genommen. Gottes Botschaft wird in die Welt getragen durch mich schwachen, mutlosen, verachteten, unscheinbaren Menschen.

Paulus ist am Ende angekommen. Atemlos legt er die Feder zur Seite. Er hat das erste Kapitel des Epheserbriefes in einem Satz geschrieben. Atemlos schwingt sich in ihm eine tiefe Freude auf.

Gepriesen sei der dreieinige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

Amen.

Potential career roles for program graduates include resources management trainee, marketing trainee, human resources, sales, director of communications, public relations, media relations, corporate, private business, and marketing supervisor

Gedanken zum Monatsspruch Mai 2018

Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.
Hebräer 11,1

Manch einer mag sich schon oft die Frage gestellt haben: Wie ist das nun mit dem Glauben? Christen glauben an Gott. Aber den kann man nicht sehen, nicht hören. Den Glauben an ihn kann man auch nicht so wirklich mit wissenschaftlichen Worten erklären.

Wie kann man sich das nun vorstellen, das da etwas ist, was uns trägt, was uns Kraft gibt, aber doch nicht sichtbar ist?

Ich habe mir da länger Gedanken gemacht. Und mir fiel dann ein Bild ein, dass wohl der Eine oder andere jetzt im Frühjahr von sich selbst oder Bekannten kennt:

Man säht jetzt Samen aus. Entweder für Blumen, Sonnenblumen oder Studentenblumen zum Beispiel. Oder für Tomaten – oder Salatspflanzen. Etwas später dann vielleicht Bohnen, Möhren usw. Und aus dieser Pflanze entwickelt sich dann im Boden, für uns erstmal nicht sichtbar, eine Pflanze.

So ähnlich ist das mit unserem Glauben. Irgendwann in unserem Leben haben wir vielleicht Menschen getroffen, die uns ganz aus ihrem Herzen von ihrem Glauben erzählt. Oder im Religionsunterricht haben wir gemerkt, dass da etwas ist. Vielleicht hatte der eine oder andere auch ein Erlebnis, was ihn nicht loslies.

Und dann entwickelt sich unser Glaube. Durchs Lesen in der Bibel, durch Gespräche, durch abendliche Gebete, den Gottesdienstbesuch, wo man Gemeinschaft spürt.

In einem Text habe ich Folgendes gefunden, zu dem, was Glauben bewirkt, ich möchte das gerne mit Ihnen teilen:

  • Vertrauen – der Glaube lässt uns in schwierigen Umständen auf Gott vertrauen, der über allem steht.

  • Ausharren – der Glaube bewirkt in uns, dass wir in den Umständen bleiben, anstatt aus ihnen auszubrechen.

  • Hoffnung – der Glaube lässt uns fest auf das hoffen, wovon Gott einmal gesagt hat, dass es eintreffen wird.

  • Gemeinschaft – der Glaube drängt uns, nicht mir unserer Errettung zufrieden zu sein, sondern die Gemeinschaft mit Gott zu suchen.

  • Gehorsam – der Glaube lässt uns gehorsam, ohne Wenn und Aber, auf sein Wort hin handeln und überlässt dabei die Konsequenzen davon Gott.

  • Gottesfurcht – der Glaube lässt uns davor zurückschrecken, etwas zu tun, was Gottes Heiligkeit widerspricht.

  • Gottseligkeit – der Glaube bringt uns dazu, Gott freimütig in alle Dinge hineinzuziehen.

  • Zeugnis – der Glaube lässt uns freimütig vor der Welt auftreten und vor ihr von Gnade und Gericht reden.

Ihre Manuela Schmidt

Established in 1909 as first district agricultural school, asu’s 1,376-acre campus is located in jonesboro, arkansas, about 69 miles https://pro-academic-writers.com/ northwest of memphis, tennessee

Monatsspruch April

Jesus Christus spricht: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.

Joh 20,21

Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden. Noch heute grüßen sich Christen in aller Welt mit dieser Freudenbotschaft. Christus hat die Macht des Todes und seine Schrecken gebrochen. Gott hat ihn auferweckt aus dem Tod.

