Monatsspruch Januar 2019

Gott Spricht: „Meinen Bogen habe ich gesetzt in die Wolken; der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde.“

1.Mose 9,13

Ein neues Jahr hat begonnen. Wir haben es festlich begrüßt und nun ist es unter uns. Noch ist es ganz frisch und neu. Vor uns liegen über 360 Tage und 52 Kalenderwochen. Noch wissen wir nicht, was uns erwartet. Manch einer findet das spannend, für andere kann das Grund zu Sorge und zu Angst sein.

Wir wünschen uns  zum neuen Jahr Glück und Gesundheit. Wir wollen gesund und leistungsfähig bleiben, wollen den beruflichen Anforderungen nachkommen können und den familären erst recht.

Glücklich wollen wir sein. Glücklich mit unserem Partner, mit unseren Kindern, mit Freunden und  Bekannten. Glückliche Stunden, Tage, Urlaubswochen – davon träumen wir auch im Jahre 2019.

Unsere Zukunft  liegt offen vor  uns. Die Mutigen unter uns haben da gewisse Vorteile gegenüber den Ängstlichen und Bedrückten. Denn sie vertrauen darauf, dass sich ihre Pläne und Vorstellungen im neuen Jahr umsetzen. „Alles wird gut“, sagen sie und die weniger Mutigen können den Satz  schon gar nicht mehr hören. Denn ihre Erfahrungen, die sie machen mussten, die stehen in schlimmen Bildern vor ihren Augen. Die Schmerzen sind geblieben. Die Zweifel drücken nach unten. Die Dunkelheit bleibt undurchdringlich. Nichts ist gut.

Am Ende der Sintflutgeschichte, bei der Noah mit seiner Familie und den Tieren nach monatelangem Treiben auf dem Wasser endlich an trockenes Land kommt, da spricht Gott ein Hoffnungswort. Er will von nun an die Menschen weder bestrafen noch gar vernichten. Sein Versprechen hat den Status eines Vertrages.

„Einen neuen Bund will ich mit euch schließen“, so sagt es Gott. Und von Zeit zu Zeit will ich euch daran erinnern.

Vielleicht schauen wir da dieses Jahr einmal intensiver hin, wenn nach Regen oder Gewitter die Sonne hervorkommt und einen wunderschönen Regenbogen über das Land, oder wie bei uns über die Berge spannt. Weit hinauf reicht er in den Himmel und seine beiden Enden treffen genau auf unsere Erde. Wunderschöne Farben im Halbkreis angeordnet.

Ich denke mir dann immer, so möchte Gott sich uns zeigen. Erdverbunden und den Menschen ganz nahe.

Immer dann, wenn ihr den Bogen am Himmel seht, dann denkt daran, dass es Gott ist, der in allen großen und kleinen Dingen ist, der dich in dieses Leben gerufen hat und dich liebt.

Du bist behütet und bewahrt! Auch in der Dunkelheit und auch im Leiden! Du darfst Gottes Wegen vertrauen im Jahre 2019!

Alles wird gut!

Mit den besten Wünschen für Sie und euch

Uta Baumfelder

Gedanken zum Monatsspruch Dezember 2018

Da sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut.
Matthäus 2,10

Liebe Schwestern, liebe Brüder,

was verbindet Ihr eigentlich mit Sternen? Sterne haben die Menschen schon immer fasziniert. Sie wecken Assoziationen, die sich sogar in unserer Alltagssprache, in Redewendungen wiederfinden – „Auf zu den Sternen!“, „Sternstunden“, „Du bist mein Stern“ oder auch „Ein Stern, der deinen Namen trägt“. Noch heute bemühen sich selbsternannte Sterndeuter um die richtige Auslegung von Sternkonstellationen und ihre Bedeutung für das Leben. Sicher lesen viele von Euch auch Ihr Horoskop, zumindest hin und wieder und selbst wenn man als aufgeklärter Menschen eigentlich nicht daran glaubt, so liest man es dennoch, denn es könnte ja stimmen. Auch wissenschaftlich sind die Gestirne von einer ungemeinen Faszination. Astro-Alex, also der deutsche Astronaut Alexander Gerst, hat es auf sehr humorvolle Weise geschafft, neu für das Weltall und auch die Sterne zu begeistern. Ereignisse, wie der Blutmond in diesem Jahr, locken tausende in die Natur, um einem seltenen Phänomen beizuwohnen. Und nicht zuletzt der „Krieg der Sterne“, Star Wars und Star Treck, also die Mischung aus Wissenschaft und Fiktion begeistern viele. Aber warum ist das eigentlich so?

