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Monatsspruch Juli 2020

Der Engel des Herrn rührte Elia an und sprach: Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir

Liebe Schwestern und Brüder!

Der Weg ist weit! Der Satz bereitet Unbehagen. So viel Ungewissheit spiegelt sich da. Was geschehen kann, ist unüberschaubar und das Ziel ist, wenn überhaupt nur verschwommen wahrnehmbar.

Wer schon einmal einen Marathon gelaufen ist, kann das nachfühlen. Wenn du das erste Mal dabei bist, hörst du noch auf die Ratschläge der „alten Hasen“. Du schlingst vorher Unmengen a Nudeln in dich herein, du schmierst dich mit stinkenden Wärmecremes ein, du platzt fast vor Euphorie und Ungeduld.

Wenn der Startschuss gefallen ist und sich tausende Beine in Bewegung setzen, fühlst du dich wie im siebten Himmel. Du bist ein Teilchen einer großen Masse, die nur vorwärts kennt.

Je nach deiner Kondition kommt die Ernüchterung nach 10 oder 20 km Laufstrecke. Bestimmt aber nach 30 km.

Die Euphorie ist der Qual gewichen, die von Kilometer zu Kilometer immer schlimmer wird. Beim GutsMuths Rennsteiglauf zählt das Gemeinschaftliche. Da redet plötzlich ein wildfremder Läufer ermutigend mit dir. Da stehen Leute am Straßenrand, die auch den Letzten noch anfeuern. Und mit einer mir bis heute unbekannten Kraft wirst du am Ziel in Schmiedefeld den steilen Berg zum Sportplatz förmlich hinaufgetragen.

Die Geschichte, in die unser Monatsspruch eingebettet ist, erzählt vom Propheten Elia.

Elia muss vor seinem König Ahab in die Wüste fliehen, denn er fürchtet um sein Leben. Zu sehr hat Elia geeifert für den Gott Israels. Zu sehr hat er sich gegen  die Verehrung von Götzen eingesetzt und Ahabs Götzenpriester getötet. Elia ist völlig allein. Keiner unterstützt ihn. Er hat keinen Mut mehr. Einfach nur noch sterben, das ist sein Wunsch. Und so legt er sich unter einen Wachholderbusch und schläft ein.

Ein Engel, so erzählt die Geschichte, weckt ihn zweimal auf und bringt ihm Brot und Wasser. Er fordert Elia energisch auf, Nahrung zu sich zu nehmen. Elia gehorcht.

Und durch die Energie der dargebotenen Speisen rafft er sich auf und geht seinen von Gott begleiteten Weg.

Zwei Geschichten aus zwei verschiedenen Perspektiven.

Setze ich meine Hoffnung, meinen Glauben auf Gottes gute Fügung?

Traue ich dem, der mich an das Ziel bringen will?

Wege können weit sein, unbequem, steinig, voller Gefahren. Wege können auch durch tiefe, dunkle Täler führen. Manchmal versperrt die Dunkelheit die Sicht auf den Weg völlig. Manchmal gabeln sich Wege und es liegt in meiner Entscheidung, welchen Weg ich wähle.

Wer schon jahrzehntelang unterwegs ist, weiß, wie mühevoll das Leben ist. Immer wieder bedarf es der Stärkung. Körper, Geist und Seele brauchen ihre Nahrung. Jesus sagt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, Niemand kommt zum Vater, denn durch mich.“

Wer sein Leben an Jesus als seinen Bruder und Herrn ausrichtet, der kann diese Kraft spüren. Allein bin ich verloren auf meiner Strecke, aber mit Jesus an meiner Seite, werde ich den Weg zum Ziel finden. Das Ziel ist Gottes Wirklichkeit, die sich mir schon manchmal in diesem Leben offenbart, aber ganz gewiss in vollem Maße in der Ewigkeit.

Für Elia hat Gott einen Auftrag und ein Ziel. Sein Leben bekommt plötzlich einen neuen Sinn.

Mit Gottes gutem Wort, seinem Geist und seinem Segen gehen Sie bitte durch diese Zeit.

Ich grüße Sie herzlich!

Ihre Uta Baumfelder

 

Gedanken zur Monatslosung April

Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich.

  1. Korinther 15;42

Vor mir liegen auf einem Blatt Papier Samenkörner, Reste vom letzten Jahr. Gute Gärtner erkennen am Samenkorn, von welcher Pflanze sie stammen; große und kleine, runde, längliche, tropfenförmige – die Vielfalt ist scheinbar unendlich. Manchen sieht man es an, was daraus wachsen könnte, wie bei den schrumpeligen Erbsenkörnern oder  den Bohnen.

