Kategorie-Archiv: Veranstaltungen

Gedanken zum Monatsspruch November 2019

Aber ich weiß, dass mein Erlöser lebt.
Hiob 19,25

Wann bitten Menschen um Erlösung?

Die Antwort auf diese Frage ist gar nicht mal so leicht. Denn da gibt es verschiedene Gründe: Sicher kennen Sie diese Momente, wo man voller Ungeduld und gleichzeitig mit großer innerer Anspannung auf etwas wartet. Ob nun auf ein Prüfungsergebnis, auf einen Befund. Da ist man dann froh, wenn man endlich von der Ungewissheit erlöst ist. Es gibt dann aber eben auch die Dinge im Leben, wo Erlösung vom Betroffenen manchmal ganz sehr herbeigesehnt wird. Auch da gibt es verschiedene Gründe: Die einen bitten um Erlösung von ihren manchmal wochen-, monate – oder sogar jahrelang andauernden Schmerzen. Andere bitten darum, das sie endlich von einer Krankheit erlöst werden. Und dann gibt es wohl noch eine Gruppe von Menschen, die wir in unserem Alltag nur selten im Blick haben. Die Menschen in den Kriegsgebieten. In welcher ständigen Angst müssen diese Menschen leben? Sie bitten wohl um eines ganz sehnlichst: Das endlich es Frieden wird in ihrem Land.

Ihr merkt, ganz unterschiedliche Gründe. Aber sie eint eben dieses Eine: Sie wollen, das ihr Leid endlich vorbei ist. Endlich Gewissheit haben, keine Schmerzen mehr, nicht mehr alle paar Wochen zu einem Arzt fahren müssen. Oder eben endlich keine Angst mehr haben, das wieder eine Bombe in der Nähe niedergeht.

Nun gibt es Menschen, die ertragen ihr Schicksal, ohne Murren. Dann gibt es wohl auch die, die keine Hoffnung mehr haben. Und die, die nach dem „Warum“ fragen.

So ging es lange auch dem Hiob. Viel musste er durchleiden. Und immer war da dieses „Warum?“ Er könnte ja nun aufgeben. Nein. Irgendwann merkt er, das er mit all seinem Leid nicht allein ist. Das es noch vielen Menschen so geht. Und dann kommt die Wende in seinem Denken. Und genau da sagt er: „Aber ich weis, das mein Erlöser lebt“.

Und das soll auch uns Hoffnung geben. Wir sind nicht allein.

Ihre Manuela Schmidt

Gemeindekirchenratswahl in Haselbach

Alle sechs Jahre wird in der evangelischen Kirche Mitteldeutschlands zur Wahl der Gemeindekirchenältesten aufgerufen. Der Gemeindekirchenrat beschäftigt sich mit allen Belangen, die in einer Kirchengemeinde anfallen. Mit einem jährlichen straff geregelten Haushaltsplan können Aufwendungen zum Beispiel für externe Organisten, für Konzerte, für Jubilare, für Spenden, für Küsterdienste geregelt werden. Die Kirchenältesten bestimmen das geistliche Leben in der Gemeinde mit. Sind unsere Gottesdienste noch zeitgemäß? Finden wir in unserem Umfeld Gehör bei kirchenfernen Menschen? Bleibt die Botschaft Christi in unseren Kreisen verborgen, oder können wir das Evangelium, die frohe Botschaft, nach außen sichtbar leben? Können wir Gottes Liebe uneingeschränkt direkt weiter geben? Ein Gemeindekirchenrat muss sich solchen Fragen stellen!

Im Vorfeld wurde mit jedem einzelnen Kandidaten gesprochen. Es ist nicht mehr selbstverständlich, dass  sich Menschen heute dazu bereit erklären. Umso erfreulicher war die Tatsache, dass sich fünf Leute, die schon Erfahrungen in der Arbeit des GKR haben und eine junge Frau zur Kandidatur stellten.