Sterne leuchten in der dunklen Nacht. Kindern erzählt man auch, dass ein verstorbener Mensch nun dort oben ist und von dort auf einen aufpasst, um den Verlust erträglicher zu machen. Wenn man von Sternstunden spricht, meint man die ganz besonderen Momente im Leben. „Du bist mein Stern“ – so betitelt man auch nur Menschen, ob Kind oder Partner, der einem besonders am Herzen liegt. So bedeutsam, dass man für ihn oder sie die Sterne vom Himmel holen oder, was heutzutage möglich ist, einen neuentdeckten Stern schenken würde.

Sterne sind also etwas ganz besonderes und wir verbinden damit fast ausschließlich positive Gedanken. Sterne wecken Hoffnung, machen Mut, deuten auf etwas Größeres hin, in das wir auf und mit unserer Erde eingebunden sind. Aber sie sind auch unerreichbar, weit weg und vielleicht beflügeln sie gerade deshalb unsere Fantasie. Die alten Hochkulturen der Maya und ebenso die alten Ägypter interpretierten die Sterne auf unterschiedlichste Arten. Auch die Weisen aus dem Morgenland, von denen unser Monatsspruch spricht, waren wohl Sterndeuter. Der Evangelist Matthäus berichtet, dass sie einem besonders hellen Stern folgten und große Hoffnung mit ihm verbanden. Dieser Stern führte sie nach Bethlehem – zum Kind in der Krippe, dem König aller Könige, Jesus Christus. Ihr ganzes Vertrauen setzen sie dabei in einen Stern. In dunkler Nacht führt er sie zur Hoffnung für die Welt. Dunkle Nacht ist dabei durchaus auch im übertragenen Sinne zu verstehen. Sie lebten in Zeiten des Umbruchs. Kriege und Gewalt waren alltäglich und jeder Herrscher und Prophet beanspruchte für sich die alleinige Wahrheit. Die meisten Menschen waren unfrei und kaum einer erwartete, dass sich das ändern würde. Mitten in dieser Situation werden sie durch einen Stern in Bewegung gesetzt. Sie machen sich auf den Weg und sie werden belohnt. Sie finden Christus, der als erwachsener Mann die Welt erlösen, befreien und verändern wird. Christus, dessen Botschaft von der Liebe Gottes, in der alle Menschen gehalten sind, auch über 2.000 Jahre später noch Menschen folgen.

Es ist gut, dass wir die Geschichte der Sterndeuter und ihres Weges zum Kind in der Krippe jedes Jahr zu Weihnachten mitten in der dunkelsten Zeit des Jahres mit dem kürzesten Tag hören und uns damit Mut machen lassen. Mut, dass mit diesem Kind immer wieder neu ein Aufbruch geschehen kann, ein Licht in die Welt kommt, die uns oft dunkel erscheint, immer noch voller Egoismen, Gier, Hass und Gewalt, Not und Leid.

Ich wünsche Euch, dass Ihr nun, am Ende eines ereignisreichen Jahres, mitten im dunklen Dezember, zumindest hin und wieder auch einen Stern seht, der Euch Hoffnung macht, der Euch zu Weihnachten vielleicht aus den Augen Eurer Kinder und Enkel anleuchtet und Ihr angesteckt werdet von der hoffnungsvollen Botschaft von Jesus Christus. Damit ihr gestärkt in ein neues Jahr gehen könnt, was auch immer es bringen mag! Für alles Kommende wünsche ich Euch Gottes reichen Segen!

