Archiv für den Autor: Manuela Schmidt

Gedanken zum Monatsspruch Mai 2019

Es ist keiner wie du, und ist kein Gott außer dir.
2. Samuel 7,22

Du sollst keine anderen Götter haben neben mir“ – ich denke, man kennt dieses Gebot, das Erste von den 10 Geboten aus dem Alten Testament. Aber wie ist das nun heute, in Zeiten von „mein Haus, mein Auto, mein Boot“?

Hat Gott da noch einen Platz in unserem Leben? Oder sind es so viele andere Dinge, nach denen wir streben? Ob nun die Anerkennung in der Gesellschaft, oder eben der Besitz. Uns wird ja eigentlich immer erzählt, wie wichtig es ist, etwas Bestimmtes zu besitzen. Oder Erfolg zu haben. Die Karriereleiter immer weiter empor zu steigen.

Und seien wir ehrlich, es gibt sie ja, diese Menschen, in deren Leben scheinbar alles glatt zu laufen scheint. Egal, was sie anfangen, es gelingt ihnen. Ein Scheitern – eigentlich undenkbar.

In einer solchen Situation befindet sich der König David. In seinem Leben hat er es sehr weit gebracht. Mittlerweile ist er König über ganz Israel geworden und hat Jerusalem erobert. Doch dann passiert etwas Erstaunliches. Über den Propheten Nathan erhält David eine Verheißung: David ist der von Gott Auserwählte, dessen Geschlecht und Thronfolge für immer Bestand haben soll.

Die Reaktion Davids ist verständlich, wenn er sinngemäß sagt: „Wer bin ich eigentlich, dass Gott mich nicht nur zum König des Volkes Israels gemacht hat, sondern mir überdies für die Zukunft solche Zusagen macht.“

David ist überwältigt von der Zusage Gottes. Ihm, dem Hirtenjungen, widerfährt so etwas Großartiges. In dieser Situation preist er Gott: „Es ist keiner wie du, und ist kein Gott außer dir!“ Er erkennt Gott als den einen und einzigartigen an.

Dabei ist Davids Vertrauen in Gott vollkommen. Er vertraut darauf, dass Gott diese Verheißung wahr werden lässt. Von Zweifeln, die David haben könnte, ist uns nichts überliefert.

Aber wir, wir kennen sie, die Zweifel, die Ängste. Jeder von uns wird sie schon ein oder mehrmals in seinem Leben gehabt haben. Und dann stellen wir uns die Frage: Was bringt mir das ganze Geld, die Anerkennung? Nichts. Das, wann dann trägt, oder besser gesagt, uns tragen soll, ist das Vertrauen auf Gott.

Doch können wir Gott voll und ganz vertrauen? Auch wenn wir schon Zeiten in unserem Leben hatten, in denen wir ganz und gar das Vertrauen verloren haben in Gott? Wenn wir einen uns nahen Menschen gehen lassen mussten? Unsere doch so sicher gedachte berufliche oder private Zukunft es so nicht mehr gab.

Vertrauen, das einmal verloren gegangen ist, wieder aufzubauen, das braucht Zeit, das ist nicht innerhalb eines Tages, einer Woche oder Monats wieder vorhanden. Manchmal braucht es Jahre. Und so wünsche ich ihnen und uns diese Zeit. So das auch wir eines Tages wieder sagen können: „Und ist kein Gott ausser dir“

Ihre Manuela Schmidt

Gedanken zum Monatsspruch im März 2019

Wendet euer Herz wieder dem Herrn zu, und dient ihm allein.
1 Samuel 7,3

Liebe Schwestern und Brüder,

woran Du dein Herz hängst, das ist Dein Gott“ – so hat es Martin Luther einmal erkannt und in seinem Katechismus (= Handbuch zum besseren Verständnis der zentralen christlichen Glaubensinhalte, im Gesangbuch hinten enthalten) formuliert. Dieser einfache Satz bringt gut zum Ausdruck, wie schnell uns Menschen das, was wir lieben, zum höchsten Gut wird. Und woran hängen wir nicht alles unser Herz: an so manchen liebgewordenen Gegenstand wie das eigene Haus oder Auto, den eigenen Wohlstand, an unsere Heimat, an die Gesundheit, den Partner oder die Familie oder auch an Gefühle wie Anerkennung und Wertschätzung. So vieles hat Bedeutung in unserem Leben, ist uns wichtig und kostbar. So wichtig, dass wir alles dafür tun, uns einsetzen mit ganzer Kraft. So wichtig und bedeutsam, dass wir oft verzweifeln, wenn es uns abhandenkommt, wenn es verletzt oder beschädigt wird oder uns was nicht gelingt. Was bei einem ersetzbarem Gegenstand wie einem Auto oder Haus noch verschmerzbar ist, belastet uns bei Fragen der Gesundheit oder der Familie umso mehr. Wie schnell wird einem hier das Herz gebrochen!

