Gedanken zum Monatsspruch Juli 2023

„Jesus Christus spricht: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, damit ihr Kinder eures Vaters im Himmel werdet.“ (Matthäus 5, 44-45)

Liebe Brüder, liebe Schwestern,

irgendetwas passt gerade nicht. Wir erleben gerade wie gut es ist, wenn Sonne und Regen, Wärme und Licht unseren Alltag bestimmen. Lange haben wir in diesem Jahr darauf gewartet und haben es kaum für möglich gehalten, dass aus dem tristen und kalten Wetter im März und April so ein wunderbar warmer Frühsommer werden kann. Die Wiesen stehen prächtig und versprechen eine gute Ernte. Das eine bedingt eben das andere; alles zu seiner Zeit.

In diese Leichtigkeit hinein kommt nun der Monatsspruch für Juli. Der macht mir ganz schön zu schaffen. Vielleicht passt er aber gerade jetzt in diese Zeit,  weil ich mir an den langen hellen Abendstunden Zeit zum Nachdenken nehmen kann. Vielleicht draußen auf dem Balkon oder im Garten. Vielleicht denke ich über mein Leben nach. Über das, was gut gewesen ist und über das, was völlig daneben gegangen ist. Über  das, was ich einmal erreichen wollte und das, was mir letztendlich geglückt ist. Über meine Arbeit, die mich jeden Tag auf Trab hält und nur selten erfüllt. Über meine Familie, wo so vieles im Argen noch ist. Über meine Freunde, die mich immer wieder kontaktieren und die genau wie ich Probleme zuhauf haben, genau wie ich.

Über meinen Glauben, der mir über viele Durststrecken hinweg geblieben ist. Über Gott, dessen Schöpferkraft sich jetzt überall in der Natur erweist und der mich singen lässt: „Geh aus mein Herz und suche Freud…“.

Über meinen Herrn und Heiland Jesus Christus, der uns Menschenkindern so viele wichtige Dinge gesagt hat, damit unser aller Leben gelingen kann.

In der Bergpredigt, so nennt man Kapitel 5 bis 7 aus dem Matthäusevangelium, sind die wichtigsten Punkte aus Jesu Vermächtnis aufgeschrieben. Einer davon ist die Feindesliebe. Und das ist der Punkt, der nicht einfach ist, wenn man ihn ehrlich betrachtet.

Vielleicht muss ich erst einmal darüber nachdenken, wer mein persönlicher Feind ist. Warum kam es denn zu meiner Haltung ihm gegenüber?  Was hat er getan, damit ich ihm seine Fehler nicht verzeihen kann? Bin ich nun absolut benachteiligt, weil es zu dem großen Streit gekommen ist? Oder hat mein eigenes Ego einfach nur gesagt, dass darfst du dir nicht gefallen

lassen?

Liebt eure Feinde, heißt es im Monatsspruch. Bei Lukas an dieser Stelle steht sogar noch: „Tut wohl denen, die euch hassen; segnet, die euch verfluchen; bittet für die, die euch beleidigen.“

Wie kann ich immer  und immer wieder diejenigen lieben, die mir mein Leben so schwer machen, die mich benachteiligen, weil ich anders denke als sie, die mir immer wieder einen Strich durch die Rechnung machen, weil ich so manche Dinge kritischer sehe als sie. Sie lieben mich nicht, aber ich soll sie lieben und sie wie einen guten Bruder oder eine gute Schwester sehen und behandeln. Irgendwie überfordert mich das. Ich kann das nicht. Ich möchte mich wehren. Ich möchte denen heimzahlen, was sie mir ständig antun. Die Situation schaukelt sich auf. Aber wenn keiner anfängt, nachzugeben, wird das gegenseitige Kräftemessen eine  Endlosschleife. Am Ende gibt es nur noch Verfeindungen zwischen uns; am Ende stehen wir mit leeren Händen da.

Was hält mich eigentlich davon ab, mich auf mein Gegenüber einzulassen. Auf seine Argumente, seine Ansichten, seine Anschuldigungen. Das wird mühevoll werden, denn ich muss mich in den anderen hineinversetzen. Vielleicht merke ich, wieviel Gemeinsames wir doch haben. Ich entdecke mich in dem anderen, der mir schaden wollte, teilweise wieder. Ich stehe dem anderen plötzlich unvoreingenommen gegenüber. Ich beginne zu verstehen, warum der andere mir schaden wollte. Ich entwickle ein gewisses Verständnis für die Menschen und ihre Argumente. Meine eigene Meinung ist gar nicht mehr so wichtig. Auch wenn es noch keine Liebe ist, was da geschieht, aber ich habe Achtung gewonnen und ich beginne zu fühlen, wie mein Hass mehr und mehr verschwindet.

Die Welt ist voll mit Nachrichten von Kriegen, Gewalt, Terror und Not und Elend. Darf ich dann wenigstens die Kriegstreiber, die Terroristen, die Menschen, die Gewalt anwenden um ihre Interessen zu erreichen, aus tiefster Seele hassen? Jesus sagt nein, gerade die Feinde sollt ihr lernen zu lieben. Weil Gott selbst die Sonne über Gute und Böse aufgehen lässt, weil Gottes Wille es regnet über Gerechte und Ungerechte. Es gibt so viele, die die Spirale von Gewalt und Krieg nach oben drehen, so viele Diktaturen, die Menschen ausnutzen und wegwerfen. Dann ist meine Stimme gefragt. Meine kleine, schwache Stimme. Denn ich muss eine Meinung beziehen. Hasse ich die, die tagtäglich in den Nachrichten erscheinen? Es sind schließlich keine Monster, die auf den Bildschirmen erscheinen, sondern es sind Menschen mit einem menschlichen Antlitz. Ich muss sie ernst nehmen, auch wenn sie töten und Unrecht tun. Auch wenn ich mir wünsche, dass sie recht bald scheitern und aus der Welt verschwinden. Aber das Böse in der Welt verschwindet nicht automatisch. Wenn ich zu hassen beginne, mache ich mich dem Bösen gleich, werde ich auch zu einem Monster, das den Hass in dieser Welt Tür und Tor öffnet.

Deshalb fordert Jesus, Liebe zu üben, dort wo man sich hasst. Damit diese Spirale des Hasses unterbrochen wird. Es wird mir nicht immer gelingen, aber ich muss versuchen es wenigstens in meinem kleinen Lebensbereich versuchen.

Dass uns das immer mehr und mehr gelingen möge, gebe Gott seinen Segen dazu!    Herzliche Grüße

Ihre Uta Baumfelder

Gedanken zum Monatsspruch Juni 2023

Gott gebe dir vom Tau des Himmels und vom Fett der Erde und Korn und Wein die Fülle.

Genesis 2728

Liebe Schwestern und Brüder,

vielleicht empfindet ihr es auch so, dass der Juni ein wunderschöner Monat ist, voll Wärme, Licht und langen hellen Tagen. Überall wächst es und gleichzeitig kann man die ersten Früchte genießen, saftige Erdbeeren und süße Kirschen. Inmitten dieser Fülle an guten Dingen kann man dem diesjährigen Monatsspruch leicht Glauben schenken. „Gott gebe dir vom Tau des Himmels und vom Fett der Erde und Korn und Wein die Fülle.“ Ja, an leichten Frühsommertagen verblassen so manche Sorgen und man spürt leichter den Segen, der uns eigentlich jeden Tag umgibt. Gott schenkt uns so viel und das Leben kann neben den oft schweren Sorgen auch leicht, fröhlich und glücklich sein.