Chris Schönefeld

 

Monatsspruch November

Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann.
Offenbarung 21,2

Liebe Schwestern und Brüder,

ein mächtiges Bild, das uns Johannes als Verfasser der Offenbarung da liefert.

Und ja: Großformatige Bilder standen dem Johannes vor Augen – damals, als die erste Verfolgung über die christlichen Gemeinden herein brach.
Bedroht, verfolgt, bestraft – Johannes wurde verbannt auf die Insel Patmos. Dort im Exil empfing er Visionen und schrieb sie auf. Für alle die Anderen, die in Bedrängnis waren, in Angst, in Verzweiflung. Auch für uns heute.
Bilder, die uns hinein schauen lassen in die Zukunft. In die Ewigkeit. In der alles ganz anders sein wird.

Etwas, das wir uns oft in unserem Alltag gar nicht vorstellen können. Und so bleibt Johannes nicht bei diesem einen Bild, sondern er beschreibt uns weitere:

Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu

Wir gedenken in diesem Monat an zwei Sonntagen unserer Toten. Am Volkstrauertag den in den beiden Weltkriegen gefallenen Soldaten und am Ewigkeitssonntag – oder wie er bei uns oft genannt wird, dem Totensonntag – unserer lieben, manchmal schon vor Jahren oder in diesem Jahr verstorbenen Angehörigen.

Ein Mensch stirbt. Geht von uns. Wir bleiben zurück. Mit unseren Tränen, mit unserer Angst vor der Zukunft. Mit dem Leid und dem Schmerz, den uns der Verlust eines lieben Menschen verursacht.

Aber da ist nicht nur die Trauer, da ist oft auch Leere in uns. Wir fühlen uns verlassen, allein. Nichts kann uns wirklich trösten.

Johannes schreibt weiter:

Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen.

Der Prophet Johannes sitzt weit weg – da auf der Insel, verbannt und verzweifelt, bedrängt, traurig, voller Angst.
Von da blickt er in den neuen Himmel und auf die neue Erde. Und spürt doch ganz real, hier und jetzt, wie Gott seine Tränen abwischt. Dieser Gott, der sein Zelt nebenan aufschlägt. Und der seine verletzten Menschenkinder in den Arm nimmt.

Und nun sitzen wir hier, im November 2018, mit unserer Trauer, unseren Tränen, unseren Fragen. wir wünschen uns, dass auch wir etwas davon spüren: Wie Gottes zärtliche Hand uns über die Wange streicht. Und er uns in seine tröstenden Arme nimmt.

Ihre Manuela Schmidt

Monatsspruch Oktober

In Memoriam Norbert

Herr, all mein Sehnen liegt offen vor dir, mein Seufzen war dir nicht verborgen. Psalm 38, 10

Lieber Vater,

es drängt mich mein Herz geradezu, dir diese Zeilen zu schreiben. Gedanken und Gefühle möchte ich vor dich bringen, holprig und bruchstückhaft, aber ehrlich und kindlich.

Du hast uns unser Leben geschenkt, jedem von uns. Als deine Kinder gehen wir Wege, die so ganz verschiedensind, die manchmal viel Gutes, viel Erfolg und Glück mit sich bringen.

Manchmal geraten wir auf Irrwege. Manchmal sind unsere Wege von Krankheit, Elend und Tod gezeichnet.

Solche Wege wollen wir nicht gehen. Wir fürchten uns. Die Angst vor dem Unbekannten lähmt uns.

Aber du hast auch solche Wege für uns bereit. Und wir tragen sehr schwer daran. Unsere Unbekümmertheit ist dahin. Sorgen werden groß und schleichen sich in unser Herz.

Was wird sein, wenn die Krankheit sich weiter ausbreitet? Kann ärztliches Wissen und Können noch helfen? Oder machen die intensiven Therapien letztlich doch mehr kaputt?