Am Sonntag, dem 20. 10.2019 fand nach einem wunderschönen Gottesdienst mit dem Posaunenchor Bayreuth unter Leitung von Michael Dorn und der Organistin Ruth Scholl, die extra aus dem Landkreis Kronach gekommen war, die öffentliche Stimmenauszählung bei Kaffee und Kuchen statt. Im Vorfeld wurden an jedes Gemeindeglied die Wahlunterlagen geschickt.

Von den 171 stimmberechtigten Gemeindegliedern haben 61 gewählt. Bei drei Briefen fehlte der Wahlschein, so dass diese vom Wahlvorstand nicht zur Wahl zugelassen wurden. Ein Stimmzettel wurde für ungültig erklärt. Die Wahlbeteiligung betrug 35,7 %.

In der Reihenfolge nach der Anzahl der erhaltenen Stimmen wurden in den Gemeindekirchenrat Haselbach gewählt: Simone Weschenfelder, Dorit Roß,  Uta Baumfelder, Anne Leipold, Birgitt Eschrich, Helga Zwilling.

In einer konstituierenden Sitzung wird in den nächsten Wochen über den Vorsitzenden und den Stellvertreter entschieden.

Uta Baumfelder im Namen des neuen Gemeindekirchenrates

Gedanken zum Monatsspruch Oktober 2019

Wie es dir möglich ist: Aus dem Vollen schöpfend – gib davon Almosen! Wenn dir wenig möglich ist, fürchte dich nicht, aus dem Wenigen Almosen zu geben!
Tobias 4,8

Es ist schon ein paar Wochen her. Gerade als die erste Hitzewelle so ankam bei uns. Jedenfalls kam meine Tochter aufgeregt mit dem Telefonhörer in der Hand angelaufen: „Da will dich eine unbekannte Frau sprechen.“

Naja gleich abwimmeln war mein erster Gedanke. „Sie haben da kürzlich gespendet, damit Kindern das Augenlicht wieder gegeben werden kann.“

Ja da war ein Brief gekommen und irgendwie war mir das geschilderte Schicksal des Kindes in der „dritten Welt“ nahe gegangen. So jung noch und schon fast blind. Das bedeutet auf lebenslange Hilfe angewiesen sein in einer Welt, die so  schrecklich arm und bedürftig ist. Wo nichts im Überfluss vorhanden ist. Eigentlich mag ich diese Bettelbriefe nicht. Oft landen die ungeöffnet in der blauen Tonne, weil ich mir sehr unsicher bin, ob meine Spende auch wirklich den Bedürftigsten unter uns Menschen zu Gute kommt.

Diesmal war es anders. Ich hatte mich gefangen nehmen lassen. Das habe ich der Frau auch durch den Telefonhörer so gesagt. Na, ob ich denn nicht regelmäßig einen Betrag geben könnte. Da horchte ich erst einmal auf, denn das war eigentlich die Stelle, an der ich sonst immer ganz unhöflich auf den kleinen roten Hörer drücke….

Das habe ich nicht und stattdessen entspann sich ein Gespräch. Zuerst über das Wetter in Köln und Haselbach. Das wurde schließlich so intensiv, dass wir uns beide ein Stück unserer Biografie erzählt haben. In einer halben Stunde erzählte mir die Frau, die bei der Christoffel Blindenmission arbeitet von ihren Einsätzen. Von den Menschen und besonders den Kindern, denen geholfen werden konnte, die ihr Augenlicht durch Spenden und engagierte Ärzte wieder erlangen konnten. Das war echt, das hat man gespürt.

Ich hatte anschließend irgendwie ein gutes Gefühl. Ich denke, dass die CBM durch ihr professionelles Engagement viel erreicht. Dass Menschen, die sich eine ärztliche Behandlung nicht leisten können geholfen wird, damit sie wieder am Leben teilhaben können.

Unser Monatsspruch redet vom Almosengeben. Das Buch, aus dem dieser Vers stammt, ist ein sehr  altes. Es ist eine alttestamentliche Überlieferung, die auch nur in Bibeln mit den sogenannten Apokryphen zu finden ist. Luther hat es nicht übersetzt, weil es ihm nur in griechischer Sprache, also nicht im Original, zu Verfügung stand.