In der Aufzählung der Dinge, die einem am Herzen liegen, wird, so ehrlich sollten wir sein, bei den wenigsten von uns Gott auftauchen. Klar, wir nennen uns Christen und irgendwie glaubt man als solcher an Gott oder eine höhere Macht, aber irgendwie erscheint dieser Gott auch so weit weg, so unnahbar. Anders als die Familie, als die Gesundheit oder das Auto fällt es schwer, sein Herz an ihn zu hängen. Schon den eigentlich gottesfürchtigen Israeliten ging es damals ähnlich. Sie glaubten zwar an den Gott ihrer Väter, aber auch ihnen waren ganz weltliche Dinge wichtig, z.B. möglichst große Viehherden oder viele Kinder zu haben, die Anerkennung und Respekt der anderen zu erhalten. Vieles wurde auch Ihnen zum Ersatzgott.

Genau in diese Situation hinein, wurden die Israeliten und werden auch wir vom Propheten Samuel ermahnt mit Worten, die uns als Monatsspruch für den März gegeben sind. „Wendet euer Herz wieder dem Herrn zu und dient ihm allein.“ Samuel fordert uns auf, alle anderen Götter zur Seite zu tun und allein den HERRN anzubeten und ihn zur allein bestimmenden Kraft unseres Lebens zu machen. Als Menschen stehen wir immer ja wieder vor der Frage, welche Mächte unser Leben bestimmen. Wir mögen uns oft selbstsicher und unabhängig geben, als ob wir selber bestimmen, was wir warum tun oder lassen. Doch wissen wir auch, dass vieles nicht in unserer Macht steht. Der Familienfrieden nicht, die Gesundheit nicht. Viele Kräfte zerren an uns. Viele Stimmen flüstern in unser Ohr und wollen uns diese oder jene Richtung weisen. Doch auf welche Stimme hören wir? Je nach Situation oder Herausforderung stellen wir das eine oder das andere mehr in den Vordergrund, je nachdem, was uns Vorteile bringt. Mal lassen wir unser Handeln von unserem christlichen Glauben dominieren, mal bestimmt uns zum Beispiel das Bedürfnis, noch wohlhabender zu werden, auch wenn unser Verhalten dann christlichen Werten widerspricht.

Der Prophet mahnt uns, unser ganzes Leben, all unser Denken und Handeln, von unserem Glauben an Gott bestimmen zu lassen und zwar an den Gott, von dem Jesus uns gezeigt hat, dass er gar nicht so unnahbar ist, wie wir meinen, sondern voller Liebe, Barmherzigkeit und Gerechtigkeit. Wenn wir uns diesem liebenden Gott ganz unterstellen, dann können uns diese Werte so erfüllen, dass sie unser alltägliches Handeln bestimmen, sowohl in der Gemeinschaft der Christen als auch in Schule, Studium oder Beruf. Dann kann man sich nicht in einem Bereich christlich verhalten und in einem anderen nicht, sondern Gottes Liebe und Gerechtigkeit werden für uns immer und überall bestimmend. Das kann uns dann auch helfen, wenn unsere anderen Götter mal wieder versagt haben und unser Herz gebrochen ist.

Hören wir also auf Samuel und wenden unser Herz wieder Gott zu. Er wird’s wohl mit uns machen.