Der liebe Mensch dort, weit weg von Familie und Freunden muss Tag und Nacht bangen, hoffen, bestenfalls glauben. Tag um Tag, Stunde um Stunde vertraut er der ärztlichen Kunst. Er kämpft um sein Leben, er möchte noch nicht sterben. Er weiß, dass er noch dringend gebraucht wird von seiner Familie.

Und die Lieben daheim bangen mit ihm, beten alle. Aber es kommen jeden Tag schlechtere Nachrichten. Es ist, als ob du dich abgewendest hast von uns. Es ist schrecklich, dass nichts und niemand hilft.

Am Ende wirst du uns, die wir mit leeren Händen wieder nach Haselbach zurück fahren, ganz fest halten. Du lässt uns erkennen, dass der Tod nicht schrecklich ist, sondern zum Leben gehört, dass Sterben eine ernste aber wichtige Sache ist.

In den folgenden Tagen und Wochen der Dunkelheit erfahren wir ganz viel Trost und Zuwendung. So viele Hände, die gereicht werden, so viel Anteilnahme, so viele Gespräche, so viel ehrliche Herzlichkeit.

Dein Weg mit uns, Vater, ist manchmal kein Spaziergang. Im finsteren Tal sieht man die Hand vor Augen nicht. Das ist wie blind sein. Deshalb ist es gut, wenn deine  starke Hand uns durch die Dunkelheit führt. Denn du weißt, was nötig ist.

Es muss unser kindliches Urvertrauen sein, dass wir immer wieder auf das Gute hoffen, das du bereit hältst.

Du aber, Herr, weißt um mich, kennst mich. Ich vertraue dir.

Amen.

Es grüßt Sie

Uta Baumfelder

Gedanken zum Monatsspruch September 2018

Gott hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende.
Prediger 3,11

Liebe Schwestern, liebe Brüder,

es ist Sommerzeit – eine herrliche Zeit, auch wenn wir in diesem Jahr unter der Hitze und der langanhaltenden Trockenheit stöhnen und uns der Schreck über das Feuer vom 12. August vielleicht noch in unguter Erinnerung ist. Trotzdem kann sich unser Herz an vielen schönen Dingen erfreuen, die uns umgeben und die wir erleben dürfen – lange, lauschige Sommerabende, die farbenreiche Vegetation und die vielen Feste in unserer Region. Vielleicht hat der ein oder andere auch einen erholsamen und schönen Urlaub verbringen können, an fremden Orten vielleicht mit vielen neuen Eindrücken und freudigen Begegnungen oder auch bewusst in der Heimat, in der Natur. So viel Schönes umgibt uns und da mag man gern einstimmen in die Worte des Predigers, die uns als Monatsspruch mitgegeben sind: „Gott hat alles schön gemacht zu seiner Zeit“. Ja, er hat wirklich viel Schönes erschaffen, für das wir dankbar sein können: Erde. Luft. Wasser. Feuer. Die Gesetzmäßigkeiten des Kosmos. Seine unendliche Weite. Die Vielfalt der Arten, Organismen, Pflanzen und Tiere. Schließlich auch uns Menschen, ihm gleich, hineingesetzt in den Paradiesgarten, ihn zu bebauen und zu bewahren. In der Lage zu sprechen, zu denken, zu handeln. Beschenkt mit Vertrauen. Begabt mit vielen Talenten, mit denen wir uns gegenseitig erfreuen können, wie bei unserem Pfarrgartenfest und die wir füreinander einsetzen sollen.