Der junge Tobias, ein Mann aus einem Hause, das Gott diente, soll auf eine größere Reise gehen und so bekommt er von seinem Vater wichtige Regeln für ein gutes, gottgewolltes Leben mit auf den Weg.

Tobias soll immer etwas abgeben von seinem Hab und Gut. Wenn er viel besitzt, soll er viel geben, wenn er wenig hat, ist das Wenige, das er gibt, auch in Ordnung. Entscheidend ist die Gabe, entscheidend ist, dass den Bedürftigen geholfen wird. Und dieses Geben geschieht nicht einfach aus Wohlwollen des Gebers heraus. Es war unter den Israelitern ein Gesetz und eine Pflicht. Dieser Gemeinschaft war es auch geboten, sich der Witwen und Waisen anzunehmen, Fremden zu helfen und sie zu unterstützen.

Das Gebot der Bibel, Arme zu unterstützen ist keine Pflicht, die nur die Reichen betrifft. Jeder soll sich einbringen nach seinen Möglichkeiten.

Wir pflegen heute in unseren Gottesdiensten diesen guten Brauch. Denn wir erbitten immer für einen bestimmten Zweck eine Kollekte am Ausgang. Gewiss auch für die Arbeit der eigenen Gemeinde. Aber wichtig ist, dass die Solidargemeinschaft immer das Ganze im Blick behält. Spenden für die Organisation Brot für die Welt, für die Arbeit des Gustav- Adolf-Werkes, für die Frauenarbeit in den Ländern der dritten Welt, für die Katastrophenhilfe der Diakonie und die Flüchtlingshilfe und viele Projekte mehr, helfen Menschen aus großer Not.

Gott sieht den Menschen an und wenn wir gemeinsam an unserer Zukunft bauen wollen, dann ist seine Gerechtigkeit, die er uns zukommen lässt, Maßstab für unser Handeln.

Herzlichst grüßt Sie

Uta Baumfelder

 

Monatsspruch Juli 2019

Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn.

Jakobus 1,19

Es war kürzlich im Altersheim. Die Ursache meines Besuches war der Jubilar. Aber irgendwie ist das mit dem ganz Persönlichen und dem ganz privat sein so nicht möglich. Jedenfalls war das Geburtstagskind keine Minute allein und es entspann sich in der Runde so manches Gespräch. Aber was sagt man selbst zu den Leuten, die sichtlich körperlich gebrechlich sind und die mit ihren Gedanken oft abschweifen. Soll man trösten, soll man eine traurige Mimik aufsetzen, soll man falsche Hoffnungen wecken? Gut, wenn die Menschen von sich aus anfangen zu reden. Es werden Geschichten aus längst vergangenen Tagen erzählt.

Und plötzlich schälen sich aus den wirren Gedanken ganz brillante Erinnerungen. Ja, es war genauso.  Das war völlig aus meinem eigenen Bewusstsein entschwunden! Und wie wertvoll sind solche Erinnerungen! Darin spiegelt sich gelebtes, erinnertes Leben! Was da nicht alles darin steckt: Freude du Leid; Krieg und Wiederaufbau; persönliches Engagement und Enttäuschungen, Aufbegehren gegen Ungerechtigkeit und Willkür, Verleumdung und Verhaftung. Ist es nicht wert, dass da zugehört wird?

Zuhören ist uns fremd geworden. Und für 10 Minuten selbst ganz still dazusitzen auch. Aber wieviel versäumen wir, wenn die alten Geschichten in Vergessenheit geraten?

Und hinter all den Geschichten steht ja auch ein Mensch, der in vielen Lebensjahrzehnten viel ertragen, viel aushalten musste. Wenn die Alten erzählen und wir einmal genauer hinhören, dann lässt sich die Kraft erspüren, die sie getragen hat. Sie sagen das nicht, aber es steckt ein tiefer, innerer Frieden und eine große Freude in ihnen und das steckt irgendwie an. Das macht Mut für das eigene Leben. Das zeigt auf, dass Angst und Kleinmut, Unzufriedenheit und Streit überwindbar sind.