Anderen wiederum sieht man es nicht an, was da Köstliches dahintersteckt. Der Samen vom Löwenmäulchen ist  winzig. Wie kann aus diesem kleinen, schwarzen Kügelchen so eine schöne Blume werden!

Ich weiß, dass es bald Zeit wird die Samenkörner in die Hand zu nehmen und jedes auf seine Art in die Erde zu säen. Die Samenkörner werde ich nie wieder sehen. Sie werden zerfallen, aber mitten in jedem Körnchen ist das Material der Mutterpflanze angelegt. Wenn das Samenkorn in der Erde zerfällt, erwächst eine neue Pflanze, die groß und stark wird und wieder Früchte bringt, in denen wieder Samen vorhanden sind.

Das ist der ewige Kreislauf vom Leben und vom Sterben.

Jetzt im beginnenden Frühling erobert sich das Leben wieder die Vorhand. Überall regt es sich, die ganze Welt scheint im Aufbruch zu sein. Alles reckt und streckt sich nach Wärme und Sonne. Jeder möchte ein Stück vom Lebensglück abbekommen.

Halt- Stopp- so haben wir das in unserem Leben immer wieder erfahren, aber in diesem Frühjahr ist alles ganz anders geworden.

Nicht nur in meiner kleinen Welt, sondern in der ganzen.

Plötzlich ist das Vertrauen in das Alte nicht mehr da. Das Geländer, an dem ich mich immer festgeklammert habe.

Plötzlich muss ich loslassen von meinen Gewohnheiten. Verwandte, Freunde, Brüder und Schwestern – wir können nur noch über Netzwerke verbunden bleiben.

Mit dem Coronavirus ist der Tod ganz real in unsere Mitte getreten. Mitten im Leben.

Nicht anonym, sondern sichtbar.

Nicht im Verborgenen, sondern konkret  mit Zahlen belegt.

Tod und Leben reichen sich die Hand.

Mitten in der Passionszeit, in den Wochen in denen die Christen das Leiden und Sterben Jesu Christi bedenken und freiwillig auf Dinge verzichten, die entbehrlich sein können. In den Wochen, die für viele da sind, um sich auf das Wichtige und Wesentliche im Leben zu besinnen. Um sich mit Jesu Lebens- und Leidensweg auseinanderzusetzen. Um Gott ein Stück näher zu kommen in Gedanken und Gebeten.

Jetzt haben plötzlich viele Menschen Zeit, weil das Leben jetzt weniger hektisch ist. Vielleicht suchen jetzt auch kirchenferne Menschen nach dem Sinn ihres Lebens und nach Antworten auf die Fragen nach dem Woher und Wohin. Und was das ist, Auferstehung. Und was das mit mir selber machen wird.

Lasst uns auf Gott vertrauen, der uns auch in der größten Bedrängnis nahe ist und der uns trösten will. Und so wie Jesus Christus nicht im Tod geblieben ist, sondern lebt, so dürfen auch wir hoffen, dass unser Leben mit dem Tod nicht endet, sondern in Gottes Herrlichkeit aufgehoben ist.

„Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus.“

Bleiben Sie behütet , bleiben Sie gesund!

Ihre Uta Baumfelder

 

Friedensgebet am 16. März 2020

Mit Wirkung vom heutigen Tag hat das Landratsamt Sonneberg alle Veranstaltungen im Landkreis untersagt. Unser monatliches Friedensgebet in Haselbach konnte nicht stattfinden. Deshalb wird der Text der Predigt hier veröffentlicht.

Gnade sei mit euch und Friede von Gott unserem Vater und unserem Herrn Jesus Christus. Amen

Liebe Brüder und liebe Schwestern!

Es war im Jahre 1948 als die Vollversammlung der Vereinten Nationen eine Resolution annahm, die zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte Standards zu den Rechten der Menschen festlegte.

30 Artikel umfasst das Werk und beschäftigt sich mit Freiheitsrechten, Gleichheitsrechten, Eigentumsrechten.

18 Jahre  später wurde der Internationale Pakt über bürgerliche und politische Rechte und der Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte geschlossen.

Alles zusammen wird heute als die Internationale Menschenrechtscharta bezeichnet und  sollte Normen und Wegweiser für das Zusammenleben der Menschen und Nationen sein.