In diesem Sinne grüßt Euch herzlich

Chris Schönefeld

Gedanken zum Monatsspruch für Februar 2019

Ich bin überzeugt, dass dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll.
Römer 8,18

Liebe Leserinnen und Leser des Oberlandkuriers,

wie schaut Ihr täglicher Ablauf aus? Morgens klingelt der Wecker, dann wird geduscht, das Frühstück schon mal zurecht gemacht, die Zeitung geholt und dann schnell was gegessen und ein Kaffee getrunken. Dann die Schuhe an, Jacke anziehen, Haustür zu und ab ins Auto. So sollte es sein, wenn alles nach Plan laufen würde. Doch: Oh Schreck. Erst ist die Zeitung noch nicht da, dann der Toast verbrannt. Und dann, als man schon im Auto sitzt: Mist, im Haus noch was vergessen.

Das sind die kleinen Probleme, die uns im Alltag begegnen können. Man denkt dann oft noch längere Zeit: Hätte ich mal lieber vorher geschaut, wie der Toaster eingestellt ist, wäre vorm Gang nach draussen lieber noch mal durchgegangen, ob ich alles hab.

Wie schon erwähnt, das sind die Kleinigkeiten, die unseren Alltag ein wenig durcheinanderbringen. Aber dann gibt es die Dinge, die lassen unser ganzen Leben aus der Bahn geraten: Eine plötzlich auftretende Krankheit, der Verlust der Arbeit, die Nachricht vom Tod eines Menschen. Mit den Gedanken dazu sind wir nicht nur mal eben eine Stunde oder einen Tag beschäftigt – nein – das kann Monate oder sogar Jahre dauern. Ich denke mal, jeder von uns hat das schon einmal erlebt.

Und dann lesen wir den Monatsspruch für Februar. Er stammt vom Apostel Paulus. Und der eine oder andere wird sich denken: „Ja, der Paulus, der hat bestimmt leicht reden. Spricht da von einer Herrlichkeit, die an uns offenbart wird. Woher will der denn wissen, was Leid ist“

Die Antwort darauf ist aber nicht die erwartete: Der Apostel Paulus weiß sehr wohl, was Leid ist. Er wurde verfolgt und ins Gefängnis gebracht.

Aber für ihn gibt es etwas, das ihm Hoffnung gibt: Er vertraut darauf, dass er eines Tages Gottes Herrlichkeit sehen darf.

Und damit will er auch uns Hoffnung schenken. Das dann Leid, Schmerz und Angst vergangen sind.

Paulus sagt das nicht nur, nein, er ist fest davon überzeugt.

Diese Überzeugung, die hatte Paulus nicht immer. Es war ein langer Weg für ihn, der nicht immer leicht war. Aber er ist ihn gegangen. Durch die Höhen seines Lebens, aber auch durch die tiefsten Tiefen.

Und das können auch wir – im Jahr 2019. Mit Gott an unserer Seite.

Ihre Manuela Schmidt

Gedanken zum Monatsspruch Dezember 2018

Da sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut.
Matthäus 2,10

Liebe Schwestern, liebe Brüder,

was verbindet Ihr eigentlich mit Sternen? Sterne haben die Menschen schon immer fasziniert. Sie wecken Assoziationen, die sich sogar in unserer Alltagssprache, in Redewendungen wiederfinden – „Auf zu den Sternen!“, „Sternstunden“, „Du bist mein Stern“ oder auch „Ein Stern, der deinen Namen trägt“. Noch heute bemühen sich selbsternannte Sterndeuter um die richtige Auslegung von Sternkonstellationen und ihre Bedeutung für das Leben. Sicher lesen viele von Euch auch Ihr Horoskop, zumindest hin und wieder und selbst wenn man als aufgeklärter Menschen eigentlich nicht daran glaubt, so liest man es dennoch, denn es könnte ja stimmen. Auch wissenschaftlich sind die Gestirne von einer ungemeinen Faszination. Astro-Alex, also der deutsche Astronaut Alexander Gerst, hat es auf sehr humorvolle Weise geschafft, neu für das Weltall und auch die Sterne zu begeistern. Ereignisse, wie der Blutmond in diesem Jahr, locken tausende in die Natur, um einem seltenen Phänomen beizuwohnen. Und nicht zuletzt der „Krieg der Sterne“, Star Wars und Star Treck, also die Mischung aus Wissenschaft und Fiktion begeistern viele. Aber warum ist das eigentlich so?