Zuhören den Alten und eigentlich auch jedem Menschen und zwischen den Worten die Lebenserfahrungen erspüren, das ist heilsam für jeden von uns. Deshalb sind wir gut beraten, vor der eigenen Rede, das Zuhören zu üben.

Womöglich haben unsere Vorfahren gewusst, dass Reden nicht immer gut ist. „Reden ist Silber und Schweigen ist Gold“, so sagt ein altes Sprichwort. Und es meint, dass es manchmal klüger ist, die Zunge im Zaum zu haben.

„Vor dem Reden, Gehirn einschalten“, so sagen wir es in unserem Sprachgebrauch. Und es meint dasselbe, denn viele unbedachte Worte sprudeln so gern aus unserem Mund und ein einmal ausgesprochenes Wort lässt sich nicht zurücknehmen, sondern es existiert fort. Und wie oft haben wir unsere Mitmenschen schon mit unseren Worten verletzt.  Und wie oft kamen dann Reaktionen zurück, die uns in Aggression und Zorn versetzt haben. Zorn ist ein starkes Gefühl. Es ist wie ein Rausch, dem wir uns allzu gern hingeben. Aber im Zorn gesprochene Worte und Handlungen lassen uns später schämen und klein aussehen. Zorn zerstört, was wir uns zuvor mühevoll aufgebaut haben. Im Zorn tun wir niemals, was Gott gefällt.

So wünsche ich Ihnen und euch eine gute Zeit. Bleibt, bleiben Sie behütet in dem was wir tun, zu sagen und zu verantworten haben.

Ihre Uta Baumfelder

Monatsspruch Oktober

In Memoriam Norbert

Herr, all mein Sehnen liegt offen vor dir, mein Seufzen war dir nicht verborgen. Psalm 38, 10

Lieber Vater,

es drängt mich mein Herz geradezu, dir diese Zeilen zu schreiben. Gedanken und Gefühle möchte ich vor dich bringen, holprig und bruchstückhaft, aber ehrlich und kindlich.

Du hast uns unser Leben geschenkt, jedem von uns. Als deine Kinder gehen wir Wege, die so ganz verschiedensind, die manchmal viel Gutes, viel Erfolg und Glück mit sich bringen.

Manchmal geraten wir auf Irrwege. Manchmal sind unsere Wege von Krankheit, Elend und Tod gezeichnet.

Solche Wege wollen wir nicht gehen. Wir fürchten uns. Die Angst vor dem Unbekannten lähmt uns.

Aber du hast auch solche Wege für uns bereit. Und wir tragen sehr schwer daran. Unsere Unbekümmertheit ist dahin. Sorgen werden groß und schleichen sich in unser Herz.

Was wird sein, wenn die Krankheit sich weiter ausbreitet? Kann ärztliches Wissen und Können noch helfen? Oder machen die intensiven Therapien letztlich doch mehr kaputt?

Der liebe Mensch dort, weit weg von Familie und Freunden muss Tag und Nacht bangen, hoffen, bestenfalls glauben. Tag um Tag, Stunde um Stunde vertraut er der ärztlichen Kunst. Er kämpft um sein Leben, er möchte noch nicht sterben. Er weiß, dass er noch dringend gebraucht wird von seiner Familie.

Und die Lieben daheim bangen mit ihm, beten alle. Aber es kommen jeden Tag schlechtere Nachrichten. Es ist, als ob du dich abgewendest hast von uns. Es ist schrecklich, dass nichts und niemand hilft.

Am Ende wirst du uns, die wir mit leeren Händen wieder nach Haselbach zurück fahren, ganz fest halten. Du lässt uns erkennen, dass der Tod nicht schrecklich ist, sondern zum Leben gehört, dass Sterben eine ernste aber wichtige Sache ist.

In den folgenden Tagen und Wochen der Dunkelheit erfahren wir ganz viel Trost und Zuwendung. So viele Hände, die gereicht werden, so viel Anteilnahme, so viele Gespräche, so viel ehrliche Herzlichkeit.