Mitten in diese positive Stimmung passt der schöne Segen aus dem Alten Testament, aus der Geschichte des Volkes Israel umso besser. Sicher wurde er auch daher als Monatsspruch für den Juni ausgewählt. Ein Spruch aus einer guten, alten Zeit. Einer Zeit, in der die Menschen mit der Natur lebten, nicht gegen sie und in der Mehl und Wein noch ein Geschenk des Himmels waren und nicht jederzeit im Regal des Supermarktes lagen. Sicher würden wir alle gern solchen großen Segen heute genießen und den Tau des Himmels und das Fett der Erde in unserer Mahlzeit schmecken können, tiefes Glück spüren, ohne zu fragen, ob unsere Lebensmittel nachhaltig, biologisch und ohne negative Folgen für Umwelt oder Mitmenschen erzeugt wurden und ohne über die Folgen des Alkoholgenusses nachdenken zu müssen.

„Gott gebe dir vom Tau des Himmels und vom Fett der Erde und Korn und Wein die Fülle.“ Mit diesen Worten segneten die Väter im alten Israel ihre erstgeborenen Söhne. Dadurch übertrugen sie nicht nur ihren weltlichen Besitz, sondern gaben auch ihren Glauben an die Erben weiter. Den Glauben an Gott, der die Familie erwählt hatte und dessen Segen Auserwähltsein, Glück, Reichtum und viele Nachkommen bedeutete. Ein Gott, der das ganze Volk segnen und zum Segen für die Erde machen würde. Wie gern würden auch wir unseren Glauben an Gott an die nächste Generation weitergeben. Wie gern würden wir unsere Freude an diesen alten Worten und Geschichten weitergeben, in denen sich Gott finden lässt. Wie gern würden wir den Segen weitergeben, der aus sehr alten Zeiten kommt und auch heute noch seine Kraft entfaltet, in unserem eigenen Leben getragen hat. Allein, wer will es noch hören? Altes Wissen kann viel wert sein. Das stellen viele jüngere Menschen immer wieder erstaunt fest.

Wie im alten Israel üblich, wollte also auch der alte Isaak, der sein Ende kommen sah, seinen ältesten Sohn Esau segnen. So stärkte er sich mit köstlichem Wild, das Esau für ihn gejagt und zubereitet hatte, und schenkte ihm aus vollem Herzen diesen Segen, der ihm Glück und Reichtum verhieß. Einen Segen, der ihn zu einem Teil von Gottes gutem Plan mit dieser Welt machte. Einen Segen aus einer guten alten Zeit, in der noch alles in Ordnung war. Aber war es das wirklich oder geben wir uns hier einer Illusion hin? Natürlich war nicht alles in Ordnung. Das Fleisch, das Isaak gegessen hat, war kein Wild, sondern Ziegenfleisch und der Sohn, den er gesegnet hatte, war nicht Esau, sondern der jüngere Bruder Jakob. Alles Betrug also.

Trotzdem entfaltete der Segen seine Kraft und wie so oft in der Bibel, anders als wir es erwartet hätten. Durch diesen erschlichenen Segen wird Jakob nämlich gezwungen, sein behagliches Zuhause, wo es Korn und Wein in Fülle gab, zu verlassen. Noch am selben Abend fand er sich allein in der Wüste wieder, auf der Flucht vor seinem wütenden Bruder. Erschöpft und verzweifelt schlief er ein und träumte von einem offenen Himmel, von einer Leiter, die zur Erde führte, von einem Gott, der ihn trotz seines Betruges segnete. Am Ende seines Weges sollte Jakob auch wirklich den Tau des Himmels und das Fett der Erde, auch Korn und Wein in Fülle erleben, aber bis dahin war es ein weiter Weg – durch Höhen und Tiefen eines langen, abenteuerlichen Lebens. Genau so, wie wir es an uns selbst erleben. Uns allen ist Gottes Segen zugesprochen worden, in der Taufe, bei der Konfirmation, vielleicht vor dem Traualtar oder am Sterbebett geliebter Menschen, die uns damit für unsere Reise stärken wollten. In jedem Gottesdienst erinnern wir uns daran, dass uns so viel geschenkt wird. Wir bekommen Gottes Segen zugesprochen. Nicht immer oder sogar nur selten spüren wir es allerdings so tief. Aber gerade nach Wüstenzeiten reicht ein warmer Junitag, ein leckerer Erdbeerkuchen, ein guter Wein, um sich bewusst zu werden, wie gesegnet Leben sein kann und wie dankbar und befreit man eigentlich durchs Leben gehen könnte. Sich dieses Gefühl, diese Grundhaltung jetzt im Juni anzueignen und für dunkle Zeiten aufzusparen, empfiehlt uns darum auch der große deutsche Dichter Johann Wolfgang von Goethe:

Auch das ist Kunst, ist Gottes Gabe,

aus ein paar sonnenhellen Tagen

sich soviel Licht ins Herz zu tragen,

dass, wenn der Sommer längst verweht,

das Leuchten immer noch besteht.“

In diesem Sinne wünscht einen glücklichen Juni

Chris Schönefeld

Gedanken zum Monatsspruch Mai 2023

Weigere dich nicht, dem Bedürftigen Gutes zu tun, wenn deine Hand es vermag.

Sprüche 3,27

Liebe Schwestern und Brüder,

im Monatsspruch für den Monat Mai hören wir heute von Bedürftigen. Da stelle ich mir natürlich zuerst die Frage: Wer ist damit gemeint? Vielen fallen dabei sicherlich Bettler ein. Hier in unseren Kirchgemeinden mag man vielleicht keine sehen, aber bei einem Spaziergang durch die Fußgängerzonen in Coburg und größeren Städten begegnet man ihnen schon. Menschen, die an Hausmauern sitzend um Geld betteln, meist mit einem Karton oder einem Hut vor sich. Manche spielen dann noch ein Instrument. Ein anderes Beispiel habe ich schon zwei-, dreimal vor dem Eingang von Supermärkten gesehen: Schausteller des in der Stadt gerade gastierenden Zirkus baten, meist in Begleitung eines ihrer Tiere, um eine Spende. Wie soll man damit umgehen?

Viele sind da oft etwas zwiegespalten. Gibt man diesen Menschen ein paar Euro, damit sie sich etwas zu Essen kaufen können oder lässt man es bleiben, weil man ja auch nicht weiß, was sie sich dann am Ende davon kaufen? Würde man am Ende nicht sogar die Sucht nach Alkohol oder Drogen fördern oder gar den Hintermännern zu noch mehr Luxus verhelfen? Man hört und sieht ja immer wieder im Fernsehen oder liest in der Zeitung, dass es ganze Banden gibt, die selbst vor Kindern nicht zurückschrecken, um an Geld zu kommen. Daneben fragt man sich vielleicht auch, wie es dazu gekommen ist. Gibt es nicht einen Sozialstaat oder die vielen Hilfsorganisationen mit vielfältigen Angeboten, um so etwas überflüssig zu machen? Solche Gedanken drängen sich leider auf, wenn es darum geht, Bedürftigen zu helfen.