Sterne leuchten in der dunklen Nacht. Kindern erzählt man auch, dass ein verstorbener Mensch nun dort oben ist und von dort auf einen aufpasst, um den Verlust erträglicher zu machen. Wenn man von Sternstunden spricht, meint man die ganz besonderen Momente im Leben. „Du bist mein Stern“ – so betitelt man auch nur Menschen, ob Kind oder Partner, der einem besonders am Herzen liegt. So bedeutsam, dass man für ihn oder sie die Sterne vom Himmel holen oder, was heutzutage möglich ist, einen neuentdeckten Stern schenken würde.

Sterne sind also etwas ganz besonderes und wir verbinden damit fast ausschließlich positive Gedanken. Sterne wecken Hoffnung, machen Mut, deuten auf etwas Größeres hin, in das wir auf und mit unserer Erde eingebunden sind. Aber sie sind auch unerreichbar, weit weg und vielleicht beflügeln sie gerade deshalb unsere Fantasie. Die alten Hochkulturen der Maya und ebenso die alten Ägypter interpretierten die Sterne auf unterschiedlichste Arten. Auch die Weisen aus dem Morgenland, von denen unser Monatsspruch spricht, waren wohl Sterndeuter. Der Evangelist Matthäus berichtet, dass sie einem besonders hellen Stern folgten und große Hoffnung mit ihm verbanden. Dieser Stern führte sie nach Bethlehem – zum Kind in der Krippe, dem König aller Könige, Jesus Christus. Ihr ganzes Vertrauen setzen sie dabei in einen Stern. In dunkler Nacht führt er sie zur Hoffnung für die Welt. Dunkle Nacht ist dabei durchaus auch im übertragenen Sinne zu verstehen. Sie lebten in Zeiten des Umbruchs. Kriege und Gewalt waren alltäglich und jeder Herrscher und Prophet beanspruchte für sich die alleinige Wahrheit. Die meisten Menschen waren unfrei und kaum einer erwartete, dass sich das ändern würde. Mitten in dieser Situation werden sie durch einen Stern in Bewegung gesetzt. Sie machen sich auf den Weg und sie werden belohnt. Sie finden Christus, der als erwachsener Mann die Welt erlösen, befreien und verändern wird. Christus, dessen Botschaft von der Liebe Gottes, in der alle Menschen gehalten sind, auch über 2.000 Jahre später noch Menschen folgen.

Es ist gut, dass wir die Geschichte der Sterndeuter und ihres Weges zum Kind in der Krippe jedes Jahr zu Weihnachten mitten in der dunkelsten Zeit des Jahres mit dem kürzesten Tag hören und uns damit Mut machen lassen. Mut, dass mit diesem Kind immer wieder neu ein Aufbruch geschehen kann, ein Licht in die Welt kommt, die uns oft dunkel erscheint, immer noch voller Egoismen, Gier, Hass und Gewalt, Not und Leid.

Ich wünsche Euch, dass Ihr nun, am Ende eines ereignisreichen Jahres, mitten im dunklen Dezember, zumindest hin und wieder auch einen Stern seht, der Euch Hoffnung macht, der Euch zu Weihnachten vielleicht aus den Augen Eurer Kinder und Enkel anleuchtet und Ihr angesteckt werdet von der hoffnungsvollen Botschaft von Jesus Christus. Damit ihr gestärkt in ein neues Jahr gehen könnt, was auch immer es bringen mag! Für alles Kommende wünsche ich Euch Gottes reichen Segen!

Chris Schönefeld

 

Monatsspruch November

Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann.
Offenbarung 21,2

Liebe Schwestern und Brüder,

ein mächtiges Bild, das uns Johannes als Verfasser der Offenbarung da liefert.

Und ja: Großformatige Bilder standen dem Johannes vor Augen – damals, als die erste Verfolgung über die christlichen Gemeinden herein brach.
Bedroht, verfolgt, bestraft – Johannes wurde verbannt auf die Insel Patmos. Dort im Exil empfing er Visionen und schrieb sie auf. Für alle die Anderen, die in Bedrängnis waren, in Angst, in Verzweiflung. Auch für uns heute.
Bilder, die uns hinein schauen lassen in die Zukunft. In die Ewigkeit. In der alles ganz anders sein wird.