Dein Weg mit uns, Vater, ist manchmal kein Spaziergang. Im finsteren Tal sieht man die Hand vor Augen nicht. Das ist wie blind sein. Deshalb ist es gut, wenn deine  starke Hand uns durch die Dunkelheit führt. Denn du weißt, was nötig ist.

Es muss unser kindliches Urvertrauen sein, dass wir immer wieder auf das Gute hoffen, das du bereit hältst.

Du aber, Herr, weißt um mich, kennst mich. Ich vertraue dir.

Amen.

Es grüßt Sie

Uta Baumfelder

Gedanken zum Sonntag

Liebe Gemeinde,

der erste Sonntag des Jahres 2015 ist zugleich der zweite Sonntag nach dem Christfest. Dieser Tag beleuchtet die Jugend Jesu. Im Evangelium (Lukas 2, 41-52) heißt es, dass der 12-jährige Jesus im Tempel nicht nur seine Eltern erschreckt , sondern auch Bewunderung unter den Gelehrten des Volkes Israel hervorruft, als er Gott seinen Vater nennt. Jesus zeigt damit deutlich, dass er Gottes Sohn ist, der Vollmacht hat, den Willen Gottes zu verkünden. Es fällt nicht leicht, sich vorzustellen, dass der alles umfassende Gott zu uns als einer von uns kommt.  Aber durch Jesus Christus zeigt uns Gott, wie nahe er uns kommt und wie er uns im Leben begleitet. Darüber dürfen wir uns in den weinachtlichen Freundenszeit glücklich wissen und daran dürfen uns an diesem Sonntag erinnern.

„Guter Gott,

nach den vielen Festtagen geht es wieder auf den Alltag zu. Hilf uns, Deine Nähe zu uns im Herzen zu bewahren. Lass uns mit neuem Schwung alle Aufgaben wieder anpacken. Und öffne uns die Augen, wann es Zeit ist, nicht wie gewohnt weiter zu machen, sondern unseren eigenen, vielleicht auch ungewöhnlichen Weg zu suchen,umso unserer Sehnsucht nach Leben zu folgen. Zeige uns, was uns möglich ist, als Deine Töchter und Söhne. Bestärke unsere Liebe zu dir, zu den Menschen, mit denen wir leben und zu uns selbst. Bestärke unseren Mut, Herausforderungen anzunehmen, Auseinandersetzungen zu riskieren für das, was uns wichtig ist. Gib uns offene Augen für die Menschen um uns und das, was wir tun und leisten können, dass auch andere gut leben können. Belebe unsere Kirchengemeinden und Kirchen, dass wir den frischen Wind zulassen können, den die Jungen durch ihre Fragen mitbringen. Belebe deine Kirche weltweit, dass sie sich klar und entschieden für das Leben einsetzt, auch wenn sie damit anecken könnte. Belebe und ermutige die Verantwortlichen in politischen Ämtern weltweit, dass sie auch unbequeme Entscheidungen wagen, die die Schwachen stützen und Leben bewahren helfen! Amen“

von Pfarrerin Eva-Maria Bachteler

Kommen Sie, kommt gut in das neue Jahr!

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Dorfweihnacht in Spechtsbrunn

Dorf- und Heinzglas-Weihnachtsmarkt in Spechtsbrunn

Feierlich auf Weihnachten eingestimmt

Wie bereits zum Konzert der Sonneberger Vokalisten in der Vorwoche, prägte auch am 2. Advent Schnee, Eis und Wind die Feierlichkeiten rund um die Matthäuskirche und das Backhaus in Spechtsbrunn. Doch das Schneetreiben tat dem diesjährigen Dorf- und Heinzglas-Weihnachtsmarkt keinen Abbruch. Bei eisigem Wind schmeckten Glühwein, Bratäpfel und Mutzbraten umso besser.