Eine Antwort darauf, wie man mit Bedürftigkeit umgehen sollte, lesen wir im Monatsspruch für den Mai aus dem Buch der Sprüche. „Weigere dich nicht, dem Bedürftigen Gutes zu tun, wenn deine Hand es vermag.“ Aber nicht nur dort, sondern an vielen Stellen der Bibel kann man lesen, dass selbst arme Menschen anderen etwas abgeben und damit zum Vorbild werden.

So berichtet z.B. der Evangelist Markus von einer armen Witwe, die nicht nur eine, sondern ihre beiden Münzen, also ihren ganzen Besitz einem Bettler gibt.

Müssen es aber eigentlich immer finanzielle Mittel, Geldspenden sein? In anderen Übersetzungen des Spruchs heißt es: „Versag keine Wohltat dem, der sie braucht, wenn es in deiner Hand liegt, Gutes zu tun!“ Anders ausgedrückt: Wenn jemand deine Unterstützung braucht, gleich welcher Art, und du ihm helfen kannst, dann weigere dich nicht.

Da sind wir dann schon bei einer weiteren Antwort auf die Frage, wer bedürftig sein kann. Es geht also eben nicht nur um Geld, dass wir teilen sollen, wenn wir genug davon haben. Manchmal tut man einem anderen auch etwas Gutes, wenn man einfach für ihn da ist. Zuhört. Sich Zeit für den Menschen nimmt. Vielleicht auch einfach zusammensitzt und schweigt. Wenn es dem Gegenüber in der Seele nicht gut geht. Dem einen oder anderen tut es gut, wenn er vom Nächsten hört, dass er für ihn betet.

Auch von solcher Unterstützung berichtet die Bibel, zum Beispiel in der Apostelgeschichte im 3. Kapitel. Petrus aber sprach: Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi von Nazareth steh auf und geh umher! Und er ergriff ihn bei der rechten Hand und richtete ihn auf. Sogleich wurden seine Füße und Knöchel fest, er sprang auf, konnte stehen und gehen und ging mit ihnen in den Tempel, lief und sprang umher und lobte Gott.“

Die Frage, wie das Gute nun aussehen kann, das man tun soll, lässt sich nicht immer einfach beantworten. Was helfen kann, ist, wieder genauer hinzusehen und hinzuhören. Die Bibel kann uns Hilfestellung geben, in dem sie uns verrät, worauf es wirklich ankommt. Aber auch sich das Gespür dafür wieder anzueignen, was mein Gegenüber eigentlich braucht. Dann wird es nicht mehr schwer sein, Gutes zu tun und zu erkennen, dass jemand Hilfe bedarf – manchmal eben auch an der Seele.

Ich wünsche uns allen einen gesegneten Wonnemonat Mai.

Ihre Manuela Schmidt

Gedanken zur Monatslosung April

„Denn dazu ist Christus gestorben und wieder lebendig geworden, dass er über Tote und Lebende Herr sei.“

Röm. 149

Liebe Schwestern und Brüder,

In wenigen Tagen ist Ostern! Gründonnerstag, Karfreitag, Ostersonnabend, Ostersonntag, Ostermontag. Jeder Tag der Osterwoche hat seine eigene Bedeutung. Und eigentlich beginnt die Osterwoche, die heilige Woche, schon am Palmsonntag. Als Jesus auf einem Esel  in Jerusalem einzieht. Endlich ist er da, rufen die Menschen. Endlich kommt der neue König für Israel. Endlich wird Gerechtigkeit und Frieden herrschen. Alles wird gut und sie jubeln ihm mit Hosiannarufen zu. Aber sie liegen ganz falsch. Sie wissen nicht, warum Jesus wirklich nach Jerusalem gezogen ist. Seinen Jüngern hat Jesus es angedeutet, aber sie nehmen das nicht so ernst, was er da gesagt hat. Das Passahfest ist doch ganz nah und da wollen alle fröhlich sein und feiern. Passah ein wichtiges Fest mit vielen Ritualien schon von alters her. Damals war Mose mit dem ganzen Volk Israel aus dem Herrschaftsbereich des Pharao gezogen in die Freiheit.

Zwei Tage vor dem Passahfest ruft Jesus seine engsten Freunde zusammen. Sie wollen gemeinsam essen und trinken. Während des Mahls beginnt Jesus laut  zu reden. Er nahm das Brot, dankte Gott und gab es seinen Jüngern zu essen und sagte, nehmt das Brot und esst es, das ist mein Leib. Dann nahm er den Kelch und gab ihn seinen Jüngern zu trinken und sagte, das ist mein Blut, das für viele vergossen wird.

In dieser Nacht wurde Jesus gefangen genommen. Man verhörte ihn vor dem Hohen Rat  und vor dem römischen Statthalter Pontius Pilatus. Im Morgengrauen fällte man das Urteil: Tod wegen Gotteslästerung. Pilatus ließ Jesus hart schlagen und schickte ihn dann zum Kreuzigen nach Golgatha. Dort wurde Jesus an das Kreuz genagelt. Als seine Jünger sahen, dass es mit ihrem Freund und Meister zu Ende gehen sollte, ergriffen sie die Flucht und verbarrikadierten sich voller Angst um das eigene Leben. Nur Jesu Mutter, sein treuer Freund und seine Freundin aus Magdala blieben bei Jesus. Endlich kam die Stunde der Erlösung. Doch bevor Jesus starb, bat er Gott, er möge den Menschen verzeihen, was sie ihm angetan haben. Noch am selben Tag legte man Jesus in ein Felsengrab und verschloss es mit einem schweren Stein.

Nun war die Welt Jesus, Gottes Sohn, los. Keiner musste sich mehr Gedanken machen, dass ein dahergelaufener Wanderprediger die Königsherrschaft übernimmt. Keiner brauchte sich mehr zu schämen, weil er nicht so viel wusste, wie Jesus, der die alten Schriften der Bibel sehr genau kannte. Keiner musste mehr neidisch sein auf Jesus, weil  immer eine große Menschenmenge sich zu ihm hingezogen fühlte. Die Welt war Gott los.

Und es war ein trauriger Tag und auch der darauf folgende, der Sabbattag. Als dieser vergangen war kauften Maria, die Mutter Jesu und Maria von Magdala wohlriechende Salben, um den Leichnam Jesu zu salben, wie es Sitte war. Doch als sie zum Grab kommen ist der schwere Stein weggewälzt und der Leichnam ist nicht mehr im Grab. Sie erschrecken, aber plötzlich erscheint ein Engel und sagt den Frauen, dass sie sich nicht zu ängstigen brauchen. Jesus ist auferstanden, er lebt!

Später  können sie und die Jünger den Auferstandenen selbst sehen, bis er schließlich zu Gott dem Vater heimkehrt.