Etwas, das wir uns oft in unserem Alltag gar nicht vorstellen können. Und so bleibt Johannes nicht bei diesem einen Bild, sondern er beschreibt uns weitere:

Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu

Wir gedenken in diesem Monat an zwei Sonntagen unserer Toten. Am Volkstrauertag den in den beiden Weltkriegen gefallenen Soldaten und am Ewigkeitssonntag – oder wie er bei uns oft genannt wird, dem Totensonntag – unserer lieben, manchmal schon vor Jahren oder in diesem Jahr verstorbenen Angehörigen.

Ein Mensch stirbt. Geht von uns. Wir bleiben zurück. Mit unseren Tränen, mit unserer Angst vor der Zukunft. Mit dem Leid und dem Schmerz, den uns der Verlust eines lieben Menschen verursacht.

Aber da ist nicht nur die Trauer, da ist oft auch Leere in uns. Wir fühlen uns verlassen, allein. Nichts kann uns wirklich trösten.

Johannes schreibt weiter:

Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen.

Der Prophet Johannes sitzt weit weg – da auf der Insel, verbannt und verzweifelt, bedrängt, traurig, voller Angst.
Von da blickt er in den neuen Himmel und auf die neue Erde. Und spürt doch ganz real, hier und jetzt, wie Gott seine Tränen abwischt. Dieser Gott, der sein Zelt nebenan aufschlägt. Und der seine verletzten Menschenkinder in den Arm nimmt.

Und nun sitzen wir hier, im November 2018, mit unserer Trauer, unseren Tränen, unseren Fragen. wir wünschen uns, dass auch wir etwas davon spüren: Wie Gottes zärtliche Hand uns über die Wange streicht. Und er uns in seine tröstenden Arme nimmt.

Ihre Manuela Schmidt

Gedanken zum Monatsspruch September 2018

Gott hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende.
Prediger 3,11

Liebe Schwestern, liebe Brüder,

es ist Sommerzeit – eine herrliche Zeit, auch wenn wir in diesem Jahr unter der Hitze und der langanhaltenden Trockenheit stöhnen und uns der Schreck über das Feuer vom 12. August vielleicht noch in unguter Erinnerung ist. Trotzdem kann sich unser Herz an vielen schönen Dingen erfreuen, die uns umgeben und die wir erleben dürfen – lange, lauschige Sommerabende, die farbenreiche Vegetation und die vielen Feste in unserer Region. Vielleicht hat der ein oder andere auch einen erholsamen und schönen Urlaub verbringen können, an fremden Orten vielleicht mit vielen neuen Eindrücken und freudigen Begegnungen oder auch bewusst in der Heimat, in der Natur. So viel Schönes umgibt uns und da mag man gern einstimmen in die Worte des Predigers, die uns als Monatsspruch mitgegeben sind: „Gott hat alles schön gemacht zu seiner Zeit“. Ja, er hat wirklich viel Schönes erschaffen, für das wir dankbar sein können: Erde. Luft. Wasser. Feuer. Die Gesetzmäßigkeiten des Kosmos. Seine unendliche Weite. Die Vielfalt der Arten, Organismen, Pflanzen und Tiere. Schließlich auch uns Menschen, ihm gleich, hineingesetzt in den Paradiesgarten, ihn zu bebauen und zu bewahren. In der Lage zu sprechen, zu denken, zu handeln. Beschenkt mit Vertrauen. Begabt mit vielen Talenten, mit denen wir uns gegenseitig erfreuen können, wie bei unserem Pfarrgartenfest und die wir füreinander einsetzen sollen.

Doch obwohl wir so viel Schönes um uns haben, wissen wir auch, wie bedroht alles ist. Wie kostbar die glücklichen Momente und fragil unser Glück. Nicht nur das Feuer im letzten Monat oder die oft grausamen Ereignisse in aller Welt zeigen es uns. Auch privat erleben wir Schicksalsschläge oder werden voneinander enttäuscht. Was uns eben noch glücklich und unser Herz weit machte, zerbricht und verschwindet. Das kann uns zweifeln lassen, warum Gott auch das geschaffen hat oder zumindest weshalb er es zulässt. Wie er neben so viel Liebe und Freude, auch Schmerz, Leid und Hass, Zerstörung und Gewalt bestehen lassen kann. Es scheint ein Widerspruch zu sein, den wir durch noch so gründliches Nachdenken nicht auflösen und ergründen können. So wie es der Prediger auch bemerkt: „nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende.“ Beides aus seiner Hand zu nehmen, das Gute und das Schlechte, fällt uns schwer und doch gehört es dazu. Wir wollen das Schöne, unser Glück festhalten, es für die Ewigkeit bewahren, weil uns – so der Prediger – die Ewigkeit in unser Herz gelegt ist. Aber wir wissen, nichts von dem, was wir hier haben, ist ewig. Wie der Sommer vergeht und dem Winter Platz macht, weichen leichte und schöne Dinge dem schweren, dem schwer auszuhaltenden. Das angenehme geht, das unangenehme tritt hervor, oft stürmisch wie der Herbst. Aber auch im Herbst und im Winter lassen sich schöne Seiten erkennen, nicht sofort und nicht immer, aber hin und wieder.