So heißt es im Artikel 1: Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen. In weiteren Artikeln heißt es:

  • 3: „Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person.“
  • 5: „Niemand darf der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden.“
  • 18: „Jeder hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit;
  • 20, Absatz 1: „Alle Menschen haben das Recht, sich friedlich zu versammeln und zu Vereinigungen zusammenzuschließen.“
  • 22: „Jeder hat als Mitglied der Gesellschaft das Recht auf soziale Sicherheit.“
  • 23: „Jeder hat das Recht auf Arbeit, auf freie Berufswahl, auf gerechte und befriedigende Arbeitsbedingungen sowie auf Schutz vor Arbeitslosigkeit.“
  • 24: „Jeder hat das Recht auf Erholung und Freizeit und insbesondere auf eine vernünftige Begrenzung der Arbeitszeit und regelmäßigen bezahlten Urlaub.“
  • 25: „Jeder hat das Recht auf einen Lebensstandard, der seine und seiner Familie Gesundheit und Wohl gewährleistet, einschließlich Nahrung, Kleidung, Wohnung, ärztliche Versorgung und notwendige soziale Leistungen,

72 Jahr liegt die Annahme der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte zurück. Es gibt bis heute keine Instanz, die die Einhaltung dieser Rechte überwacht. Aber ihre moralische Verbindlichkeit gehört zum Grundgerüst vieler Verfassungen.

Dagegen haben die oben genannten Pakte Rechtsstatus und werden von den Vereinten Nationen überwacht. Unterzeichner dieser Abkommen unterliegen der Kontrolle. Kommt es zu Verletzungen der Konventionen kann über den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Strasbourg geklagt werden. Für den Doppelkontinent Amerika gibt es den Interamerikanischen Menschenrechtsgerichtshof und für Afrika ist der Afrikanische Gerichtshof für Menschenrechte zuständig.

Was da international in harter Arbeit aufgebaut wurde, klingt positiv und aufmunternd. Aber wir wissen, dass die internationale Gemeinschaft meilenweit davon entfernt ist, Gerechtigkeit und Freiheit für alle Menschen in allen Ländern durchzusetzen. Es ist ein zähes Ringen mit den immer gleichen Verhinderern.

Wir kennen die Staaten, die die Menschenrechte mit Füßen treten und in denen Menschen nicht frei leben können. Dazu zählen: Eritrea, Saudi- Arabien, Nordkorea, Katar, Türkei. In manchen Ländern sind Menschenrechte ständig eingeschränkt wie in Kuba, den Philippinen, China oder in den islamischen Ländern mit ihrem uneingeschränkten Scharia- Rechtssytem.

Liebe Brüder, liebe Schwestern!

Wir alle hier sind in dieses Leben gestellt.  Jeder von uns hat das Recht auf ein erfülltes und freies Dasein, auf Wertschätzung und Würdigung.

Diesen Anspruch sollen wir haben. Und dort, wo Menschenwürde in den Schmutz getreten wird, sollte es unsere Pflicht sein, unser Veto einzusetzen. Auch hier in unserem Land, in unserem Umfeld werden Menschen ausgegrenzt, diskriminiert, kriminalisiert, weil sie eben anders sind, nicht meine Sprache sprechen, nicht meine Religion pflegen.

Gesetze sind hilfreich, aber wenn viele dafür sorgen, dass in ihrem Umfeld ein Klima der gegenseitigen Wertschätzung herrscht, so reflektiert sich das förderlich für das eigene Leben.

Ich lese jetzt dazu Auszüge aus Psalm 8:

HERR, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Landen, der du zeigst deine Hoheit am Himmel! 

Wenn ich sehe die Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast:  was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst? 

Du hast ihn wenig niedriger gemacht als Gott, mit Ehre und Herrlichkeit hast du ihn gekrönt. Du hast ihn zum Herrn gemacht über deiner Hände Werk, alles hast du unter seine Füße getan

Was ist der Mensch, fragt der Psalmbeter und er findet die Antwort. Gott hat ihn zu seinem Bilde gemacht und hat ihm die Fähigkeit und die Aufgabe gegeben, die Erde, Gottes Schöpfung und Eigentum, zu nutzen, zu pflegen, zu gestalten.

Eine hohe Ehre ist das und eine große Verantwortung. Gott setzt den Wert des Menschen hoch an.

Wertvoll bist du! Hast du darüber in der letzten Zeit nachgedacht? Gott hat dir Gaben verliehen, die du unbedingt nutzen solltest. Womöglich schlummern sie noch in dir drin und wollen entdeckt werden, damit dein Leben erfüllter und glücklicher wird.

Dein Wert ist in den Augen Gottes unendlich groß, du bist genau richtig, so wie du bist.

Du brauchst dir deinen Wert nicht zu verdienen, denn er wurde dir von Gott bereits verliehen.

Niemand ist wertlos, auch derjenige nicht, der krank oder behindert ist, oder alt und pflegebedürftig.

Gott selbst wohnt auch in den schwächsten und kleinsten Menschen.

Und wer sich der Schwachen und Kleinen annimmt, begegnet dem Allmächtigen auf ganz eigene Weise.

Ob aus ethischer oder christlicher Sicht, das Menschenleben ist ein hohes Gut und das gilt es zu schützen.