Jesus lebt. Und er lebt auch heute nach über 2000 Jahren noch unter uns. Wir nennen uns Christen, weil wir zu ihm gehören, dem Christus, dem König in Gottes Reich.

Gott selbst war in Jesus Mensch geworden. Er lebte wie wir, er arbeitete wie wir, er erlebte Not und Elend, auch Anfechtungen kamen an ihn heran. Aber er wusste, dass er einen Auftrag hatte. Er sollte die Menschen wieder mit Gott vereinen. Er sollte die Menschen befreien von ihrem Hass, ihrer Selbstsucht, ihren Irrwegen. Jesus sprach zu den Menschen von Gott als dem liebenden Vater, dem seine Kinder überaus wichtig sind. Das Reich Gottes soll nicht erst im Himmel, sondern bereits auf der Erde entstehen. Er ermunterte die Menschen einander, Gott und sich selbst zu lieben. Das ist die Voraussetzung um mit dem Vater in Kontakt zu kommen, weil Gott selbst die Liebe ist.

Und so ist Jesus seinen Weg gegangen, der bis zum Kreuz geführt hat. Wozu Menschen in der Lage sind, hat sich dort auf Golgatha gezeigt. Wenn wir heute auf den Gekreuzigten blicken, dann dürfen wir glauben, dass auch unsere Schuld, die wir als Menschen immer wieder auf uns laden, vergeben wird und uns Gottes Liebe genau so gilt, wie den Menschen vor 2000 Jahren.

Jesus Christus ist der Herr! Paulus hat das den Römern in seinem Brief deutlich gemacht. Und zwar ist Christus nicht nur Herr der Lebenden, sondern auch der Toten. Also ist Christus quasi die Brücke zwischen Beiden. Was bisher unüberbrückbar war, bringt Christus wieder zusammen. Es gibt nichts, was außerhalb des Herrschaftsbereiches liegt. Christus ist im Leben und im Sterben präsent.

Hintergrund der Worte von Paulus waren schlimme Streitereien und Meinungsverschiedenheiten unter den ersten Christen, die bis zur Spaltung in einzelne Gruppen geführt hat. Spaltungen gibt es bis heute in unserer Kirche. Vieles scheint so festgefahren zu sein, dass eine Einigung kaum möglich ist. Aber wenn Christus der Herr über Lebende und Tote ist, so ist er auch der Herr über seiner Kirche. Und einen solchen Herrn zu haben, ist der tiefe Grund, warum wir am  Ostersonntag allen Grund zur Freude haben!

In diesem Sinne frohe Ostern

Ihre Uta Baumfelder

Gedanken zur Monatslosung März

„Was kann uns scheiden von der Liebe Christi?“

Röm. 835

Liebe Schwestern und Brüder,

wir sind mitten in der Fastenzeit. Einige verzichten wieder auf bestimmte Lebens-mittel oder typische Gewohnheiten, nehmen sich mehr Zeit für sich. Die meisten wollen sich damit stärker auf sich besinnen, auf das, was im Leben wirklich zählt. Doch was zählt wirklich im Leben? Jeder setzt da seine eigenen Prioritäten. Der eine betont Familie und Freundschaften, dem anderen sind Bildung, moralische Werte und ein gutes Auskommen wichtig, dem dritten ist die eigene Fitness und Gesundheit das wichtigste. Was es auch sein mag, es tut gut, sich hin und wieder zu hinterfragen, neu auszurichten, zu besinnen. Dafür ist es sinnvoll, dass es solche Vorbereitungszeiten wie die Fastenzeit oder auch die Adventszeit gibt. Natürlich möchte man sich am besten ständig selbst optimieren und auf das Zentrale im Leben besinnen, nicht nur in solchen kurzen Zeitabschnitten. Allein es gelingt im Alltagstrubel kaum oder nur selten zwischen allen Dingen, die uns Sorgen und Mühen bereiten oder uns auch mit schönem und einfachem ablenken. Umso besser, dass es klar definierte Zeiten gibt, in denen man es bewusst versuchen kann.

Als Christen wissen wir natürlich auch, dass die Fastenzeit dazu gedacht ist, den Weg Christi nach Jerusalem ans Kreuz nachzugehen, verstehen zu lernen, was er damit für uns getan hat. Die Fastenzeit heißt auch Passionszeit. Im Wort Passion drückt sich vor allem das Leiden aus, die Schmerzen und Qualen, die Jesus empfunden haben muss, als er erst mehrfach durch harte Prüfungen seines Glaubens gehen musste, dann hochumjubelt begrüßt und nur kurze Zeit später von allen Freunden verraten und von den Mächtigen seiner Zeit zum Tode verurteilt wurde. All das, so ist uns überliefert und so glauben wir, aus tiefer Liebe zu uns, seinen Jüngern, Gottes Geschöpfen. Deshalb assoziieren wir heute mit dem Wort Passion nicht nur Leid und Schmerz, sondern auch Leidenschaft. Wenn jemand etwas zu seiner Passion macht, dann ist das seine Leidenschaft, also etwas, was derjenige mit voller Hingabe tut und dabei auch Schmerzen und Qualen in Kauf nimmt, z.B. Sportler, die nur durch jahrelanges hartes Training und Verzicht auf bestimmte Freuden Weltmeister oder Olympiasieger werden können oder Tüftler und Entwickler, die unter Entbehrungen und Unverständnis der Mitmenschen sehr lange an einer Erfindung arbeiten.

Christus, so glauben und hoffen wir, liebt uns mit eben dieser absoluten Hingabe. Er gibt sich sogar ganz hin für seine Botschaft, seinen Glauben. Er stirbt, damit die Sünden seiner Brüder und Schwestern nicht mehr die Macht haben, sie von Gott und einander fernzuhalten. Wir alle dürfen uns zu seinen Brüdern und Schwestern zählen, wenn wir bereit sind, seinem Beispiel zu folgen, an ihn zu glauben, unsere Hoffnung auf ihn zu setzen, und zwar zu jeder Zeit – in Freude und in Leid.

Manch einen von uns mag solcher unerschütterliche Glauben suspekt, fremd sein. Zu sehr zeigt das eigene Leben, dass alles vergeht und selbst der festeste Glauben erschüttert werden kann. Wenn uns Paulus im Monatsspruch März provokativ fragt „Was kann uns scheiden von der Liebe Christi?“, dann fällt uns sicher viel ein. Wie kann Gott es zulassen, dass es solche Katastrophen wie das Erdbeben in der Türkei und Syrien gibt, Zugunglücke wie in Griechenland, Kriege wie in der Ukraine, Krankheiten oder den Verlust geliebter Menschen? Das sind Fragen, die schnell zweifeln lassen an der Unendlichkeit der Liebe Gottes. Schnell ließe sich Paulus also antworten, dass vieles uns scheiden kann von der Liebe Christi. Uns geht es dabei nicht anders als den ersten Zuhörern von Paulus oder den Empfängern seines Briefes in Rom. Auch die Gemeinde in Rom litt an vielen Dingen, an staatlicher Verfolgung, an Hunger, an Krankheiten. Paulus selbst setzt seiner Frage Beispiele nach, die alle dazu geeignet sind, Menschen weg von Jesus zu bringen. „Trübsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert?“.

