Archiv des Monats: Januar 2026

Gedanken zur Jahreslosung

Gott spricht: „Siehe ich mache  alles neu“

Offenbarung 21,5

Liebe Brüder und liebe Schwestern,

wenn auch ein bisschen verspätet, so möchte ich euch/Ihnen für das Jahr 2026 alles Gute wünschen. Gesundheit und Zufriedenheit, Glück und Erfüllung – aber ganz besonders möge Gottes Segen auf allen Wegen und bei allem Tun bei Ihnen sein.

Jedes neue Jahr ist wie ein weißes Blatt Papier – unbeschrieben und unbenutzt und irgendwie hoffen wir doch immer wieder, dass ein neuer Anfang machbar ist. Vielleicht gab es auch gute Dinge und Entwicklungen im alten Jahr. Vielleicht war da aber auch viel Schmerz, viele Sorgen, Ausweglosigkeit, Angst oder Schuld. Was gut war sollten wir bewahren und mitnehmen. Wunden müssen heilen, Sorgen und Ängste lassen sich nicht einfach abschütteln. Manchmal braucht es dafür auch Hilfe von außen, die man suchen und annehmen sollte. Schön wäre es ja, wenn jemand meinen „Resetknopf“ drücken würde und alles neu beginnen könnte.

Wie in jedem neuen Kalenderjahr, so gibt es auch für das Jahr 2026 wieder eine Jahreslosung. Das ist eine gute Tradition, die es schon seit über 95 Jahren gibt. Damals wollte man in schwierigen Zeiten ein klares biblisches Zeichen setzen. So wird heute durch eine ökumenische Arbeitsgemeinschaft drei Jahre im Voraus ein Bibelvers ausgewählt, so dass Christen einen gemeinsamen Leitvers für das gesamte Jahr zur Hand haben.

Der Leitvers für 2026 ist aus der Offenbarung entnommen. Die Offenbarung des Johannes von Patmos ist in der Bibel als letztes Buch zu finden. Johannes hat die Zerstörung seiner Heimat durch die Römer erlebt. Der Tempel ist gebrandschatzt und ausgeraubt. Christen werden konsequent von den Besatzern verfolgt. Aus Verzweiflung flieht Johannes auf die Insel Patmos. Dort findet er Ruhe zum Schreiben. Er beschreibt die Zustände in seiner Heimat. Er benutzt Bilder, die in seiner antiken Zeit verstanden worden. Seine Worte sind inspiriert. Er klagt nicht nur an; er hat eine tiefe fundamentale Hoffnung, dass eine neue Zeit anbrechen wird.

Dass der Gott der Liebe und der Barmherzigkeit, der selbst als Mensch auf dieser Erde gelebt, geheilt und gepredigt hat, weinen und leiden musste, gefoltert und getötet wurde und auferstanden ist und lebt, diese Erde verwandeln wird aus einem Chaos von Not, Elend, Machtmissbrauch, Kriegen, Zerstörung und Tod in ein Reich des Friedens und der Freude, des Lebens und der Herrlichkeit.

Johannes hört Gottes Wort: „Siehe ich mache alles neu.“ Es wird nichts bleiben, was euch niederdrückt, euch das Leben so unendlich schwer macht. Es wird eine Zeit anbrechen in der Gott alle eure Tränen abwischen wird. Euer Schmerz und alle eure Leiden, selbst die größte Todesangst werden Vergangenheit sein. Eure Freiheit wird Realität! Endgültig, für immer!

Das ist seine Botschaft, die er den Menschen damals und uns heute geben will. Es sind Gottes Worte, die er hört und niederschreibt.  Und Gottes Plan ist unumstößlich.

„Siehe ich mache alles neu.“ Das ist uns auch heute zugesagt. Gott verspricht bei den Menschen zu wohnen. Das tut er bereits jetzt in jedem und jeder.

Hören wir seine Stimme? Können wir uns einlassen auf das, was er uns ans  Herz legt? Werden wir tätig, wenn es um die Liebe geht, die Jesus uns vorgelebt hat? Lassen wir uns verwandeln von ihm und können Hass, Egoismus, Neid, Selbstsucht,  Habgier ablegen und stattdessen dem vertrauen, der unsere Wege so wunderbar leiten möchte?

Lasst uns untereinander Frieden stiften, lasst uns Gemeinschaft bauen, lasst uns aufstehen gegen Ungerechtigkeit, gegen jede Art von Gewalt und Zerstörung! Lasst uns unsere Hoffnung und unseren Glauben bewahren! Solange wir Gott in unseren Herzen spüren, werden wir auch in diesem Jahr getrost leben.

Das wünsche ich euch! Bleibt behütet!