In diesem Zusammenhang müssen wir akzeptieren, dass die Verwaltungen unseres Landes, unserer Kirche restriktive Maßnahmen anordnen, um das Coronavirus am raschen Ausbreiten zu hindern.

Herr, plötzlich ist in unsere Welt große Angst gekommen. Wir sind verunsichert und wissen nicht, was wir tun sollen. Deshalb legen wir unsere Sorgen vor dich. Herr hilf, dass besonders die am Coronavirus Erkrankten wieder gesund werden, stoppe diese Pandemie und lass uns dir vertrauen. Amen

Und der Friede Gottes, der höher ist, als wir denken und verstehen können, der bewahre eure Herzen und Sinne in Jesus Christus.

Amen

Gedanken zur Jahreslosung 2020

Ich glaube; hilf meinem Unglauben!

Markus 9,24

Ihnen allen in Nah und Fern ein gesegnetes Jahr 2020!

Starten Sie gut wieder in den Alltag und nehmen Sie bitte etwas vom Glanz und der Leuchtkraft der zurückliegenden Feiertage mit und bleiben Sie bitte in der Hoffnungs- und Erwartungshaltung, die uns in der Advents- und Weihnachtszeit hoffentlich getragen hat. Lassen Sie sich in Ihrem Glauben bestärken, lassen sie Glauben zu oder finden Sie bitte zum Glauben. Die Jahreslosung 2020 möchte Sie darin bestärken!

„Ich glaube“, so schreit ein verzweifelter Vater, dessen Sohn von einer schweren Epilepsie betroffen ist. So lange schon und niemand konnte  helfen.

Alles hat er versucht; nun ist er am Ende seiner Kräfte.

Ein letztes Mal noch, eine allerletzte Hoffnung…

Und der, der den Sohn heil machen soll, verlangt kein Geld, er fordert den Vater auf, zu glauben.

Und in seiner Verzweiflung bekennt sich der Vater zum Glauben und weiß zugleich, dass es unmöglich ist, das durchzustehen.

Ich glaube; hilf meinem Unglauben!

So schön kurz und bündig die neue Jahreslosung ist, so kontrovers scheinen die beiden Aussagen. Jedenfalls auf den ersten Blick. Die deutsche Sprache drückt durch die Vorsilbe „un“ etwas Gegensätzliches aus, etwas, das sich scheinbar einander ausschließt. Das Wort mit der Vorsilbe bekommt zudem auch noch meist eine negative Bedeutung. Dami möchte sich eigentlich keiner  identifizieren. Oder möchten Sie  als unehrlich, unaufrichtig, unrein, ungeduldig oder ungehorsam gelten?

Oder geht das so gar nicht?

Um ehrlich zu sein, gehören alle diese Adjektive auch zu mir. Sollte ich mich selbst beschreiben, so müssten auch die Eigenschaften mit dem „un“ davor vorkommen.

Auch mein Glaube ist da nicht ausgenommen.

Glaube- Unglaube; sind das wirklich Gegensätze?

Ist mein Glaube stark genug auf das zu hoffen, was nicht sichtbar ist, Gott zu vertrauen, der mich sein Kind nennt? Aber es gibt keine Maßeinheit dafür. Glaube ist ein Gottesgeschenk, unverfügbar. Glaube geschieht oft unerwartet, unvermutet. Glaube kann groß werden. Glaube kann tragen durch Höhen und Tiefen. Und doch bin ich immer ein Teil dieser Welt, solange ich lebe.

Ich darf meinen Glauben hinterfragen, weil er oft genug auf den Prüfstand gestellt ist. Ich darf mit Gott hadern; ich darf wütend sein auf den Gott, der mir mein Schicksal in so vielen schlimmen Stunden zumutet. Ich darf es für unmöglich halten, dass ich wieder glauben kann. In einem Menschen wohnen Glauben und Unglauben oft eng beieinander.

Aber im Dunkel meines Daseins möchte mir der begegnen, er zu mir sagt:

Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist möglich bei Gott. Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du gehörst zu mir. Ich kenne dich und alle deine Wege. Ich habe Pläne für dich schön und voller Hoffnung. Du musst dich nicht fürchten, weil ich dich liebe. Und eines Tages werde ich alle deine Tränen abwischen und alle Schmerzen deines irdischen Lebens werden Vergangenheit sein. Und meine unendliche Liebe wird dir gehören.

Bleiben Sie behütet in dem, der da war und ist und bleibt in Ewigkeit.

 

Ihre Uta Baumfelder

Einführung der Gemeindekirchenräte und konstituierende Sitzung

Nach der Wahl der Gemeindekirchenräte in Spechtsbrunn und Haselbach am 20. Oktober diesen Jahres wurden die Frauen und Männer nun am 19. Dezember  in ihr Amt eingeführt. Herr  Superintendent Thomas Rau übernahm diese Aufgabe.