Doch obwohl wir so viel Schönes um uns haben, wissen wir auch, wie bedroht alles ist. Wie kostbar die glücklichen Momente und fragil unser Glück. Nicht nur das Feuer im letzten Monat oder die oft grausamen Ereignisse in aller Welt zeigen es uns. Auch privat erleben wir Schicksalsschläge oder werden voneinander enttäuscht. Was uns eben noch glücklich und unser Herz weit machte, zerbricht und verschwindet. Das kann uns zweifeln lassen, warum Gott auch das geschaffen hat oder zumindest weshalb er es zulässt. Wie er neben so viel Liebe und Freude, auch Schmerz, Leid und Hass, Zerstörung und Gewalt bestehen lassen kann. Es scheint ein Widerspruch zu sein, den wir durch noch so gründliches Nachdenken nicht auflösen und ergründen können. So wie es der Prediger auch bemerkt: „nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende.“ Beides aus seiner Hand zu nehmen, das Gute und das Schlechte, fällt uns schwer und doch gehört es dazu. Wir wollen das Schöne, unser Glück festhalten, es für die Ewigkeit bewahren, weil uns – so der Prediger – die Ewigkeit in unser Herz gelegt ist. Aber wir wissen, nichts von dem, was wir hier haben, ist ewig. Wie der Sommer vergeht und dem Winter Platz macht, weichen leichte und schöne Dinge dem schweren, dem schwer auszuhaltenden. Das angenehme geht, das unangenehme tritt hervor, oft stürmisch wie der Herbst. Aber auch im Herbst und im Winter lassen sich schöne Seiten erkennen, nicht sofort und nicht immer, aber hin und wieder.

Nichts ist ewig. Die Natur nicht, wir nicht. Wir wünschen es uns, weil uns die Ewigkeit ins Herz gelegt ist und wir hoffen es von Gott, von dem alles kommt und zu dem alles geht. Wenngleich es unsere Vorstellung übersteigt, so glauben wir: Er ist ewig.

Vertrauen wir daher auf seine Kraft und freuen uns an allem, was uns umgibt und auch einander, so schwer das manchmal ist, bestärkt und ermutigt durch Jesus Christus.

Einen Grund zur Freude haben wir auch im September wieder, denn wir feiern den 10. Jahrestag der Wiedereinweihung unserer Matthäuskirche. Ihr seid alle herzlich zur Kirmes und dem Festgottesdienst am Samstagnachmittag eingeladen.

In diesem Sinne wünscht Euch alles Gute

Chris Schönefeld

Gedanken zum Monatsspruch August 2018

Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm.
1 Joh 4,16

Liebe Gemeinde,

wie geht es Ihnen, wenn sie einen Vers oder ein Kapitel in der Bibel lesen? Ist das Ganze sofort verständlich oder tuen sich da zu Anfang erst einmal mehr Fragezeichen auf?

Als ich den Monatsspruch für den Monat August das erste Mal las, war bei mir die Frage:In welchem Zusammenhang steht dieser Vers?

Deshalb erst einmal etwas Theorie:

Der Monatsspruch für den Monat August steht im ersten Buch des Johannes. Dieser Brief soll die Leserinnen und Leser in ihrem Glauben stärken. Und so werden viele Ermahnungen und theologische Schlussfolgerungen aneinander gereiht.

Aber es stehen in diesem ersten Brief eben nicht nur Dinge, die man tun muss, sondern es geht auch um die Liebe. Und so findet man dort eben den Spruch: „Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm“.

Das klingt nun erstmal alles sehr theoretisch. Aber was bedeutet es nun für uns? Für jeden Einzelnen?

Eigentlich ist es ganz einfach erklärt: Wir sollen unseren Nächsten lieben. Eben nicht nur Gott, sondern auch unsere Mitmenschen.

So gesehen ist es schonmal etwas leichter verständlich. Aber geht das überhaupt so einfach? Woher weis ich, wie ich meinen Nächsten lieben soll? Denn es geht hier nicht nur um die Liebe zwischen Mann und Frau, sondern, das man liebevoll und eben auch respektvoll mit allen Menschen umgeht.

Auch da hilft uns Johannes, wenn er sagt: Und Gott bleibt in ihm.

Wir sind nicht allein. Gott legt immer wieder seine Liebe in uns. Wenn wir eben, und auch daran will uns der Text erinnern, offen für Gottes Liebe sind. Das ist manchmal gar nicht so leicht. Wenn die Alltagssorgen so groß sind, dass man gar keinen anderen Gedanken Raum schenken kann. Gott keinen Raum mehr einräumt im Alltag.