Ist denn das zu fassen, was da geschehen ist am dritten Morgen nach der Kreuzigung? Die Schrecken, die Angst, die furchtbare Dunkelheit – die Jünger haben sich versteckt, die Türen verrammelt. Alles scheint zu Ende zu sein. Welchen Sinn soll das Leben noch haben? Sie fühlen sich schwach, unfähig etwas zu tun. Sie sind wie verlassene kleine Kinder. Jesus ist tot. Ihr Meister, dem sie gefolgt waren, weil er sie berufen hatte und weil er ihr Leben von Grund auf umgekrempelt hatte.

Und plötzlich steht Jesus an diesem Ostertag im Raum. Er war tot und steht nun lebendig inmitten seiner Jünger und spricht: „Friede sei mit euch!“

Wo ist da etwas zu begreifen in dieser Situation? Vielleicht gar nicht! Aber die unbändige Freude der Jünger, die lässt sich schon nachempfinden. Der auferstandene Jesus tritt zur Tür herein und plötzlich muss die Dunkelheit einem wunderbaren Licht weichen. Die ganze schwere Last fällt ab und alles wird leicht und froh. Die Jünger freuen sich. Diese Freude ist ein ganz starkes Gefühl. Vielleicht haben sie Tränen gelacht vor Freude. Vielleicht haben sie in die Hände geklatscht, so wie Kinder das tun, wenn sie etwas Schönes erfahren.

Später hat sich ein schöner Brauch in der Kirche daraus entwickelt, das Osterlachen. Der Pfarrer brachte in seiner Predigt die Menschen zum herzhaften Lachen: Lachen gegen den Tod, lachen für das Leben.

Die Freude bleibt, denn Jesus gibt den Jüngern sein Sendungswort mit auf den Weg. Er, der von Gott auf diese Erde gesandt wurde, um den Menschen den liebenden Vater ans Herz zu legen, um die Menschen zu erlösen von der Sinnlosigkeit ihres Tuns, um die Menschen glücklich zu machen, der gibt nun den Jüngern Auftrag und Vollmacht, sein angefangenes Werk auf Erden fortzusetzen.

Jesus sendet die Jünger, Jesus sendet uns heute. Er sendet uns aus, damit jeder von uns mit der ihm eigenen Kraft und den gegebenen Möglichkeiten Gottes Wort und seine Liebe zu den Menschen bringt.

Keiner braucht sich dabei zu ängstigen, denn Jesus selbst ist da und begleitet uns.

Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden. Lassen Sie in dieser österlichen Zeit solche Freude in ihr Herz.

Lachen und sich freuen können kann helfen, den Blick hoffnungsvoll nach vorn zu richten. Jesus Lebt und so werde ich auch mit ihm in der Ewigkeit leben.

Mit österlichen Grüßen

Ihre Uta Baumfelder

Umuc is https://justbuyessay.com/ based in adelphi, maryland, about 9 miles approximately northeast of washington, dc

Predigt am Sonntag Palmarum am 25. März 2018 in Spechtsbrunn über Jesaja 50,4-9

Gnade sei mit euch und Friede von Gott unserem Vater und unserem Herrn Jesus Christus. Amen

Liebe Gemeinde!

Warum seid ihr heute Morgen eigentlich hier her gekommen? Ich kann mir gut vorstellen, dass jeder von euch noch andere Dinge zu erledigen hätte. Außerdem war es auch nötig rechtzeitig aufzustehen, alle Dinge zu ordnen und sich innerlich und äußerlich zu rüsten und auf den Weg zu machen.

Ganz schön viel für einen geruhsamen Sonntagmorgen. Man könnte ja jetzt um diese Zeit auch noch mit der Familie am Frühstückstisch sitzen – ausgedehnt essen und plaudern. Ich selbst finde das immer ganz toll nach einer langen Arbeitswoche.

Nun sind wir aber trotzdem zusammen gekommen, weil das gemeinsame Feiern des Gottesdienstes, das Beten, Singen und das Hören auf Gottes Wort für uns lebensnotwendig ist.

Ich hoffe, dass ihr heute Morgen gut aufgewacht seid, dass quälende Gedanken der Nacht oder unangenehme Träume im Morgenlicht verflogen sind. Ist doch jeder neue Tag und jeder Morgen ein Geschenk, das angenommen und dankbar ausgepackt werden will.