„Ihr übernehmt eine verantwortungsvolle Aufgabe. Ihr leitet eure Kirchgemeinde, ihr bestimmt, was in euren Orten geschieht. Ihr seid die, denen das  Evangelium Christi in besonderer Weise anvertraut ist. Aber ihr braucht keine Angst zu haben. Auch dann nicht, wenn alles scheinbar aus dem Ruder gerät. Gott hat Pläne mit euch, die euch manchmal ganz andere Wege gehen lassen, als ihr das gedacht habt. Habt Vertrauen in dem, der euch trägt in eurer Arbeit.“ So ermutigt wurden die fünf Kirchenräte von Spechtsbrunn/Hasenthal und die sechs Kirchenräte von Haselbach per Handschlag verpflichtet.

Für die nächsten sechs Jahre stehen umfangreiche Projekte für beide Kirchgemeinden an. Ziel unserer Arbeit wird es sein, ein passendes Spektrum kirchlicher Tätigkeit zu finden, das sich sowohl dem Bisherigen widmet, das aber ganz besonders auf neue Zielgruppen zugeht. Kirche muss sich den Menschen und ihren Bedürfnissen heute öffnen. Sorgen und Ängste brauchen Menschen, die bereit sind zum Zuhören. Kinder und Jugendliche brauchen eine sinnvolle Bereicherung ihrer Freizeit. Das Gemeinschaftsgefühl in den Orten, die Freude am Leben benötigt Möglichkeiten zum Erleben. Menschen, die zu uns als Pilgerer oder Wanderer kommen, sollen herzlich willkommen sein und sich geborgen fühlen.

In der anschließenden konstituierenden Sitzung wurden Chris Schönefeld als Vorsitzender und Günter Schmidt als Stellvertreter der Kirchgemeinde Spechtsbrunn/Hasenthal und Uta Baumfelder als Vorsitzende der Kirchgemeinde Haselbach und Birgitt Eschrich als Stellvertreter gewählt.

In die Synode des Kirchenkreises Sonneberg wurden Manuela Schmidt und Anne Leipold als Stellvertreter delegiert.

Allen Gewählten Gottes Segen für ihre Arbeit.

Uta Baumfelder

Von links nach rechts:

Helga Zwilling, Birgitt Eschrich, Dorit Roß, Chris Schönefeld, Uta Baumfelder, Anne Leipold, Simone Weschenfelder, Dolores Dirschauer, Günter Schmidt, Manuela Schmidt (es fehlt Egon Eschrich)

Konzert zur Dorfweihnacht in Spechtsbrunn

Alle Jahre wieder am 2. Adventssonntag lädt die Kirchgemeinde Spechtsbrunn/Hasenthal anlässlich der Spechtsbrunner Dorfweihnacht zu einem Konzert in die Matthäuskirche ein. Das gehört dazu. Nachdem der Magen mit allerlei Köstlichkeiten vom Backhaus und den umliegenden Verkaufsständen gesättigt war, konnte man in der Kirche sich so richtig auf die Adventszeit besinnen und auf die Weihnachtstage einstimmen. Jeder, der kam, saß richtig warm. Gegen kalte Füße half das Wippen im Takt und das kräftige Mitsingen. Das hatten Walter Baumgart und seine Frau Susann aus Unterwellenborn reichlich in ihrem Repertoire. Immer wieder sangen die Konzertbesucher Lieder wie „Macht hoch die Tür“, „Süßer die Glocken“, den Refrain von Haleluja und das Finale mit „Oh du fröhliche“ und „Stille Nacht“ mit.

Gänsehautgefühle kamen auf, als das Lied vom Kleinen Trommler erklang, oder als Susann das Ave Maria von Schubert wunderschön intonierte. Beim  Lied der Zillertaler Schürzenjäger „ A Weihnacht wies früher war“ kamen wohl bei jedem eigene Erinnerungen und Gedanken auf.

Trotz der Kälte in der Kirche wagte Walter  Baumgart den Versuch, sein Alphorn zum Klingen zu bringen und besonders bei „Sierra Madre“ gelang ihm ein besonderes Glanzstück.

Die Petersburger Schlittenfahrt, gespielt von Walter auf der Posaune, brachte richtigen Schwung in die Darbietungen.

Ein wunderschönes Konzert und so mancher Besucher hat die 90 Minuten aus vollem Herzen genossen.

Ein Dankeschön an dieser Stelle noch einmal an die Stadtverwaltung Sonneberg, die das Konzert mit Walter und Susann und die Bochbicher Gaudimusi aus Tettau, die am Nachmittag trotz Regenwetter  die Besucher der Dorfweihnacht erfreuten, mit einer beträchtlichen Summe sponserten.