Aber, so Johannes, wenn wir uns wieder öffnen, eben wenn wir in Gottes Liebe bleiben, dann haben wir auch die Liebe für unseren Nächsten. Wissen aus unserem Herzen und Gottes Liebe heraus, wie gelebte Nächstenliebe funktioniert.

Und so wünsche ich uns allen, dass wir wieder mit offenen Augen und Herzen durch diesen so sommerlichen Monat August gehen. Mit Gott an unserer Seite und seiner Liebe.

Ihre Manuela Schmidt

Spechtsbrunner Konzert- und Theatersommer

Ein abwechslungsreiches Programm war am Wochenende des 23. und 24. Junis rund um die Spechtsbrunner Kirche geboten.

Bereits am Samstag, dem 23.06.2018, fand in der Matthäuskirche ein Konzert mit der Band A‘N‘T statt. Trotz Fußball-Weltmeisterschaft, Sonnenwendfeuer in den Orten der Umgebung und relativ kühlen Temperaturen fanden auch einige Gäste den Weg in die Kirche und wurden mit einem tollen Konzert belohnt.

A‘N‘T – das sind die beiden Musiker Ace Griffin und Torsten Bäring, die auch bei Cornamusa und den Rocktigers mitspielen. In dem anderthalbstündigen Programm konnten die Besucher ihr breites Spektrum erleben. Das Repertoire reichte vom Rennsteiglied über das bekannte Halleluja von Leonhard Cohen, schottischen und irischen Lieder bis hin zu Nothing else matters von Metallica. Auch an Musikinstrumenten kam Etliches zum Einsatz: Gitarre, irische Flöte, Dudelsack, Tamburin und auch die Spechtsbrunner Orgel. Alle Besucher fanden am Ausgang durchweg lobende Worte.

Einen Tag später, am 24.06.2018, gab es dann das nächste Highlight. Pünktlich um 14.00 Uhr ertönten die Glocken der Kirche und läuteten damit den Beginn des nächsten Theaterstücks aus der Feder von Günther Schmidt ein: „Wachtmeister Heinrich und die Martinsgans“. Wie schon zum Luther-Theater im vergangenen Jahr gestaltete Günther auch in diesem Jahr wieder die Kulissen.

Aufgeführt wurde das heitere Stück von der Neuen Tettauer Theatergruppe. Inhaltlich drehte sich alles um den Spechtsbrunner Wachtmeister Heinrich, der in der dörflichen Idylle von Spechtsbrunn zur Kaiserzeit geradezu sehnsüchtig auf einen neuen Fall wartet. Erst passierte nichts, doch dann überschlugen sich nahezu die Ereignisse und ein munteres Ermitteln um eine verschollene Schnupftabakdose und eine gestohlene Martinsgans begann.

Der ehemalige Tettauer Bürgermeister Hans Kaufmann schlüpfte dabei in die Rolle des Pfarrers und Ärztin Ines Pechtholds in die Rolle der Frau des Wachtsmeisters. Zwischen den drei einzelnen Akten sorgte die Bochbicher Gaudi-Musik für die musikalische Umrahmung.

Die zahlreichen Gäste konnten sich im Anschluss bei Bratwürsten stärken, die wie schon am Tag zuvor vom Heimat – und Tourismusverein Oberland e.V. verkauft wurden. Für Kaffee und Kuchen sorgte das Gasthaus Peterhänsel, in dem der neue Besitzer Björn Greiner mit seiner Familie und Angestellten für das leibliche Wohl sorgten.