Jeder von uns hat auch schon Schicksalsschläge oder Ungerechtigkeiten erlebt, die uns am Glauben zweifeln ließen. Manche haben dann aufgegeben und sich damit abgefunden, dass sie Gottes und Jesu Liebe nicht mehr vertrauen. Wir wissen ebenso, dass vieles uns nicht nur von Gott, sondern auch voneinander treiben kann. Liebe scheint also doch auch endlich. Familien und Freundschaften zerbrechen und das kann einem den Boden unter den Füßen entreißen. Manchmal gewinnt man den Eindruck, dass das heute öfters oder schneller geschieht als früher.

Paulus dagegen macht uns Mut darauf zu hoffen, dass die Liebe von Jesus nicht so einfach aufhört, dass uns Herausforderungen sogar stärken im Glauben und Vertrauen. Von unserer Seite mag die Beziehung zu Jesus vielleicht abkühlen, von seiner Seite nicht. Er hält trotzig an uns fest und ist da, um uns gerade durch schwere Zeiten hindurchzutragen. In ihm schenkt uns Gott die Hilfe, das Leben auszuhalten, anzunehmen, zu verändern – mit einem liebevollen und versöhnlichen Blick zueinander. Vielleicht können wir am Ende der Fastenzeit, wenn Ostern der Sieg des Lebens über die Endgültigkeit des Todes gefeiert wird, Paulus zustimmen, wenn er sagt:

„Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch irgendeine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.“

In diesem Sinne eine gesegnete Fastenzeit

Chris Schönefeld

Gedanken zur Monatslosung Februar 2023

Sara aber sagte: Gott ließ mich lachen.

Genesis 21,6

Liebe Schwestern und Brüder,

jetzt ist er da, der Februar. Ich traue mich, Sie zu fragen: Was ist aus Ihren guten Vorsätzen für das Jahr 2023 geworden? Viele Menschen nehmen sich am Ende des Jahres immer ganz viele Dinge vor, die sie im darauffolgenden Jahr endlich angehen wollen. Sie lauten dann in Etwa: „Ich will mit dem Rauchen endlich aufhören.“ Oder: „Ich melde mich endlich im Fitnesstudio an und treibe endlich Sport.“

Manche davon sind auf den ersten Blick recht einfach zu schaffen, bei anderen ist es eigentlich schon von vornherein nicht möglich, dass man es schafft. Der Ehrgeiz ist aber gerade zum Jahresbeginn doch noch dagewesen. Denn irgendwie verbindet man ja mit dem Neujahr auch den Beginn von etwas Neuem. Sozusagen ein Aufbruch. Doch jetzt im Februar? Da ist der Alltag schon wieder eingekehrt.

Dann gibt es jedoch noch die Aufgaben, die nicht zu den gebräuchlichen „Jahresanfangs-Vorsätzen“ zählen. Sondern von denen man schon länger weis, dass man sie in dem Jahr angehen muss. Da sind so jährlich anfallende Dinge wie die Steuererklärung zu machen, bei manch einem sind es auch so banale Dinge wie Reifenwechsel zweimal im Jahr usw.

Doch manchmal steht das Vorhaben dann wie eine Felswand vor einem, die unüberwindbar zu sein scheint. Das kann die Renovierung eines Zimmers im Haus sein, die Umgestaltung des Gartens, der Bau eines Gewächshauses. Manch einer fängt aber auch jetzt mit dem Hausbau an. Was es auch sein mag: Ganz viele Personen im persönlichen Umfeld sagen dann oft: „Das schaffst du eh nicht.“ oder „Das ist viel zu viel, was du dir da vorgenommen hast.“ Irgendwie glaubt man das dann auch, lässt sich von anderen entmutigen.

So ähnlich wird es auch der Sara damals ergangen sein, von der wir im Monatsspruch für Februar hören. Drei Kapitel vorher erscheint Gott ihrem Mann Abraham: „In einem Jahr komme ich wieder zu dir. Siehe, dann wird deine Frau Sara einen Sohn haben.“ Beide waren zu diesem Zeitpunkt schon hochbetagt. Abraham bei der Geburt seines Sohnes Isaak 100 Jahre alt. Seine Frau Sara wird nicht viel jünger gewesen sein.

Ich ahne, für Sara war das im ersten Moment ein Riesenschock. Mutter sollte sie werden. In ihrem Alter. Das kann doch nicht Gottes Ernst sein. Andere Frauen in ihrem Alter, die sind schon längst Oma. Oder leben schon gar nicht mehr. Auch bei ihr werden dann natürlich die Gedanken sich entwickelt haben: „Was werden nur die Menschen in meinem Umfeld dazu sagen, wenn sie von meiner Schwangerschaft erfahren? Die werden mich auslachen. Über mich herziehen. Ich will das Alles nicht. Konnte der Gott sich nicht eine Jünger aussuchen? Warum nur ich?“


Schlussendlich bekommt sie einen gesunden Jungen geschenkt. Kurz nach der Geburt sagt sie dann eben die Worte: „Gott ließ mich lachen; jeder, der davon hört, wird mir zulachen.[1] 7 Wer, sagte sie, hätte Abraham zu sagen gewagt, Sara werde noch Kinder stillen?“ Denn die Leute haben sie nicht aus-gelacht, sondern sich mit ihr gefreut.

Die Geschichte von Sara möchte auch uns Hoffnung schenken. Das wir selbst Dinge, die völlig unmöglich erscheinen, schaffen können. Wohl auch, dass wir manchmal überrascht sein werden, wenn uns andere viel mehr zutrauen, als wir uns selbst.

Nach einem Jahr voller Krisen kann dieser Text aber eben nicht nur uns sondern unserer ganzen Gemeinschaft auch die Hoffnung schenken, dass es möglich ist, dass Kriege ein Ende finden. Das Menschen wieder friedlich in ihrem Land leben können.

Zwei Verse weiter finden wir dann die Worte: Als Isaak entwöhnt wurde, veranstaltete Abraham ein großes Festmahl. Ich hoffe so sehr, dass auch wir, wenn wir die großen und kleinen Aufgaben des Jahres 2023 gemeistert haben, dann Gott ebenfalls danken können.