Uta Baumfelder

Gemeindekirchenratswahl in Haselbach

Alle sechs Jahre wird in der evangelischen Kirche Mitteldeutschlands zur Wahl der Gemeindekirchenältesten aufgerufen. Der Gemeindekirchenrat beschäftigt sich mit allen Belangen, die in einer Kirchengemeinde anfallen. Mit einem jährlichen straff geregelten Haushaltsplan können Aufwendungen zum Beispiel für externe Organisten, für Konzerte, für Jubilare, für Spenden, für Küsterdienste geregelt werden. Die Kirchenältesten bestimmen das geistliche Leben in der Gemeinde mit. Sind unsere Gottesdienste noch zeitgemäß? Finden wir in unserem Umfeld Gehör bei kirchenfernen Menschen? Bleibt die Botschaft Christi in unseren Kreisen verborgen, oder können wir das Evangelium, die frohe Botschaft, nach außen sichtbar leben? Können wir Gottes Liebe uneingeschränkt direkt weiter geben? Ein Gemeindekirchenrat muss sich solchen Fragen stellen!

Im Vorfeld wurde mit jedem einzelnen Kandidaten gesprochen. Es ist nicht mehr selbstverständlich, dass  sich Menschen heute dazu bereit erklären. Umso erfreulicher war die Tatsache, dass sich fünf Leute, die schon Erfahrungen in der Arbeit des GKR haben und eine junge Frau zur Kandidatur stellten.

Am Sonntag, dem 20. 10.2019 fand nach einem wunderschönen Gottesdienst mit dem Posaunenchor Bayreuth unter Leitung von Michael Dorn und der Organistin Ruth Scholl, die extra aus dem Landkreis Kronach gekommen war, die öffentliche Stimmenauszählung bei Kaffee und Kuchen statt. Im Vorfeld wurden an jedes Gemeindeglied die Wahlunterlagen geschickt.

Von den 171 stimmberechtigten Gemeindegliedern haben 61 gewählt. Bei drei Briefen fehlte der Wahlschein, so dass diese vom Wahlvorstand nicht zur Wahl zugelassen wurden. Ein Stimmzettel wurde für ungültig erklärt. Die Wahlbeteiligung betrug 35,7 %.

In der Reihenfolge nach der Anzahl der erhaltenen Stimmen wurden in den Gemeindekirchenrat Haselbach gewählt: Simone Weschenfelder, Dorit Roß,  Uta Baumfelder, Anne Leipold, Birgitt Eschrich, Helga Zwilling.

In einer konstituierenden Sitzung wird in den nächsten Wochen über den Vorsitzenden und den Stellvertreter entschieden.

Uta Baumfelder im Namen des neuen Gemeindekirchenrates

Gedanken zum Monatsspruch Oktober 2019

Wie es dir möglich ist: Aus dem Vollen schöpfend – gib davon Almosen! Wenn dir wenig möglich ist, fürchte dich nicht, aus dem Wenigen Almosen zu geben!
Tobias 4,8

Es ist schon ein paar Wochen her. Gerade als die erste Hitzewelle so ankam bei uns. Jedenfalls kam meine Tochter aufgeregt mit dem Telefonhörer in der Hand angelaufen: „Da will dich eine unbekannte Frau sprechen.“

Naja gleich abwimmeln war mein erster Gedanke. „Sie haben da kürzlich gespendet, damit Kindern das Augenlicht wieder gegeben werden kann.“

Ja da war ein Brief gekommen und irgendwie war mir das geschilderte Schicksal des Kindes in der „dritten Welt“ nahe gegangen. So jung noch und schon fast blind. Das bedeutet auf lebenslange Hilfe angewiesen sein in einer Welt, die so  schrecklich arm und bedürftig ist. Wo nichts im Überfluss vorhanden ist. Eigentlich mag ich diese Bettelbriefe nicht. Oft landen die ungeöffnet in der blauen Tonne, weil ich mir sehr unsicher bin, ob meine Spende auch wirklich den Bedürftigsten unter uns Menschen zu Gute kommt.

Diesmal war es anders. Ich hatte mich gefangen nehmen lassen. Das habe ich der Frau auch durch den Telefonhörer so gesagt. Na, ob ich denn nicht regelmäßig einen Betrag geben könnte. Da horchte ich erst einmal auf, denn das war eigentlich die Stelle, an der ich sonst immer ganz unhöflich auf den kleinen roten Hörer drücke….

Das habe ich nicht und stattdessen entspann sich ein Gespräch. Zuerst über das Wetter in Köln und Haselbach. Das wurde schließlich so intensiv, dass wir uns beide ein Stück unserer Biografie erzählt haben. In einer halben Stunde erzählte mir die Frau, die bei der Christoffel Blindenmission arbeitet von ihren Einsätzen. Von den Menschen und besonders den Kindern, denen geholfen werden konnte, die ihr Augenlicht durch Spenden und engagierte Ärzte wieder erlangen konnten. Das war echt, das hat man gespürt.