Die Kirchgemeinde Spechtsbrunn / Hasenthal möchte sich an dieser Stelle stellvertretend bei allen bedanken, die das Theaterstück wieder zu einem gelungenen Ereignis in unserem Ort gemacht haben: Allen voran sei vor allem Günther Schmidt wieder für seine tolle Idee, die wunderbare Geschichte und die eindrucksvollen Kulissen von Herzen gedankt! Ein weiterer Dank gilt der Neuen Tettauer Theatergruppe um Ines Pechtold, die uns wieder in professioneller und ansprechender Weise unterhalten haben. Vielen Dank auch an die Musiker der Bochbicher Gaudimusik für die tolle musikalische Umrahmung! Daneben danken wir der Familie Björn Greiner, Volkmar Büttner und Birgit Kramer-Büttner, Maik Wagner sowie Peter Schneider für die Bewirtung der Gäste sowie die Unterstützung bei der Besorgung der Sitzgelegenheiten. Natürlich bedanken wir uns auch sehr herzlich bei allen Gästen aus nah und fern, die das Theaterstück besuchten und mit Applaus sowie einer kleinen Spende honorierten.

Dank der guten Zusammenarbeit konnten wir wieder ein tolles Ereignis auf die Beine stellen!

Gemeindekirchenrat Spechtsbrunn / Hasenthal

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Gedanken zum Monatsspruch Juli

 Säet Gerechtigkeit und erntet nach dem Maße der Liebe! Pflüget ein Neues, solange es Zeit ist, den HERRN zu suchen, bis er kommt und Gerechtigkeit über euch regnen lässt!
Hosea 10,12

Haben Sie im Frühjahr etwas in Ihren Gartenboden ausgesät? Dann ist es sicherlich längst aufgegangen. Sie sind sicher ein umsichtiger Gärtner. Der Trockenheit der letzten Wochen konnte man nur trotzen, wenn die jungen zarten Pflänzchen täglich bewässert wurden. Wer zählt da schon die Kannen, die tagtäglich zu schleppen sind. Aber wenn wir jetzt aus dem Fenster in unseren Garten schauen hat es sich doch gelohnt, denn aus den Minipflänzchen sind schon kräftige Gemüse- und Blumenpflanzen geworden. Ich freue mich immer über mein „Biogemüse“ und ich mag die bunte Blumenpracht und das Summen und Schwirren der Bienen, Hummeln und Schmetterlinge.

Säen und ernten und immer wieder von Neuem beginnen- seit Jahrtausenden ist das ein Symbol für den immerwährenden Kreislauf in unserer Welt. Und es ist nicht nur symbolisch gemeint, sondern spiegelt sich in unserer täglichen Arbeit. Ohne die Mühe des Beginnens, ohne den Mut, immer wieder neu anzufangen, wird am Ende nichts herauskommen.

In der Bibel wird das Gleichnis vom Sämann erzählt. Jesus erzählt den Menschen, die sich um ihn versammelt haben, wie sich Gottes Wege mit uns gestalten. Da geht einer auf seine  Acker und streut das kostbare Korn, das die Familie sich vom Mund abgespart hat, großzügig und mit vollen Händen aus. Er streut und streut und er hat keinen Einfluss darauf, wohin das Korn fällt. Dann pflügt er das Ganze ein, denn das war die übliche Vorgehensweise. Später muss er feststellen, dass nur ein kleiner Teil des Samens aufgegangen ist, Wurzeln fasst, gedeiht und Frucht bringt. Ein großer Teil seiner Mühe war vergeblich, denn es fiel ein Teil des Samens auf steinigen Boden. Die Pflanzen fanden keinen Halt. Ein Teil fiel auf Boden, auf dem schon Dornenbüsche und Unkraut zu wachsen angefangen haben. Schnell erstickten die jungen Pflänzchen. Ein anderer Teil landete auf der Straße, wo  es zur leichten Beute der hungrigen Vögel wurde.

Jesus sagt, so wie der Samen des Sämanns, so ist es mit Gottes Wort. Dort, wo Gottes Wort angenommen wird und nach Gottes Willen gefragt wird, da wird das Leben ein gutes Ziel finden.