In einem Morgenlied aus unserem Gesangbuch heißt es: „All Morgen ist ganz frisch und neu, des Herren Gnad und große Treu, sie hat kein End den langen Tag, drauf jeder sich verlassen mag.“

Und Jochen Klepper bringt es auf den Punkt mit seinem Liedtext: „Er weckt mich alle Morgen, er weckt mir selbst das Ohr. Gott hält sich nicht verborgen, führt mir den Tag empor. Dass ich mit seinem Worte, begrüß das neue Licht. Schon an der Dämmrung Pforte ist er mir nah und spricht.“

Gott spricht! Gott spricht zu dir und mir. Er hat zu Jesus gesprochen und zu den Propheten.

In unserem Predigttext heute redet der Prophet Jesaja davon, auf Gottes Wort zu hören und es zu den Menschen zu bringen auch trotz Anfeindungen und persönlicher Nachteile.

Dieser Jesaja, von dem hier die Rede ist, lebte in Babylon zur Zeit des jüdischen Exils, weit weg von der eigentlichen Heimat in der Verbannung, so wie viele deportierte Israeliter. Heimat los waren sie in der Fremde. Manche hatten sich längst eingerichtet in den neuen Verhältnissen, andere hielten die Sehnsucht aufrecht. Auch die Hoffnung, dass Gott sein Volk Israel noch immer liebt und eines Tages einen Neuanfang starten wird.

Einer dieser Hoffnungsträger war der sogenannte Deuterojesaja, der unermüdlich und gegen allen Augenschein von dem liebenden Gott spricht, der sein Volk und darüber hinaus die ganze Welt retten wird. Für die Juden in der Verbannung war das eine ungeheuere Botschaft. Für sie existierte Gott im Tempel in Jerusalem, niemals aber in der Fremde und schon gar nicht für alle Menschen dieser Erde.

Im Neuen Testament wird dieser Jesaja oft zitiert und Jesus bezieht sein Wirken und seine Sendung immer wieder aus diesen Schriften.

In unserem Predigttext hören wir in den Versen 4-5:

„Gott der HERR hat mir eine Zunge gegeben, wie sie Jünger haben, dass ich wisse, mit den Müden zu rechter Zeit zu reden. Er weckt mich alle Morgen; er weckt mir das Ohr, dass ich höre, wie Jünger hören. Gott der HERR hat mir das Ohr geöffnet. Und ich bin nicht ungehorsam und weiche nicht zurück.“

Jesaja sagt, wenn ich ein Jünger, also ein Schüler des Herrn sein möchte, muss ich zuerst darauf hören, was Gott zu mir sagt. Ich muss sehr genau zuhören, nüchtern und konzentriert sein. Ich muss Gottes Wort wortgetreu wiedergeben können, denn es ist sein Wort. Ich bin Gottes Werkzeug. Durch mich kommt es zu den Menschen.

Und das ist wichtig, denn es warten viele darauf. Da sind die Müden, die sich verbraucht haben, vielleicht auch aufgeopfert haben in ihrem Leben und die nun zusehen, wie andere die Früchte ihrer Arbeit ernten. Da sind die Verzweifelten, die einst mit großem Engagement an ihr vorgestecktes Ziel gegangen sind und es nie erreichen konnten. Da sind die, die sich abgefunden haben mit allem, was um sie herum geschieht und die nur noch funktionieren.

Jesus hat immer wieder im Gebet Gottes Nähe gesucht. Was er zu sagen hat, das redet er nicht von sich aus, sondern es ist sein Vater, der sein Werk tut.

Aber es ist oft schwierig, tröstende und aufmunternde Worte zu sagen. Und weil wir wissen, dass die gute Botschaft nur allzuoft schlecht ankommt, machen wir gern einen Rückzieher. Wer von uns erzählt schon am Montagmorgen den miesepetrig dreinschauenden Kollegen von den guten Gedanken, die er aus dem Sonntagsgottesdienst mitgenommen hat.

Genau so schwierig ist es, Versöhnung und Frieden zu stiften. Wer widerspricht denn voller Überzeugung denen, die ständig über alles jammern und klagen und die sich großspurig über die erheben, die ihrer Meinung nach viel weniger als sie leisten, die in unser Land gekommen sind, um wie die Made im Speck zu leben.

Oder wer macht sich schon die Mühe zu widersprechen, wenn auf alles besserwissend geschimpft wird, wer mahnt Gelassenheit und Zuversicht an?