Rund um Kirche und Backhaus waren viele Buden aufgebaut, allerhand Köstlichkeiten wurden angeboten und auch musikalisch wurde einiges geboten. Die Firma Heinzglas mit Standorten in Piesau, Kleintettau und Spechtsbrunn hatte Ihre Mitarbeiter in diesem Jahr nach Spechtsbrunn eingeladen, um sich hier gemeinsam mit den Spechtsbrunnern, Hasenthalern und Interessierten anderer Orte auf das Weihnachtsfest einzustimmen. Bereits am Freitag, dem 8.12. ging es los.

Das ganze Wochenende über bot das Team im Backhaus unzählige Köstlichkeiten aus dem Backofen an (u.a. Pizza, Wildschwein, Kassler, Kuchen, Bratäpfel) und die Bochbicher Gaudimusik umrahmte das Ganze musikalisch. Die herrlich angeleuchtete Matthäuskirche, die geschmückten Tannen und die Holzbuden vermittelten dabei zusammen mit dem Schnee eine wunderbare vorweihnachtliche Stimmung.

Als ersten Höhepunkt fand am Samstag ein Konzert mit Katharina Herz in der Matthäuskirche statt, das zahlreiche Besucher fand und sehr großen Gefallen fand.

Am Sonntag wurde dann in einem feierlichen Adventsgottesdienst mit dem Lektorenteam und Besuchern aus den fränkischen Nachbarorten Kleintettau und Tettau die eigentliche Bedeutung von Weihnachten in den Mittelpunkt gestellt und Jesus als kommender Erlöser gefeiert.

Seinen feierlichen Abschluss fand die Dorf- und Heinzglas-Weihnacht schließlich mit einem wunderbaren Konzert des Gesangvereins Schleusegrund, der sich durch Schnee und Sturm bei sehr winterlichen Straßenverhältnissen aus Schönbrunn bis nach Spechtsbrunn gekämpft hatte und hier zunächst die AWO-Weihnachtsfeier musikalisch umrahmte. In der Matthäuskirche stimmte der aus einem gemischten Chor und einem Männerchor bestehende Gesangverein dann adventliche und weihnachtliche Weisen an und gestaltete ein erstklassiges Adventskonzert. Durch das Programm führte Dirigentin Yvonne Unger. Zwischen den einzelnen Liedbeiträgen wurden Geschichten und Gedichte rezitiert, die nachdenkliche Töne in die vorweihnachtliche Freude mischten, z.B. die Geschichte der vier Adventskerzen. Neben Liedern des gesamten Chores brachte auch der Männerchor bekannte und weniger bekannte Gesänge zu Gehör. Große Komponisten wie Bach und Händel waren in dem abwechslungsreichen Konzert ebenso vertreten wie unbekannte thüringer und böhmische Liedtexter. In ausdruckstarker Weise unternahm der Chor mit den Zuhörern eine Reise durch den Winterwald, ließ Glocken erklingen, besang die Liebe und ließ in einer romantischen Weise bereits die Heilige Nacht aufleuchten, in der der Erlöser der Welt als kleines Kindlein zu uns Menschen kommt. Gemeinsam mit den Besuchern ertönte zum Schluss „O Du fröhliche“.

Die Kirchgemeinde bedankt sich sehr herzlich bei den Sängern und Sängerinnen, dass sie sich trotz der widrigen Witterungsverhältnisse auf den Weg nach Spechtsbrunn gemacht und auch für wenige Zuhörer dieses hochklassige Adventskonzert ermöglicht haben. Ein herzlicher Dank geht auch an die Stadtverwaltung Sonneberg, die das Konzert wiederum mit einem finanziellen Zuschuss unterstützte.

Mit dem Konzert des Gesangvereins Schleusegrund endete auch der diesjährige Dorf- und Heinzglas-Weihnachtmarkt in Spechtsbrunn. Allen Mitwirkenden, den ehrenamtlichen Helfern im Backhaus, den Mitarbeitern der Firma Heinzglas, den Organisatorinnen, der Geschäftsführung der Firma Heinzglas sowie den zahlreichen Budenverkäufern sei an dieser Stelle sehr herzlich für Ihr Engagement und die wunderbare Einstimmung auf das Weihnachtsfest gedankt!