Uta Baumfelder

Monatsspruch Januar 2026

„Du sollst den HERRN, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft“

Liebe Schwestern und liebe Brüder,

„alle Jahre wieder“…nein, damit meine ich diesmal nicht das bekannte Weihnachtslied. Sondern das, was ganz viele Menschen zum Jahreswechsel tun: Sich Dinge für das kommende Jahr vornehmen. Der Eine will endlich aufhören mit rauchen, der Nächste soundso viele Kilos abnehmen und der Dritte auf Schockolade verzichten. Einige können das auch noch eine Zeitlang nach dem ersten Januar durchhalten, doch andere merken schon nach kurzer Zeit: „Der innere Schweinehund ist doch stärker.“
Alles in allem merken wir: Die Gewohnheiten abzugelegen, Neues im täglichen Ablauf einzubauen oder auf die ein oder andere, liebgewohnene Seelentröstung zu verzichten, fällt doch arg schwer. Und so gibt es wohl kaum Jemanden unter uns, der ein zum Jahreswechsel selbst „verordnetes“ Vorhaben über Monate, Jahre oder gar für immer beibehält.

Von einem Vorsatz der ganz anderen Art hören wir im Monatsspruch für den Monat Januar. Dieser ist kein typischer Jahreswechsel-Vorsatz. Er steht im fünften Buch Mose: „Du sollst den HERRN, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft“

Dieses 5. Buch des Propheten Mose, auch Deuteronomium genannt, ist voll von Zusagen und auch von Ermahnungen. Mose will das Volk Israel noch einmal an alles erinnern, damit sie auch ja nichts vergessen. Sie sollen sich daran erinnern, was Gott getan hat auf ihrer langen Reise durch die Wüste. Sie sollen sich daran erinnern, was Gott ihnen an Segnungen zugesagt hat. Sie sollen sich daran erinnern, mit wem sie unterwegs waren, sind und auch sein werden: mit dem HERRN, ihrem Gott.

All die Zusagen sind eng verbunden mit der Ermahnung, diesem Gott unbedingt treu zu bleiben, ihn zu ehren und nicht auf die Verlockungen der anderen Völker hereinzufallen. 
Doch hierbei geht es nicht allein um blinden Gehorsam. Mose sagt: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben!“ Aber nicht irgendwie sondern voll und ganz. Um das besser verstehen zu können, müssen wir uns die 3 wichtigen Punkte des Verses anschauen:
Mit ganzem Herzen (lebab): Im biblischen Verständnis ist das Herz nicht nur der Sitz der Gefühle, sondern auch des Denkens, Wollens und Entscheidens. Es fordert eine bewusste Ausrichtung des Willens und der Absichten auf Gott.

Mit ganzer Seele (nefesch): Hier ist das gesamte Leben bzw. die Lebenskraft gemeint. Es impliziert die Bereitschaft, Gott mit dem gesamten Sein und notfalls unter Einsatz des eigenen Lebens treu zu bleiben.

Mit ganzer Kraft (me’od): Das hebräische Wort bedeutet wörtlich „Sehrheit“ oder „Vielheit“. Es umfasst alle Ressourcen eines Menschen: physische Stärke, Besitztümer, Zeit und soziale Stellung. 

Wir merken: Das ist ne ganz schöne gewaltige Aufgabe, die der Prophet da von den Gläubigen verlangt. Ein unlösbare?
Auch wir Christen heute, tausende Jahre später, stellen uns sicher das eine oder andere Mal die Frage: Wie ist das eigentlich mit meinem Glauben? Bin ich zwar noch in der Kirche Mitglied, aber so wirklich intensiv „glaube“ ich nicht mehr? Oder ist da schon noch so ein Gefühl, dass die Glaubensflamme zwar in mir zwar flackert, aber doch nicht mehr so intensiv wie vor Jahren? Kann ich wirklich sagen, ich liebe Gott mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele, mit ganzer Kraft?

Vielleicht kann uns dabei auch die Losung für das Jahr 2026 helfen: „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!“. Wir finden sie in Offenbarung 21,5. Sie bildet quasi einen Bogen zur Schöpfungsgeschichte. Als Gott die Welt schuf. Wir merken, Gott ist immer wieder darauf bedacht, seinen Weg mit uns Menschen zu gehen. Auch wenn wir selbst diesen aus den Augen verlieren, uns verirren. Verzetteln im großen Ganzen. Er lässt uns nicht „im Stich“.
Dann merken wir, gerade am Übergang von einem Jahr zum anderen: Manchmal ist es gar nicht so schlimm und schlecht, sich zuerst mit dem eigenen Glauben zu beschäftigen und dann mit dem, an den man glaubt. Wir sind damit auch nicht allein auf weiter Flur. Sondern Gott wird uns helfen. Immer und immer wieder.

Ich wünsche Ihnen und euch von Herzen einen gesegneten Januar,
eure Manuela Schmidt.