Jesus hat nie aufgehört, die Botschaft vom Heil den Menschen nahe zu bringen. Was er von seinem Vater empfangen hat, hat er weiter gegeben. Und er hat alle eingeladen ihm nachzufolgen: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“

Was passiert, wenn einer nicht das tut, was der Mob von ihm fordert, das hat schon Jesaja erfahren. Er sagt: „Ich bot meinen Rücken dar denen, die mich schlugen, und meine Wangen denen, die mich rauften. Mein Angesicht verbarg ich nicht vor Schmach und Speichel.“

Jesaja erntet Leid und Qual als Lohn für die aufopfernde Arbeit. Die denen er aufhelfen wollte aus ihrer Mutlosigkeit und Verbitterung, misshandeln ihn, weil es ihnen zu langsam geht mit der Gottesverheißung vom Neuanfang.

Jesus hat es genauso erfahren. Er hat seinen Auftrag in Treue erfüllt, andere geheilt und getröstet. Verständnis hat er dafür nicht erlangt. Seine Botschaft vom Reich Gottes – abgelehnt. Bei seinem Einzug in Jerusalem wurde er mit Hosiannarufen und allen Ehren, die einem neuen Herrscher gebühren empfangen. Er sollte das Volk von der Fremdherrschaft der Römer befreien und neue politische Verhältnisse schaffen. Das sollte er gefälligst tun. Aber nichts von alledem geschah.

Jesus aber hielt an seinem göttlichen Auftrag fest, als der Hohe Rat ihm den Prozess machte, weil er unbequem geworden war. Jesus blieb Gott gehorsam dort im Garten Gethsemane in der schrecklichen Erwartung seiner Gefangennahme. „Nicht mein Wille, sondern dein Wille geschehe“, so betet er.

Und die Hosiannarufer fordern schon bald seinen Tod. Untauglich für die Führungsrolle, wer auf Gewalt verzichtet und keine Machtansprüche hat.

Irgendein Politiker unserer Tage hat einmal geäußert, mit der Bergpredigt kann man keinen Staat regieren. Wirklich nicht? Vielleicht würde unsere Welt doch anders aussehen, wenn Friedfertigkeit, Barmherzigkeit, Gerechtigkeit, Sanftmütigkeit zu den Eigenschaften eines guten und erfolgreichen Politikers zählen würden und auf Gewalt, Krieg, Profitsucht und Machtansprüche verzichtet würde.

Das ist kein Wunschtraum von Wenigen. Das ist der Weg, der so schwer begehbar ist, der aber unabdingbar ist, wenn endlich Frieden einziehen soll auf dieser Erde, wenn alle Menschen ein Leben in Würde und Erfüllung führen können.

Gott will denen Recht verschaffen, die ihm vertrauen und so sagt uns Jesaja: „Aber Gott der HERR hilft mir, darum werde ich nicht zuschanden. Siehe, Gott der HERR hilft mir; wer will mich verdammen? Siehe, sie alle werden wie ein Kleid zerfallen, Motten werden sie fressen.“

Von Jesus wissen wir, dass seine Leidensgeschichte bis zum furchtbaren Tod am Kreuz ging. Auch dort hat er nicht aufgegeben, sondern für seine Schächer gebetet: „Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“

Aber was da nach menschlichem Ermessen zu Ende gehen sollte, dem hat Gott am Ostermorgen Recht verschafft, indem er Jesus aus dem Tod erweckt hat.

Jesus – Gottes Knecht, der unsere Schuld am Kreuz abgetragen hat, damit wir den Vater erkennen und zu ihm kommen können. Damit wir zu dem allmächtigen Gott im Vertrauen sprechen können. Damit wir in der Ewigkeit eine bleibende Heimat haben.

Mit dem heutigen Sonntag, liebe Gemeinde, beginnt eine besondere Woche, die Karwoche mit ihren emotionalen Tiefen und Höhen. Auch wenn wir es vielleicht nie ganz verstehen, was Karfreitag und Ostern geschehen ist, so ist es doch wertvoll und wichtig darüber nachzudenken. Amen.

Und der Friede Gottes, der höher ist, als wir denken und verstehen können, der bewahre unsere Herzen und Sinne in Jesus Christus. Amen.      

Two relevant minors are communication studies and speech know more info communication, which are 15 credits each