Ich hatte anschließend irgendwie ein gutes Gefühl. Ich denke, dass die CBM durch ihr professionelles Engagement viel erreicht. Dass Menschen, die sich eine ärztliche Behandlung nicht leisten können geholfen wird, damit sie wieder am Leben teilhaben können.

Unser Monatsspruch redet vom Almosengeben. Das Buch, aus dem dieser Vers stammt, ist ein sehr  altes. Es ist eine alttestamentliche Überlieferung, die auch nur in Bibeln mit den sogenannten Apokryphen zu finden ist. Luther hat es nicht übersetzt, weil es ihm nur in griechischer Sprache, also nicht im Original, zu Verfügung stand.

Der junge Tobias, ein Mann aus einem Hause, das Gott diente, soll auf eine größere Reise gehen und so bekommt er von seinem Vater wichtige Regeln für ein gutes, gottgewolltes Leben mit auf den Weg.

Tobias soll immer etwas abgeben von seinem Hab und Gut. Wenn er viel besitzt, soll er viel geben, wenn er wenig hat, ist das Wenige, das er gibt, auch in Ordnung. Entscheidend ist die Gabe, entscheidend ist, dass den Bedürftigen geholfen wird. Und dieses Geben geschieht nicht einfach aus Wohlwollen des Gebers heraus. Es war unter den Israelitern ein Gesetz und eine Pflicht. Dieser Gemeinschaft war es auch geboten, sich der Witwen und Waisen anzunehmen, Fremden zu helfen und sie zu unterstützen.

Das Gebot der Bibel, Arme zu unterstützen ist keine Pflicht, die nur die Reichen betrifft. Jeder soll sich einbringen nach seinen Möglichkeiten.

Wir pflegen heute in unseren Gottesdiensten diesen guten Brauch. Denn wir erbitten immer für einen bestimmten Zweck eine Kollekte am Ausgang. Gewiss auch für die Arbeit der eigenen Gemeinde. Aber wichtig ist, dass die Solidargemeinschaft immer das Ganze im Blick behält. Spenden für die Organisation Brot für die Welt, für die Arbeit des Gustav- Adolf-Werkes, für die Frauenarbeit in den Ländern der dritten Welt, für die Katastrophenhilfe der Diakonie und die Flüchtlingshilfe und viele Projekte mehr, helfen Menschen aus großer Not.

Gott sieht den Menschen an und wenn wir gemeinsam an unserer Zukunft bauen wollen, dann ist seine Gerechtigkeit, die er uns zukommen lässt, Maßstab für unser Handeln.

Herzlichst grüßt Sie

Uta Baumfelder

 

Monatsspruch Juli 2019

Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn.

Jakobus 1,19

Es war kürzlich im Altersheim. Die Ursache meines Besuches war der Jubilar. Aber irgendwie ist das mit dem ganz Persönlichen und dem ganz privat sein so nicht möglich. Jedenfalls war das Geburtstagskind keine Minute allein und es entspann sich in der Runde so manches Gespräch. Aber was sagt man selbst zu den Leuten, die sichtlich körperlich gebrechlich sind und die mit ihren Gedanken oft abschweifen. Soll man trösten, soll man eine traurige Mimik aufsetzen, soll man falsche Hoffnungen wecken? Gut, wenn die Menschen von sich aus anfangen zu reden. Es werden Geschichten aus längst vergangenen Tagen erzählt.

Und plötzlich schälen sich aus den wirren Gedanken ganz brillante Erinnerungen. Ja, es war genauso.  Das war völlig aus meinem eigenen Bewusstsein entschwunden! Und wie wertvoll sind solche Erinnerungen! Darin spiegelt sich gelebtes, erinnertes Leben! Was da nicht alles darin steckt: Freude du Leid; Krieg und Wiederaufbau; persönliches Engagement und Enttäuschungen, Aufbegehren gegen Ungerechtigkeit und Willkür, Verleumdung und Verhaftung. Ist es nicht wert, dass da zugehört wird?

Zuhören ist uns fremd geworden. Und für 10 Minuten selbst ganz still dazusitzen auch. Aber wieviel versäumen wir, wenn die alten Geschichten in Vergessenheit geraten?

Und hinter all den Geschichten steht ja auch ein Mensch, der in vielen Lebensjahrzehnten viel ertragen, viel aushalten musste. Wenn die Alten erzählen und wir einmal genauer hinhören, dann lässt sich die Kraft erspüren, die sie getragen hat. Sie sagen das nicht, aber es steckt ein tiefer, innerer Frieden und eine große Freude in ihnen und das steckt irgendwie an. Das macht Mut für das eigene Leben. Das zeigt auf, dass Angst und Kleinmut, Unzufriedenheit und Streit überwindbar sind.