Auch wir sollen guten Samen säen. Dazu zählt auch die Gerechtigkeit, von der der Prophet Hosea im Monatsspruch redet. Jeder Mensch, jedes Geschöpf hat ein Recht auf Leben. Lassen wir das noch gelten? Oder stimmen wir dem Ellenbogenprinzip in unserer Gesellschaft zu. Sichern wir unseren eigenen Vorteil, geben wir unseren Karrierechancen ein Übermaß an Aufmerksamkeit, greifen wir zu wenn Macht und Ruhm sich für uns anbieten, oder verzichten wir zugunsten des Menschen neben uns. Können wir stattdessen vielleicht die guten Gaben, die wir täglich ohne unser Zutun bekommen sehen und dankbar sein? Können wir jubeln und uns freuen und dankbar sein gegenüber dem Schöpfer dieser Welt und können wir das weiter geben an die Menschen, die uns im Alltag begegnen?

Manchmal im Leben gibt es Tage, da wird etwas „Neues“ beackert. Da geschieht etwas, da wird mit Hoffnung gesät. Wir haben das am 10. Juni 2018 in unserer Matthäuskirche erlebt, als zwei Kinder getauft wurden – Yuna Mittmann aus Spechtsbrunn und Finn Baumfelder aus Steinach. Ein vertrauensvoller Anfang, eine grenzenlose Hoffnung, ein Weg der alles überwinden kann.

Das möge Gott den beiden Kindern und uns allen schenken.

Es grüßt Sie herzlich und wünscht eine schöne Sommerzeit

Ihre Uta Baumfelder

Gedanken zum Sonntag

Liebe Gemeinde,

der erste Sonntag des Jahres 2015 ist zugleich der zweite Sonntag nach dem Christfest. Dieser Tag beleuchtet die Jugend Jesu. Im Evangelium (Lukas 2, 41-52) heißt es, dass der 12-jährige Jesus im Tempel nicht nur seine Eltern erschreckt , sondern auch Bewunderung unter den Gelehrten des Volkes Israel hervorruft, als er Gott seinen Vater nennt. Jesus zeigt damit deutlich, dass er Gottes Sohn ist, der Vollmacht hat, den Willen Gottes zu verkünden. Es fällt nicht leicht, sich vorzustellen, dass der alles umfassende Gott zu uns als einer von uns kommt.  Aber durch Jesus Christus zeigt uns Gott, wie nahe er uns kommt und wie er uns im Leben begleitet. Darüber dürfen wir uns in den weinachtlichen Freundenszeit glücklich wissen und daran dürfen uns an diesem Sonntag erinnern.

„Guter Gott,

nach den vielen Festtagen geht es wieder auf den Alltag zu. Hilf uns, Deine Nähe zu uns im Herzen zu bewahren. Lass uns mit neuem Schwung alle Aufgaben wieder anpacken. Und öffne uns die Augen, wann es Zeit ist, nicht wie gewohnt weiter zu machen, sondern unseren eigenen, vielleicht auch ungewöhnlichen Weg zu suchen,umso unserer Sehnsucht nach Leben zu folgen. Zeige uns, was uns möglich ist, als Deine Töchter und Söhne. Bestärke unsere Liebe zu dir, zu den Menschen, mit denen wir leben und zu uns selbst. Bestärke unseren Mut, Herausforderungen anzunehmen, Auseinandersetzungen zu riskieren für das, was uns wichtig ist. Gib uns offene Augen für die Menschen um uns und das, was wir tun und leisten können, dass auch andere gut leben können. Belebe unsere Kirchengemeinden und Kirchen, dass wir den frischen Wind zulassen können, den die Jungen durch ihre Fragen mitbringen. Belebe deine Kirche weltweit, dass sie sich klar und entschieden für das Leben einsetzt, auch wenn sie damit anecken könnte. Belebe und ermutige die Verantwortlichen in politischen Ämtern weltweit, dass sie auch unbequeme Entscheidungen wagen, die die Schwachen stützen und Leben bewahren helfen! Amen“

von Pfarrerin Eva-Maria Bachteler

Kommen Sie, kommt gut in das neue Jahr!

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Einladung

Wachtmeister Heinrich und die Martinsgans - Plakat-page0001

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