Nichts ist ewig. Die Natur nicht, wir nicht. Wir wünschen es uns, weil uns die Ewigkeit ins Herz gelegt ist und wir hoffen es von Gott, von dem alles kommt und zu dem alles geht. Wenngleich es unsere Vorstellung übersteigt, so glauben wir: Er ist ewig.

Vertrauen wir daher auf seine Kraft und freuen uns an allem, was uns umgibt und auch einander, so schwer das manchmal ist, bestärkt und ermutigt durch Jesus Christus.

Einen Grund zur Freude haben wir auch im September wieder, denn wir feiern den 10. Jahrestag der Wiedereinweihung unserer Matthäuskirche. Ihr seid alle herzlich zur Kirmes und dem Festgottesdienst am Samstagnachmittag eingeladen.

In diesem Sinne wünscht Euch alles Gute

Chris Schönefeld

Gedanken zum Monatsspruch August 2018

Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm.
1 Joh 4,16

Liebe Gemeinde,

wie geht es Ihnen, wenn sie einen Vers oder ein Kapitel in der Bibel lesen? Ist das Ganze sofort verständlich oder tuen sich da zu Anfang erst einmal mehr Fragezeichen auf?

Als ich den Monatsspruch für den Monat August das erste Mal las, war bei mir die Frage:In welchem Zusammenhang steht dieser Vers?

Deshalb erst einmal etwas Theorie:

Der Monatsspruch für den Monat August steht im ersten Buch des Johannes. Dieser Brief soll die Leserinnen und Leser in ihrem Glauben stärken. Und so werden viele Ermahnungen und theologische Schlussfolgerungen aneinander gereiht.

Aber es stehen in diesem ersten Brief eben nicht nur Dinge, die man tun muss, sondern es geht auch um die Liebe. Und so findet man dort eben den Spruch: „Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm“.

Das klingt nun erstmal alles sehr theoretisch. Aber was bedeutet es nun für uns? Für jeden Einzelnen?

Eigentlich ist es ganz einfach erklärt: Wir sollen unseren Nächsten lieben. Eben nicht nur Gott, sondern auch unsere Mitmenschen.

So gesehen ist es schonmal etwas leichter verständlich. Aber geht das überhaupt so einfach? Woher weis ich, wie ich meinen Nächsten lieben soll? Denn es geht hier nicht nur um die Liebe zwischen Mann und Frau, sondern, das man liebevoll und eben auch respektvoll mit allen Menschen umgeht.

Auch da hilft uns Johannes, wenn er sagt: Und Gott bleibt in ihm.

Wir sind nicht allein. Gott legt immer wieder seine Liebe in uns. Wenn wir eben, und auch daran will uns der Text erinnern, offen für Gottes Liebe sind. Das ist manchmal gar nicht so leicht. Wenn die Alltagssorgen so groß sind, dass man gar keinen anderen Gedanken Raum schenken kann. Gott keinen Raum mehr einräumt im Alltag.

Aber, so Johannes, wenn wir uns wieder öffnen, eben wenn wir in Gottes Liebe bleiben, dann haben wir auch die Liebe für unseren Nächsten. Wissen aus unserem Herzen und Gottes Liebe heraus, wie gelebte Nächstenliebe funktioniert.

Und so wünsche ich uns allen, dass wir wieder mit offenen Augen und Herzen durch diesen so sommerlichen Monat August gehen. Mit Gott an unserer Seite und seiner Liebe.