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Martinsumzug in Spechtsbrunn 2017

Mitten im ersten Schneegestöber des Winters 2017/2018 feierte man am Sonntag, dem 12.11.2017 den diesjährigen Martinstag in Spechtsbrunn.

Zu Beginn erinnerte um 17 Uhr zunächst eine kurze Andacht in der Matthäuskirche an die besondere Bedeutung des Teilens und der Nächstenliebe. Die Kinder der Christenlehre und des Kindergartens Spechtsbrunn stellten dazu unter der Leitung von Elke Becker das Leben des Heiligen Martin von Tours nach, der als einfacher Soldat in einer eisigen Nacht Mitleid mit einem armen Bettler hatte und seinen Mantel mit ihm teilte. Hierzu passte der Schneefall an diesem Tag wunderbar. Musikalisch wurde die Andacht von Egon Eschrich an der Orgel und dem Hasenthaler Gesangverein begleitet. Wie Martin seinen Mantel, so teilten die Andachtsbesucher zum Ende der Andacht symbolisch die traditionellen Martinshörnchen und machten sich damit bewusst, wie wichtig es ist, miteinander zu teilen und Schwache zu unterstützen. Gestärkt durch den Segen des dreieinigen Gottes und der Liedstrophe „Tragt in die Welt nun ein Licht“ folgend, begann anschließend der Laternen – und Fackelumzug durch die kalte Spechtsbrunner Nacht zum Gemeindehaus. Hier luden die Kirchgemeinde und der Kindergarten zu Bratwurst, Glühwein und Tee ein.

Die Kirchgemeinde bedankt sich bei allen, die auch in diesem Jahr mitgeholfen haben, diesen Tag würdig miteinander zu feiern. Ein herzlicher Dank gilt dabei der Freiweilligen Feuerwehr Spechtsbrunn, dem Gesangverein Hasenthal, dem Kindergarten Spechtsbrunn, den fleißigen Grillmeistern und allen Mitwirkenden und Mitfeiernden.

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Gedenktag der Reformation

Am 31.10.2017 endeten die Feierlichkeiten zu 500 Jahre Reformation. Es endete damit auch die Lutherdekade, die seit 2007 jedes Jahr einen anderen Aspekt der Reformation beleuchtete. Überall fanden an diesem Tag noch einmal Festgottesdienste statt, so z.B. beim Kirchentag in Coburg oder in der Lutherstadt Wittenberg. Auch wir als evangelisch-lutherische Kirchgemeinde Spechtsbrunn / Hasenthal haben dieses besondere Jahr durch viele Aktionen gefeiert. So hängten wir bereits vor einem Jahr, am 31.10.2016, eine Lutherrose im Eingangsbereich unserer Matthäuskirche auf und weihten am Ostersonntag eine von Günther Schmidt gestaltete Lutherbank sowie ein Schaubild ein, die neben unserer Kirche auf das große Jubiläum hinwiesen. Als Höhepunkt konnten wir beim großen Luthertheaterstück im Juni viele Gäste begrüßen und ihnen zusammen mit der Tettauer Theatergruppe den Einfluss der Reformation in unserer Heimatregion nahe bringen.

Zum Abschluss des Jubiläumsjahres führten wir nun eine neue Altarbibel ein, für die einige unserer Gemeindemitglieder auch spendeten. Die Namen der Stifter wurden auf der ersten Seite der Bibel vermerkt. Die Bibel basiert auf dem überarbeiteten Luthertext, der zum Reformationstag 2016 vorgestellt wurde. Vor allem aber enthält sie die frohe Botschaft Christi, das Evangelium. Genau daran halten wir Christen fest. Es ist der Grund, warum wir uns am Sonntag und auch zu Bibelabenden versammeln. Allein durch Gnade, allein durch Glauben, allein durch die Schrift, allein durch Jesus Christus – dies sind die vier Säulen, die das reformatorische Gedankengut bestimmen und die uns Orientierung geben.