Ich wünsche uns allen einen hoffnungsvollen Februar,

Eure Manuela Schmidt

Gedanken zur Jahreslosung


Herzlich willkommen in 2023! Ich möchte Ihnen im Namen des Lektorenteams für das neue Jahr alle guten Wünsche mitgeben. Bleiben Sie gesund! Bleiben Sie mitten im Leben mit allen Höhen und Tiefen! Bleiben Sie neugierig, auf das, was kommt! Bleiben Sie voller Hoffnung und Zuversicht, auch wenn das Leben schwer wird. Bleiben Sie behütet von dem, der Sie ins Leben gerufen hat, der sie begleitet und erreichbar sein will für Sie und der Ihnen den Weg zeigen will, der sich vollenden wird in Gottes Reich.
Ein Jahr liegt vor uns und noch ist so vieles offen, was uns begegnen wird. Wenn die eine Krise zu Ende geht, was kommt dann? Werden neue Probleme auf uns zukommen? Wird es immer schwieriger und komplizierter die Welt zu verstehen? Können wir überhaupt noch etwas tun, wenn die Worte Klimawandel, Krieg, Naturkatastrophen, Ausbeutung, Unterdrückung, Missbrauch, Not und Elend in dieser Welt tagtäglich in den Schlagzeilen sind? Oder müssen wir da recht ohnmächtig zusehen und hoffen, dass unsere Spende an die Hilfsorganisationen in die richtigen Hände gelangt. Oder dass Gott unsere Gebete für die Menschen, denen es am Allernötigsten fehlt, erhört und ihnen Hilfe zukommen lässt.
Hagar war die Magd der Sarah und Sarah die Frau Abrahams. So berichtet die Bibel. Abraham war aus seiner Heimat mit seinem ganzen Viehbestand gezogen, weil Gott ihm das befohlen hatte. Seine Frau Sarah war schon hochbetagt, aber Kinder stellten sich bisher nicht ein. Ein großes Problem zu dieser Zeit. Sarah schickt ihre Magd, die aus Ägypten stammte, zu ihrem Mann, damit er mit ihr ein Kind zeugen sollte. Eine gängige Praxis damals. Hagar wird schwanger. Ihr Verhältnis zu ihrer Herrin Sarah ändert sich und eskaliert. Sie lässt sich nicht länger demütigen und flieht. An einer Wasserquelle sucht sie Zuflucht und Schutz. Gottes Engel tritt zu ihr und verheißt Hagar Nachkommen, die so viele sein werden, dass sie nicht zu zählen sind. Das Kind, das sie gebären wird, soll den Namen Ismael tragen, denn Gott hat ihr Elend gesehen und sich erbarmt. Das richtet Hagar auf. Sie erlebt zum ersten Mal in ihrem Leben Zuspruch, Anerkennung, Wertschätzung. Sie kann wieder aufrecht gehen. Gott ist an ihrer Seite. „Du bist ein Gott, der mich sieht“, so spricht Hagar. Du achtest mich, du schaust nach mir, obwohl ich nur ein geringer Mensch bin. Aber mit der Gewissheit, Gott an ihrer Seite zu haben, kehrt Hagar wieder in das Lager der Israeliten zurück. Sie wird dem Abraham ein Kind gebären, das den Grundstein für das Entstehen der arabischen Stämme legen wird. Und noch 4000 Jahre später berufen sich Juden, Christen und Muslime auf den einen Stammvater Abraham. Die Geschichte der Hagar wird auch im Islam erzählt.
Gott sieht dich, mich. Er sieht dich, auch wenn du mit ihm nichts zu tun haben möchtest. Er sieht dich, auch wenn du Unrecht oder Böses tust. Gott sieht dich nicht nur, sondern er möchte mit dir in Verbindung treten. Er möchte, dass du aus deinen Wüstenerfahrungen herausfindest. Er möchte die Leere in dir füllen. Er möchte dir neuen Mut geben. Er möchte, dass du neue Kraft findest und alle deine Enttäuschungen überwinden kannst. Gott ist die Liebe. Die Liebe ist sein Wesen. Gott sagt ja zu dir. Jeder Mensch ist ein frei geschaffenes Wesen, ausgestattet mit Würde und der Fähigkeit sein Leben zu gestalten und Entscheidungen zu treffen. Das schließt auch falsche Entscheidungen ein und falsche Wege, die wir gehen. Aber Gott geht dir nach und wer bereit ist, sich verändern zu lassen, kann seine Liebe am eigenen Leib spüren.
Das wünsche ich Ihnen von Herzen für 2023! Gott liebt dich, weil du bist und du bist, weil Gott dich liebt!

Bleiben Sie behütet

Ihre Uta Baumfelder

Gedanken zur Monatslosung November 2022

Weh denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die aus Finsternis Licht und aus Licht Finsternis machen, die aus sauer süß und aus süß sauer machen!

Jessaja 5,20

Liebe Schwestern und Brüder,

am Abend des 31. Oktobers ist Halloween. In vielen Orten in Deutschland ziehen Kinder mit Taschen oder Körben und manchmal Laternen von Haus zu Haus. Dieser Brauch kommt aus Amerika. Genau wie der Spruch, den sie dabei sagen. Im englischen heißt er: Trick or treat. Im Deutschen wurde er umgeändert von „Süßes, sonst gibt´s Streiche“ zu „Süßes sonst gibt es Saures“.

In dem Spruch, der für November als Monatsspruch ausgesucht wurde, geht es auch um Süßes und Saures, und noch einige andere Gegensätze. Aber sie haben da eine gar nicht so kindlich – naive Bedeutung. Diese Worte, die wir da lesen, die stammen vom Propheten Jesaja. Es ist wie ein Aufschrei des Propheten: „Seid ihr denn verrückt, wenn ihr denen, die Gutes böse nennen und aus Licht Finsternis machen, vertraut?“ Wenn ihr denen auf den Leim geht, dann ist es in eurem Leben und Glauben zappenduster.

Worte, die uns als Monatsspruch gegeben sind, wirken oft wie aus längst vergangenen Tagen, gerade, wenn man schaut, wann sie entstanden sind.

Aber ich muss sagen, diese haben sehr viel Aktuelles. Damit meine ich aber eben nicht nur den Spruch, den die Kinder jedes Jahr, wenn sie auf Bonbonfang sind, zu den Hausbewohnern sagen. Denn schon bei Jesaja glaubten viele Menschen das, was ihnen Wanderprediger, Herrscher usw. sagten.

Seien wir ehrlich, auch uns geht es nicht anders. Wie oft hören wir in den Medien Nachrichten oder lesen im Internet Beiträge, denen wir sehr schnell glauben. Weil angebliche Wissenschaftler oder bekannte Journalisten sie als die einzig wahre Wahrheit uns verkaufen wollen. Wenn sich dann noch Politiker hinstellen und uns ein Bild von einer ach so dunklen Zukunft malen, dann sind wir ganz schnell davon überzeugt, dass es auch so ist. Vergessen dabei jedoch, dass es so viele andere Dinge gibt, die doch uns glücklich machen – könnten.

Denn seit den ganzen Krisen der letzten 3 Jahre scheint in immer mehr menschlichen Seelen die Dunkelheit Einzug genommen zu haben. Genau da will Jesaja uns vor warnen, indem er uns fast schon entgegen schreit: „Weh denen, die aus Licht Finsternis machen. Hört auf, ständig nur die Finsternis zu sehen. Wo doch um uns herum soviel Licht auch ist“.

Recht hat er. Wir Menschen brauchen das Licht. Doch wofür brauchen wir es? Wenn man es ganz ohne Gefühl formulieren möchte, kann man sagen: Licht ist seit jeher ein elementarer Bestandteil der Lebenswelt des Menschen, es hält seine Körperfunktionen aufrecht, steuert neuronale und hormonelle Prozesse, sorgt für den lebenswichtigen Tag-Nacht-Rhythmus und beeinflusst seine Leistungsfähigkeit sowie sein seelisches Befinden.

Ohne Licht ist kein Wachstum auf unserer Erde. All die Pflanzen könnten nicht wachsen. Kein Getreide, kein Obst und kein Gemüse.