Ihre Manuela Schmidt

Spechtsbrunner Konzert- und Theatersommer

Ein abwechslungsreiches Programm war am Wochenende des 23. und 24. Junis rund um die Spechtsbrunner Kirche geboten.

Bereits am Samstag, dem 23.06.2018, fand in der Matthäuskirche ein Konzert mit der Band A‘N‘T statt. Trotz Fußball-Weltmeisterschaft, Sonnenwendfeuer in den Orten der Umgebung und relativ kühlen Temperaturen fanden auch einige Gäste den Weg in die Kirche und wurden mit einem tollen Konzert belohnt.

A‘N‘T – das sind die beiden Musiker Ace Griffin und Torsten Bäring, die auch bei Cornamusa und den Rocktigers mitspielen. In dem anderthalbstündigen Programm konnten die Besucher ihr breites Spektrum erleben. Das Repertoire reichte vom Rennsteiglied über das bekannte Halleluja von Leonhard Cohen, schottischen und irischen Lieder bis hin zu Nothing else matters von Metallica. Auch an Musikinstrumenten kam Etliches zum Einsatz: Gitarre, irische Flöte, Dudelsack, Tamburin und auch die Spechtsbrunner Orgel. Alle Besucher fanden am Ausgang durchweg lobende Worte.

Einen Tag später, am 24.06.2018, gab es dann das nächste Highlight. Pünktlich um 14.00 Uhr ertönten die Glocken der Kirche und läuteten damit den Beginn des nächsten Theaterstücks aus der Feder von Günther Schmidt ein: „Wachtmeister Heinrich und die Martinsgans“. Wie schon zum Luther-Theater im vergangenen Jahr gestaltete Günther auch in diesem Jahr wieder die Kulissen.

Aufgeführt wurde das heitere Stück von der Neuen Tettauer Theatergruppe. Inhaltlich drehte sich alles um den Spechtsbrunner Wachtmeister Heinrich, der in der dörflichen Idylle von Spechtsbrunn zur Kaiserzeit geradezu sehnsüchtig auf einen neuen Fall wartet. Erst passierte nichts, doch dann überschlugen sich nahezu die Ereignisse und ein munteres Ermitteln um eine verschollene Schnupftabakdose und eine gestohlene Martinsgans begann.

Der ehemalige Tettauer Bürgermeister Hans Kaufmann schlüpfte dabei in die Rolle des Pfarrers und Ärztin Ines Pechtholds in die Rolle der Frau des Wachtsmeisters. Zwischen den drei einzelnen Akten sorgte die Bochbicher Gaudi-Musik für die musikalische Umrahmung.

Die zahlreichen Gäste konnten sich im Anschluss bei Bratwürsten stärken, die wie schon am Tag zuvor vom Heimat – und Tourismusverein Oberland e.V. verkauft wurden. Für Kaffee und Kuchen sorgte das Gasthaus Peterhänsel, in dem der neue Besitzer Björn Greiner mit seiner Familie und Angestellten für das leibliche Wohl sorgten.

Die Kirchgemeinde Spechtsbrunn / Hasenthal möchte sich an dieser Stelle stellvertretend bei allen bedanken, die das Theaterstück wieder zu einem gelungenen Ereignis in unserem Ort gemacht haben: Allen voran sei vor allem Günther Schmidt wieder für seine tolle Idee, die wunderbare Geschichte und die eindrucksvollen Kulissen von Herzen gedankt! Ein weiterer Dank gilt der Neuen Tettauer Theatergruppe um Ines Pechtold, die uns wieder in professioneller und ansprechender Weise unterhalten haben. Vielen Dank auch an die Musiker der Bochbicher Gaudimusik für die tolle musikalische Umrahmung! Daneben danken wir der Familie Björn Greiner, Volkmar Büttner und Birgit Kramer-Büttner, Maik Wagner sowie Peter Schneider für die Bewirtung der Gäste sowie die Unterstützung bei der Besorgung der Sitzgelegenheiten. Natürlich bedanken wir uns auch sehr herzlich bei allen Gästen aus nah und fern, die das Theaterstück besuchten und mit Applaus sowie einer kleinen Spende honorierten.

Dank der guten Zusammenarbeit konnten wir wieder ein tolles Ereignis auf die Beine stellen!

Gemeindekirchenrat Spechtsbrunn / Hasenthal

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Einladung

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