Als wir die Bibel feierlich ihrer Bestimmung übergaben, gedachten wir zweier Dinge. Zum einen erinnerten wir uns an den Initiator dieser Einführung, an Wolfgang Wiegand, den langjährigen Vorsitzenden unseres Gemeinde-kirchenrates, der im Mai dieses Jahres verstarb und nun bei Gott ruht, wie er es immer gehofft hat. Ihm war die Bibel stets sehr wichtig – allein die Heilige Schrift, diesen Grundsatz reformatorischer Erkenntnis behielt er immer im Herzen. Mit großer Leidenschaft sammelte er Bibeln aus allen Jahrhunderten und von verschiedenen Orten. Daneben dachten wir auch daran, dass es wohl ganz im Sinne der Reformatoren gewesen wäre, dass die Kernschrift unseres Glaubens eine so herausragende Bedeutung in unserem Gottesdienst zum Reformationstag 2017 erfuhr.

So übergaben wir die Altarbibel am 31.10.2017 feierlich Ihrer Bestimmung. Möge sie unserer Kirchgemeinde und all ihren Gliedern stets der Leitfaden in ihrem Leben sein, an dem sie sich orientieren und an dem sie festhalten. IMG_8064IMG_8062IMG_8066

Established in 1912, um is based in memphis, tennessee, https://pro-academic-writers.com/ approximately 212 miles southwest of nashville

500 Jahre Reformation – Fest in Spechtsbrunn

Der 17. Juni 2017 war für alle Akteure in Spechtsbrunn ein ganz besonderer Tag. Wer hat schon einen überall aktiven Menschen in seinem Ort, der ein Theaterstück über Luthers Thesenanschlag und seine Reise nach Spechtsbrunn schreibt und in monatelanger Arbeit jedes Requisit und jede Kulisse selber bastelt? Und wer findet eine tolle Truppe, die das ganze schauspielerisch gekonnt umsetzen kann?

Der Platz zwischen der Spechtsbrunner Kirche und dem Backhaus war in mittelalterliches Flair verwandelt. Musik von „Vielgestalt“ aus Erfurt umrahmte das Ganze. Eine dufte Truppe, die dann bis in die Abendstunden die Herzen mit Mittelalterklängen verzauberte.

Wer das Theaterstück von Günter Schmidt erlebt hat, hat ein Stück Spechtsbrunner Geschichte erfahren, die mit dem Wirken des Reformators Luther so eng verknüpft war. Spechtsbrunn war einer der ersten Orte am Rennsteig in der Grafschaft der Pappenheimer, die den evangelischen Glauben angenommen hatten.

Amüsant waren die Szenen, in denen über die Gepflogenheiten der Spechtsbrunner Bauernschaft diskutiert wurde und gewiss hat sich der eine oder andere dabei auch heute noch ertappt gefühlt.

Aber soll denn das wirklich etwas werden mit den kühnen Ideen eines Dr. Martin Luther und wird sich denn überhaupt etwas ändern, so fragen die Bauern am Ende des Stückes. Da gibt ihnen die Rese, die sonst immer alles weiß eine Antwort: „In 500 Jahren wird man noch von dem Wirken und den Werken des Martin Luther sprechen. Man wird ihm Ehren Denkmäler errichten und die Stätten seines Wirkens werden Menschen aus aller Welt besuchen. Martin Luther wird als große Persönlichkeit in die deutsche Geschichte eingehen. Die Spechtsbrunner werden eine prächtige Kirche errichten, die Gottesdienstordnung von Luther einführen und seine Kirchenlieder singen.“

Nach der Theateraufführung gab es Essen du Trinken bis in die Abendstunden. Köstliches Brot aus dem Backhaus, Schinken im Brotteig, Spanferkel am Spieß, Bratwurst, Kuchen aus dem Backhaus wurden angeboten.

Die Spechtsbrunner haben es wieder bewiesen, dass immer wenn etwas gemeinsam geht, es dann zum Erfolg gereicht. Diesmal ging es Hand in Hand zwischen der Kirchengemeinde Spechtsbrunn/Hasenthal, dem Heimat und Tourismusverein Oberland am Rennsteig und der Neuen Theatertruppe Tettau.

Uta Baumfelder

 

 

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