Zuhören den Alten und eigentlich auch jedem Menschen und zwischen den Worten die Lebenserfahrungen erspüren, das ist heilsam für jeden von uns. Deshalb sind wir gut beraten, vor der eigenen Rede, das Zuhören zu üben.

Womöglich haben unsere Vorfahren gewusst, dass Reden nicht immer gut ist. „Reden ist Silber und Schweigen ist Gold“, so sagt ein altes Sprichwort. Und es meint, dass es manchmal klüger ist, die Zunge im Zaum zu haben.

„Vor dem Reden, Gehirn einschalten“, so sagen wir es in unserem Sprachgebrauch. Und es meint dasselbe, denn viele unbedachte Worte sprudeln so gern aus unserem Mund und ein einmal ausgesprochenes Wort lässt sich nicht zurücknehmen, sondern es existiert fort. Und wie oft haben wir unsere Mitmenschen schon mit unseren Worten verletzt.  Und wie oft kamen dann Reaktionen zurück, die uns in Aggression und Zorn versetzt haben. Zorn ist ein starkes Gefühl. Es ist wie ein Rausch, dem wir uns allzu gern hingeben. Aber im Zorn gesprochene Worte und Handlungen lassen uns später schämen und klein aussehen. Zorn zerstört, was wir uns zuvor mühevoll aufgebaut haben. Im Zorn tun wir niemals, was Gott gefällt.

So wünsche ich Ihnen und euch eine gute Zeit. Bleibt, bleiben Sie behütet in dem was wir tun, zu sagen und zu verantworten haben.

Ihre Uta Baumfelder

Monatspruch April

Jesus Christus spricht: Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende

Matthäus 28,20

Manchmal möchte ich den schönen, beglückenden Moment festhalten, oder Verweilen in der Begegnung und dem Gespräch mit dem lieben Freund. Ich möchte die ersten wärmenden Sonnenstrahlen festhalten, die so wohl tun nach den dunklen und trüben Wintermonaten. Ich habe Angst, dass all das kleine Glück ganz schnell wieder verschwindet. Ich sehne mich nach Leben, nach Liebe, nach Geborgenheit. Ich möchte mich nach dem Licht strecken, so wie die Frühlingsblüher in ihrer Pracht. Ich möchte teilhaben am erwachenden Leben der Natur.

Ich lebe hier und jetzt. Ich kann nicht im Gestern leben und auch nicht in der Zukunft. Mir ist die Zeit gegeben, die von meiner Geburt bis zu meinem Tod reicht. Das ist gewiss eine winzig kleine Zeitspanne in der Weltgeschichte, aber es ist meine Lebenszeit. Und an mir liegt es, sie zu füllen, auszufüllen mit meiner Arbeit, meinen Beziehungen zu den Menschen, mit meinen Gaben und mit meiner Liebe.

Wie ist das zu verstehen mit der Liebe, die mir gegeben ist?

Johannesevangelium lesen wir: „Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“

Gottes Liebe in dieser Welt ist grenzenlos. Gott selbst gibt seine Liebe in die Herzen der Menschen und Gott braucht die Menschen, damit seine Liebe erfahrbar wird. Deshalb hat Gott in Jesus Christus unter uns gelebt. Alle Höhen und Tiefen, alle Freuden, alle Schmerzen, alle Leiden und einen qualvollen Tod am Kreuz hat Jesus am eigenen Leib erfahren.

Aber damit hat der Sohn Gottes mit menschlicher Gestalt und göttlicher Vollmacht und Liebe seinen Dienst an uns nicht beendet. Seinen Jüngern gibt Jesus beim Abschied, bevor er zum Vater zurückkehrte, ein Trostwort mit: „Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“

Jesus bleibt bei uns, auch hier und heute, bis er sichtbar wiederkommen wird. Wir können ihn erfahren, wenn es uns gut geht. Wenn wir einander Gutes tun, einander in Liebe und mit Mitgefühl begegnen, wenn wir unseren Nächsten achten und ehren, dann ist Jesus mitten unter uns.

Und Jesus ist bei uns, wenn schlimme Tage kommen. Er trägt uns, wenn die Kraft uns verlässt, er versteht uns, wenn wir keine Worte mehr haben und nichts mehr tun können. Er ist da, wenn wir in stummer Trauer einsam sind. Er hält das aus, wenn Wut und Hass in uns die Oberhand gewinnen.

Die Jünger konnten ihren geliebten Meister nicht festhalten, aber sie konnten getrost ihren Weg gehen.

So wünsche ich Ihnen und euch auch Trosterfahrungen, Wegbegleitung und Behütung.

Ihre Uta Baumfelder