In der Bibel lesen wir noch an ganz vielen Stellen vom Licht. So schon bei der Schöpfungsgeschichte: „Gott sprach es werde Licht, und es ward Licht.“ oder bei Jesus Christus: „„Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nach folgt, wird nicht mehr in der Finsternis umherirren, sondern wird das Licht des Lebens haben!“. Da bin ich dann wieder bei den Kindern. Die ja eben nicht nur Saures androhen, sondern mit ihren Laternen auch Licht in die dunklen Straßen bringen, genau wie dann etwas später im November zum Martinsumzug.

Manchmal ist es wichtig und notwendig, dass wir unsere Gedanken wieder ins Lot bringen. Uns selbst prüfen. Schauen, was für uns wichtig ist.

Für dieses Ordnen kann eben auch mal solch einer der vielen Tage im November gut sein, wenn es draußen stürmt und regnet. Damit wir wieder herausfinden können, was für uns gut ist, was Licht in unser Herz bringt. Auch mal sortieren, welchen Nachrichten wir Glauben schenken können, oder welche wir getrost überlesen können.

Ich wünsche uns Allen einen gesegneten November,

Eure Manuela Schmidt

Gedanken zur Monatslosung

Groß und wunderbar sind deine Taten, Herr und Gott, du Herrscher über die ganze Schöpfung. Gerecht und zuverlässig sind deine Wege, du König der Völker

Offenbarung 15,3

Ich habe es einfach nicht glauben können. Die Coronasache war noch so prägend in allem, was das Leben ausmacht. Und dann ist es doch noch wahr geworden. Wir sind zum Urlaubmachen in die Berge gefahren. Dort, wo wir immer so glücklich waren in vielen gemeinsamen Jahren. Dort, wo das Leben langsamer tickt. Dort, wo das Herz und die Seele zur Ruhe finden. Es war alles auf das Beste bestellt. Wir durften das erleben, was wir uns erträumt hatten. Wir sind reich beschenkt und glücklich zurückgekehrt. Jede Minute war kostbar und wir haben sie alle reichlich ausgekostet.

Ich hoffe, dass Sie, liebe Leser auch ein paar wunderbare Erinnerungen an diesen Sommer beisteuern können. Auch wenn es nie geregnet hat und wenn jeden Tag die Sonne über Wochen  vom blauen Himmel strahlte, es war doch immer wieder so gut, die Wärme zu spüren.

Viel ist gewachsen, trotz aller Trockenheit. Die Beeren an den Sträuchern hingen übervoll und zuckersüß. Die frühen Äpfel wollten rasch verarbeitet werden und bescherten so manches volle Regal im Keller. Gurken und Tomaten konnten in der großen Hitze gut gedeihen und brachten reichlich Früchte. Was in unseren Haselbacher Gebirgsverhältnissen überhaubt nicht selbstverständlich ist und nur recht selten geschieht. Überfluss und Fülle sind eigentlich recht sparsam bei uns angesiedelt.

Manches ist  nicht so gut gediehen. Manches hat in diesem Jahr  keinen Erfolg gehabt. In unseren Augen. So ist das eigentlich normal. So erleben wir das immer wieder. Aber für das, was so gut geworden ist, sollten wir dankbar sein. Im Oktober feiern wir das Erntedankfest. Es sind nicht nur die Früchte des Gartens oder des Feldes, die uns nähren. Gott schenkt uns jederzeit ein Menge an Dingen, die wir als selbstverständlich betrachten und erst wenn sie nicht mehr da sind, uns schmerzlich bewusst werden. Unsere Dorfgemeinschaft war so ein Anker. Die Vereine waren präsent und wer wollte, konnte sich mit seinen Gaben einbringen. Die Kirchgemeinde gehörte uneingeschränkt zum öffentlichen Leben dazu. Aus den Reihen der politischen Gemeinde wurden immer wieder Vorhaben und Anliegen an die Bürger heran getragen. Das Leben pulsierte spürbar für alle Altersgruppen in unserem Dorf. Innerhalb kurzer Zeit haben sich die Verhältnisse umgekehrt. In unserem sozialen Gefüge Dorfgemeinschaft hat sich etwas Negatives eingeschlichen. Und es ist schwer geworden all die positiven Erfahrungen aus dem eigenen Leben einzubringen, damit andere davon aufgebaut werden können. Isolation ist ein schweres Problem. Trotz allem läuft unser Leben weiter. Es läuft auf den Wegen, die Gott für jeden von uns vorgesehen hat. Es läuft hell und schön und dunkel und traurig. Vieles ist völlig unverständlich. Vieles macht Angst. Vieles möchten wir gern ungeschehen lassen.

Der Monatsspruch für Oktober ist eine Hymne. Ein Lobpreis Gottes. Er stammt aus dem letzten Buch der Bibel, der Offenbarung. Johannes schaut auf das Meer. In seinen Gedanken taucht ein Monster auf. Ein Chaosdrachen, der das Böse verkörpert. Er ist geflohen, um der Verfolgung zu entgehen. Die Römer trachten danach, die junge Sekte der Christen zu zerstören. Auf der Insel Patmos hat Johannes eine Vision. Es ist eine Vision der Endzeit. Jesus Christus, den Gott aus dem Tod aufgeweckt hat und die Macht über diese Erde gegeben hat, kommt als Retter zurück auf diese Welt. Es wird aber nicht kampflos geschehen. Zuvor muss das Böse besiegt sein. Der Kampf gut gegen böse ist global. Es sind die letzten Kämpfe  auf dieser Erde. Johannes sieht, wie das Böse untergehen muss. Mit Blitz und Donner, mit Feuer und Wasser wird diese verrohte und ungerechte Welt untergehen. Gott hat Johannes solches schauen lassen. Er ist der Richter und seine Gerichte sind gerecht. Am Ende der Zeit wird Gott das Böse in dieser Welt vernichten und die, die sich zu seinem Sohn Jesus Christus bekannt haben, wird Gott ewiges Leben schenken. Und genau solche Seelen singen den Lobpreis, der unseren Monatsspruch beinhaltet. Es ist das Lied, das Mose mit seinem Volk der Israeliter einst sang, als sie aus  ägyptischer Herrschaft befreit waren.

Was bleibt für uns von diesem Text? Gott ist und bleibt der Schöpfer dieser Welt. Gott liebt seine Schöpfung. Auch dann noch, wenn Menschen brutal zu Werke gehen. Auch dann noch, wenn Menschen Krisen aller Art verschulden. Auch dann noch, wenn Menschen sich in schrecklichen Kriegen gegenseitig töten. Auch dann noch, wenn Menschen die Liebe untereinander erkalten lassen.

Gottes Zusage an seine Schöpfung bleibt bestehen. Gott liebt dich und mich. Es liegt an dir, alle die großen und kleinen Wunder, die er jeden Tag für dich bereit hält zu sehen. Seine Wege mit dir sind gute Wege. Alle deine Irrwege führen letztlich an ein gutes Ziel. Dafür zu danken ist jetzt die Zeit. Wer danken kann, kann auch getrost ein ganzes Stück von allen Sorgen und Problemen abgeben, die uns tagtäglich das Leben so unendlich schwer machen.

Dass uns das gelingen möge, wünsche ich Ihnen allen von ganzen Herzen. Bleiben Sie behütet!

Ihre Uta Baumfelder

Monatsspruch September 2022

Gott lieben, das ist die allerschönste Weisheit.
Sirach 1,10

Liebe Schwestern und Brüder,

hin und wieder stolpert man im Alltag darüber, dass man Wörter oder Sprichwörter verwendet, ohne genau zu wissen, was sie eigentlich bedeuten. Oft wird kritisiert, dass man zu viele englische Wörter im Alltag verwendet oder Phrasen nutzt, deren Grundinhalt man gar nicht versteht oder die man in dem Moment nur so dahin spricht. Auch in unserer Monatslosung für den September sind zwei Worte maßgeblich, die wir kennen und nutzen, die zu erklären uns aber schwerfällt: Liebe und Weisheit.

Liebe ist für uns Christen ja ein entscheidender Begriff und wir kennen viele Arten davon. Liebe ist ein Gefühl tiefer Zugehörigkeit, getragen von Vertrauen. Liebe verbinden wir mit vielen positiven Aspekten und sehen in ihr oft das band, was alles zusammenhält. Nächsten- und Feindesliebe sind uns wichtige Grundsätze unseres Lebens.

Bei Weisheit ahnen die meisten, dass dieser Begriff mehr beinhaltet als reines Wissen. Manche sagen, Weisheit sei das Wissen unserer Ältesten, z.B. wo die besten Blaubeergründe zu suchen sind, wie man anhand von Naturbeobachtungen Wetter vorhersagen kann oder ob Krisen wie die derzeitigen gemeistert werden können. Wenn man darüber nachdenkt, in welchen Situationen man das Wort Weisheit nutzt, kann man feststellen, dass Weisheit die Fähigkeit ist, Wissen in schwierigen Situationen anzuwenden, um gewünschte Ergebnisse zu erzielen. Weisheit kommt also aus Lebenserfahrung.

Mit diesem Verständnis von Weisheit und Liebe ließe sich unser Monatsspruch also so umformulieren und leichter verstehen lassen, dass es die beste Erfahrung im Leben sei, Gott zu vertrauen und ihn und seine Gebote wertzuschätzen.

Nun ist es mit Superlativen wie „die beste“ oder „die allerschönste“ so eine Sache. Wer legt denn fest, was das Beste und Schönste ist? Was ist wem wichtig im Leben? Bei Geburtstagwünsche hört man oft Gesundheit sei das allerwichtigste. Zweifelsohne sind das Wohlbefinden und das Fehlen schlimmer Erkrankungen wesentlich. Keiner will gern krank sein oder unter anhaltenden Schmerzen leiden. Aber wir wissen auch, dass Gesundheit wie Glück ein scheues Reh ist, was schnell verschwindet, egal, wie man sich mit gesunder Ernährung und Sport bemüht, es zu halten.

Was also ist das Wichtigste im Leben und was das Schönste? In vielen biblischen Stellen heißt es, dass es Gottes Liebe und seine Begleitung durch das Leben sei. Viele Propheten, Psalmbeter und auch Jesus selbst machen deutlich, dass ihnen die Liebe Gottes mehr wert sei als ihr Leben und damit auch ihre Gesundheit. Würden sie die Liebe Gottes verlieren, wäre das für sie furchtbar. Gottes Liebe war und ist für Gläubige wie eine sprudelnde Quelle im Leben. Sie gibt Kraft und Sinn für echtes Leben. Was den Menschen in der Bibel so selbstverständlich ist, erscheint uns aufgeklärten Menschen mittlerweile manchmal recht fremd.

Wir suchen nach Selbstverwirklichung, nach jugendlicher Frische, nach Spaß und Frieden, heiler Familienwelt. Häufig erleben wir solche glücklichen schönen Momente, aber irgendwie hälft die Freude nie lange an. Schnell sind Sorge und Kummer zurück und der Alltag hat die Freude erstickt. Kann es also wirklich die Liebe Gottes sein, die mich im Leben ausfüllt? Wenn ja, wo finde ich diese Liebe Gottes in meinem Leben?

Meine Glaubensgewissheit und die Sicherheit, von Gottes Liebe umgeben zu sein, ist nicht jeden Tag gleich. Manchmal wird mein Glaube auch erschüttert. Doch meist wurde mir im Nachhinein bewusst, wie stark mich Gottes Liebe durch schwierige Zeiten getragen hat. Manchmal muss ich mich selbst am frühen Morgen zu Gottesdiensten oder zum abendlichen Gebet überreden und werde doch immer wieder überrascht, wie beides meiner Seele Kraft geben. Ich weiß mich von Gottes liebender Hand umgeben und bin in ihr geborgen, auch wenn manchmal Fragen bleiben.

Natürlich treffen wir auch auf Menschen, die uns das Leben schwermachen, die andere Lebensstile pflegen oder andere Einstellungen haben. Hier wird es oft schwierig, nach Gottes Liebe zu handeln. Lieblosigkeit scheint oft weit verbreitet, in den bürokratischen Mühlen, im Arbeitsalltag, bei Streitigkeiten. Dabei ist sie keine Bagatelle, wie uns Jesus immer wieder gezeigt hat. Für Jesus steht und fällt unsere Liebe zu Gott damit, wie liebevoll wir mit anderen Menschen, insbesondere mit schwierigen Menschen, umgehen. Nach Auseinandersetzungen mit anderen denke ich oft, ich sollte die Hand zur Versöhnung reichen, aber mein Stolz lässt es nicht zu. Wie oft hindern mich tausend Gründe, meinen Glauben umzusetzen und Gottes Liebe an andere weiterzugeben. Wie oft nehme ich mir vor, heute noch den versprochenen Krankenbesuch zu absolvieren oder für diesen oder jenen kranken oder verzweifelten Menschen zu beten, doch die Arbeit nimmt mich in Beschlag und ich denke, es auf morgen verschieben zu können.

Liebe kann und lässt sich natürlich nicht auf Knopfdruck herstellen. Jesus geht es aber auch um ein bewusstes Verhalten mit einer liebevollen Einstellung. Diese Liebe kommt von Herzen, ist ehrlich und voller Kraft. Diese Liebe muss geübt werden, damit sie sich nicht selbst in den Vordergrund schiebt, sondern Andere ermutigt und das Gute von ihnen erwartet. Gottes Wort hält uns den Spiegel vor und zeigt uns mögliche Wege der Vergebung. Sie nimmt Streitigkeiten die Verbissenheit auf die eigene Position und öffnet den Blick für die Sicht des anderen oder eine ganz andere Perspektive. Dann fällt es leichter, Gottes Geboten nach Nächsten- und Feindesliebe besser umzusetzen.

Die Lebenserfahrung so vieler Menschen zeigt uns, dass es wirklich etwas sehr Schönes ist, Gott lieben zu dürfen und dabei zu erkennen, dass es keine Phrase, keine schwierig zu verstehende Begrifflichkeit ist, sondern etwas tief mit Sinn erfülltes, das Leben tragendes sein kann.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen einen guten Herbstanfang.

Chris Schönefeld